Lupus – Was du wissen & tun solltest!

Lupus – Was du wissen & tun solltest!

Lupus erythematodes ist eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem das körpereigene gesunde Gewebe und Organe angreift. Es verursacht eine hohe Persistenz der Entzündung, die fast jeden Teil des Körpers negativ beeinflussen kann. Zum Beispiel:

  • Herz,
  • Gelenke,
  • Gehirn,
  • Nieren,
  • Lunge und
  • Hormondrüsen

Da die Lupussymptome vielen anderen Symptomen – wie Schilddrüsenerkrankungen, Borreliose und Fibromyalgie – sehr ähnlich sind, kann es sehr schwer sein, Lupus zu diagnostizieren. Während einige Menschen mit Lupus in der Lage sind, ein sehr normales, glückliches Leben zu führen, haben andere Lupuspatienten mit schweren Symptomen zu kämpfen, die manchmal lähmend sein können.

Lupus erythematodes neigt dazu, Phasenweise auf zu treten, wo die Symptome für einen bestimmten Zeitraum sehr schlecht werden, gefolgt von Perioden der Remission. Es dauert teils viele Jahre, bis Lupus genau diagnostiziert wird. In dieser Zeit werden zig verschiedene Rezepte verschrieben, welche die Ursache oder das Problem nicht zu lösen scheinen.

Heute sind konventionelle Medikamente für Lupus

  • Kortikosteroide,
  • NSAID-Schmerzhemmer,
  • Schilddrüsenpräparate und sogar
  • synthetische Hormonersatzpräparate.

Diese helfen die Symptome & die Entzündung zu reduzieren, aber viele unerwünschte Nebenwirkungen und sogar langfristige Gesundheitsprobleme verursachen können. Wenn man etwas über den Tellerrand schaut, dann können Naturheilmittel gegen Lupus, einschließlich Nahrungsergänzungsmittel, Bewegung und eine gesunde, artgerechte Ernährung mit hohem Gehalt an entzündungshemmenden Lebensmitteln helfen, die Symptome zu behandeln und die allgemeine Immunfunktion zu verbessern, ohne das Risiko für Komplikationen zu erhöhen.

Was ist Lupus?

Lupus oder systemischer Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung, die durch eine Reihe von Faktoren ausgelöst wird, die dazu führen, dass das Immunsystem versehentlich das körpereigene gesunde Gewebe angreift. Die genaue Ursache von SLE (und den meisten Autoimmunerkrankungen) ist heute noch nicht ganz geklärt, aber die Forscher wissen, dass die Genetik und der Lebensstil eines Menschen eine große Rolle bei der Auslösung von Entzündungen spielen.

Zu den möglichen Ursachen für Lupus gehören

  • allergische Reaktionen,
  • Viren,
  • emotionaler Stress,
  • Östrogenstörungen aufgrund von Schwangerschaft, Entgiftungsproblemen, externen östrogenartigen Stoffen (z.B. Weichmacher, BPA, Kosmetika)
  • hormonelle Ungleichgewichte,
  • schlechte Verdauung und
  • Metalltoxizität (Vergiftung mit Schwermetallen).

Zu den Risikofaktoren für Lupus gehören 1)http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/lupus/basics/risk-factors/con-20019676

  • Genetische Anfälligkeit und eine Familiengeschichte, in der Lupus oder anderen Autoimmunerkrankungen vor kamen
  • du bist eine Frau (90 Prozent aller Lupuspatienten sind Frauen)
  • du bist zwischen  15-45 Jahren;
  • Frauen im „gebärfähigen Alter“ sind bei weitem am ehesten von Lupus betroffen
  • du hast afroamerikanische, asiatische oder indianische Wurzeln
  • Diese Menschengruppe entwickeln Lupus zwei- bis dreimal häufiger als Kaukasier,
  • du ernährst dich schlecht (nicht artgerecht) und hast Nährstoffmangel
  • du hast Verdauungs-Probleme, zum Beispiel ein Leaky Gut
  • Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten
  • Entgiftungsprobelme oder erhöhten Kontakt mit Toxinen
  • Einen Hintergrund mit Infektionen und anderen Autoimmunerkrankungen

Welche Symptome weist auf Lupus hin?

Lupus verursacht Symptome sowohl direkt (durch Entzündung) als auch indirekt durch eine Verschlechterung des Stressystems. Daher dauert es oft eine Weile, bis eine Lupusdiagnose korrekt erfolgt.

Bluttests werden oft angeordnet, die nach spezifischen Antikörpern suchen, um die Diagnose des Lupus zu bestimmen. Dazu gehören solche Antikörper, die auch als Anti-dsDNA2)http://www.laborberlin.com/leistungsverzeichnis.html?k=5&ue1=147&u=3272&index= bezeichnet werden und antinukleäre Antikörper3)https://www.gesundheit.gv.at/labor/laborwerte/autoimmun/antinukleaere-antikoerper. Wenn du häufig unter einigen der folgenden Symptome leidest, dann solltest du definitiv auf Lupus untersucht werden.

Darüber hinaus leiden oftmals Lupuspatienten unter Symptome wie:

  • Angst,
  • Depressionen,
  • Gedächtnisverlust und
  • Schlaflosigkeit

Zum Teil, weil Lupus Nervenschäden am Rückenmark und Entzündungen des Gehirns verursachen kann, aber auch, weil der Kampf gegen Lupus sehr hart sein kann.

Zu den häufigen Symptomen von Lupus gehören4)http://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/lupus/basics/symptoms/con-20019676

  • chronische Müdigkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen,
  • Schwellungen und Ödeme
  • Atembeschwerden und Brustschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Depressionen und Angstzustände
  • schlechtes Sehen und trockene Augen,
  • Wunden an Mund & Nase
  • Geschwüre
  • schlechtes Gedächtnis
  • höheren Risikos für Bluthochdruck und Herzerkrankungen, Nierenschäden, Lungenschäden, Infektionen, Anfälle und Schlaganfälle.

Welche Symptome bei Lupus

Konventionelle Behandlung von Lupus: Risiken und Nebenwirkungen

Lupus wird in der Regel von Schulmedizinern und Rheumatologen mit einer Kombination aus Rezepten und Lebensstilveränderungen behandelt. Manchen Patienten werden zahlreiche Medikamente auf einmal verschrieben und es wird gesagt, dass es eine Weile dauern wird, da man mit der Mixtur der Medikamente erste einmal etwas experimentieren müsse, um die Symptome unter Kontrolle zu bringen.

Dies kann viel Angst bereiten. Auch sind viele Nebenwirkungen bekannt.

Folgende Medikamente werden bei Lupus häufig verschrieben5)http://www.lupus.org/answers/entry/medications-to-treat-lupus

Immunsuppressive Medikamente:

Zu diesen Medikamenten gehören Cyclophosphamid6)http://www.drugs.com/cdi/cyclophosphamide.html7)https://www.netdoktor.de/medikamente/cyclophosphamid/ (Cytoxan®), Methotrexat8)https://www.nlm.nih.gov/medlineplus/druginfo/meds/a682019.html9)https://www.mondosano.de/ratgeber/rund-um-den-koerper/methotrexat/ (Rheumatrex®) und Belimumab10)https://www.drugs.com/benlysta.html11)https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-39-2011/belimumab-als-zusatztherapie-bei-lupus-erythematodes (Benlysta®).

Sie werden verwendet, um Entzündungen und das überaktive Immunsystem zu kontrollieren. Während sie Schmerzen und Entzündungen lindern können, können sie auch viele schwerwiegende Nebenwirkungen verursachen. Immunsuppressive Medikamente reduzieren die Fähigkeit des Körpers, Infektionen und Viren abzuwehren und können sogar das Krebsrisiko erhöhen.

Sie können auch Nebenwirkungen, wie Nierenprobleme, Blasenprobleme, Haarausfall, unregelmäßige Perioden, Lungenschäden, Pankreatitis und eine allergische Form der Hepatitis und Sonnenempfindlichkeit verursachen.

Antirheumatika:

Ein Medikament, das zuerst für Malaria, Hydroxychloroquin12)https://www.rheumatology.org/I-Am-A/Patient-Caregiver/Treatments/Hydroxychloroquine-Plaquenil13)https://www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Hydroxychloroquin_3297 (Plaquenil®) verwendet wird, wird zur Behandlung von rheumatoider Arthritis, einigen Lupussymptomen, Arthritis und anderen Autoimmunerkrankungen verwendet.

NSAID Schmerzmittel:

NSAID bedeutet non-steroidal anti-inflammatory drugs; auf Deutsch: nichtsteroidalen Antirheumatika. Diese Medikamente werden oft bei Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und anderen Epfindlichkeiten eingesetzt.

NSAIDs können süchtig machen und Nebenwirkungen verursachen, wie zum Beispiel Nieren- und Leberschäden. Falls du jetzt denkst, NSAID sind Medikamente, welche man verschreiben muss, dann muss ich dich eintäuschen, da Asperin, Ibuprofen & Diclofenac14)https://www.navigator-medizin.de/schmerztherapie/die-wichtigsten-fragen-und-antworten-zu-schmerz/schmerzmedikamente-und-ihre-wirkung/nsaid-ass-aspirin-diclofenac-ibuprofen.html teilweise wie Bonbons gefuttert werden.

Steroide:

Dazu gehören Prednison und Hydrocortison15)http://www.rxlist.com/hydrocortisone-side-effects-drug-center.htm16)https://www.netdoktor.de/medikamente/hydrocortison/, die zur Verringerung von Schwellungen, Schmerzen, Hautausschlägen und Entzündungen eingesetzt werden. Sie können viele verschiedene Nebenwirkungen verursachen, darunter

  • Gewichtszunahme,
  • ein geschwollenes Gesicht,
  • hormonelle Veränderungen,
  • Akne,
  • ein höheres Risiko für Knochenschwund und
  • Stimmungsschwankungen, wie Reizbarkeit, Unruhe, Erregbarkeit, Schlaflosigkeit oder Depression.

Blutdruckmedikamente und Antikoagulantien:

Diese werden zur Behandlung von Problemen mit Blutgerinnung und Blutdruckveränderungen eingesetzt. Nebenwirkungen können lebensbedrohlich sein und umfassen erhöhte Blutungen, niedrigen Blutdruck, Schwäche und Herzprobleme. Ein gängiges „Medikament“ ist ASS – Acetylsalicylsäure, welches in Aspirin enthalten ist.

Synthetische Hormone und Antibabypillen:

Diese werden manchmal verwendet, um Hormone zu regulieren und Nebenwirkungen anderer Medikamente zu bekämpfen. Gleichzeitig ist die Liste der Nebenwirkungen sehr lang:

  • Endometriose,
  • Blutgerinnungsprobleme,
  • Gewichtszunahme und viele mehr.

Die Antibabypille spielt in der heutigen Zeit leider noch immer eine große Rolle. Wenn man sich die Gründe anschaut, warum sie verschrieben wird17)https://www.apotheken.de/krankheiten/hintergrundwissen/10384-antibabypille:

  • Akne
  • Zyklusstörungen
  • PMS

Du wirst jetzt vielleicht lachen, aber jetzt bin ich ein Mann und kenne diese Probleme nur von Klientinnen & Seminarteilnehmern. Wenn wir das Ganze mal umdrehen würden, dann sollte vielleicht auch jeder 14 jähriger Knabe eine Hormonkur unterzogen werden. Der Hormonmhaushalt ist ein sehr empfindliches Konstrukt und dein gesamter Körper ist von ihnen abhängig. Die Frage tatsächlich, ob die „präventive“ Hormonbeeinflussung auf kurzer und langer Sicht nicht mehr Probleme macht.

Das wird aber mal ein separater Artikel. Eines aber noch: Wenn ich Vorträge zu Hormonbalance halte, dann oftmals ,mit 90%iger Frauenquote und 90% verdutzte Augen, wenn man den Hormonhaushalt mal aufzeigt, wie & warum Hormonstörungen entstehen.

Lupus Medikamente & Nebenwirkungen

Was sollte man nicht essen bei Lupus?

Einige Lebensmittel, die zu Lupus beitragen und die Symptome von Autoimmunerkrankungen verschlimmern können, sind:

Gluten:

Gluten ist eine Proteinart, die in Weizen, Gerste, Roggen und den meisten mehlhaltigen Produkten vorkommt. Glutenunverträglichkeit ist weit verbreitet, auch wenn man es noch nicht ganz spürt.

Hier spielt tatsächlich auch die tägliche Dosis eine Rolle. Viele essen die gleichen „Lebensmittel“ nur in anderer Form: Frühstück gibt es Cerialien, MIttag Pasta zwischen durch Kuchen und abends Abend“Brot“. Ein entzündeter Darm (Leaky Gut) und ein aktives Immunsystem lassen grüßen!

Trans-Fette und manchmal gesättigte Fette: 

Diese Fette sind in Fast Food, vielen frittierten Lebensmitteln und verpackten Lebensmitteln enthalten und können zu Entzündungen und Herzproblemen führen. Einige Menschen mit Lupus haben es schwer, gesättigte Fette zu verstoffwechseln und sollten Käse, rotes Fleisch, cremige Lebensmittel und verarbeitete Lebensmittel nicht essen

Zu viel Zucker kann das Immunsystem über stimulieren und Schmerzen verstärken

Natriumreiche Lebensmittel:

Da Lupus die Nieren schädigen kann – in der Tat ist Lupusnephritis eine Art Nierenerkrankung, die durch systemischen Lupus erythematodes verursacht wird – ist es am besten, den Natrium- und Salzgehalt niedrig zu halten, um Flüssigkeitseinlagerungen, verschlimmerte Schwellungen und Elektrolytungleichgewichte zu verhindern.

Alkohol und zu viel Koffein: 

Diese können die Angst verschlimmern &  die Entzündung, die Leber zusätzlich belasten, die Schmerzen erhöhen, zu Wasserverlust führen &  somit schlafbezogene Probleme verursachen.

Bestimmte Hülsenfrüchte:

  • Alfalfasamen und -sprossen,
  • grüne Bohnen,
  • Erdnüsse,
  • Sojabohnen und
  • Zuckererbsen

enthalten eine Substanz, die bei einigen Patienten (wenn auch nicht bei allen) Lupusschübe auslöst. Negative Reaktionen bei bestimmten Patienten werden vermutlich durch die Aminosäure L-Canavanin verursacht18)http://www.lupus.org/magazine/entry/abcs-of-nutrition19)https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/l-canavanin/1467.

Es ist auch sehr wichtig, nicht zu rauchen und keine Drogen zu konsumieren. Diese können Lungenschäden und Entzündungen erheblich verschlimmern, was zu Komplikationen wie z.B. Infektionen führt.

Wie behandelt man Lupus natürlich?

Laut der Lupus Foundation of America sowie dem Lupus Research Institute (LRI) wenden sich die Menschen verschiedenen natürlichen Therapien und alternativen Medikamenten zu, um ihre Symptome zu behandeln Welche sind die besten zur Behandlung von Lupus? Nun, wenn man sich die Lupusforschung ansieht, können dies verschiedene sin:

  • die Homöopathie
  • den Gebrauch von Kräutern
  • die traditionelle chinesische Medizin (wie Akupunktur und Tai-Chi),
  • Ayurveda und Yoga
  • Naturheilkunde
  • Massagetherapie
  • Meditation

Natürlich sollte man auch schauen, die Ursache zu fassen zu kriegen, warum der Körper sich diese Krankheit „ausgesucht“ hat.

1. Eine Entzündungshemmende Ernährung bei Lupus

Forschungen zeigen, dass eine gesunde, unverarbeitete Ernährung sehr wichtig für die Behandlung von Lupus (überhaupt für die Gesundheit) ist, da sie hilft,

  • Entzündungen zu kontrollieren, die auf eine schlechte Darmgesundheit zurückzuführen sind,
  • das Risiko für Komplikationen wie Herzkrankheiten reduziert,
  • Kraft und Energie aufbauen hilft und
  • Nebenwirkungen von Medikamenten reduziert20)http://www.webmd.com/lupus/guide/nutrition-lupus

Die besten Lebensmittel für Lupus sind:

Unverarbeitete Lebensmittel:

diese helfen, die Exposition gegenüber synthetischen Zusatzstoffen, Toxinen oder Pestiziden in nicht-biologischen Lebensmitteln zu reduzieren

Rohgemüse: reduziert Entzündungen und verbessert die Verdauung

Wildfisch: liefert dir  Omega-3-Fette, um Entzündungen, das Risiko für Herzerkrankungen und Schmerzen zu reduzieren. Halte dich hier an den Siegeln MSC & ASC. Auch empfehle ich dir jungen Fisch. Also Fische, die nicht so groß werden und nicht so viele andere Fische fressen: Lachs, Sardinen, Hering, Makrele und Heilbutt sind gute Quellen. (6)

Antioxidantien (Gemüse, Obst, Barfuß laufen): Dazu gehören Blattgemüse, Knoblauch, Zwiebeln, Spargel, Avocado und Beeren. Diese Lebensmittel sind reich an Ballaststoffen, Vitamin C, Selen, Magnesium und Kalium, um Schäden durch freie Radikale zu verhindern.

Seit 2014 bin ich nun Barfuß unterwegs und bei meiner Seminarreihe „Natürlich  unterwegs“ gehe ich unter anderem auch auf das Thema „Grounding“ ein. Wir können Elektronen über den Boden aufnehmen. Vorausgesetzt du bist in der Natur (feuchtes Gras, ein See, etc.).

Knochenbrühe: Tut dem gesamten Körper gut!

Bestimmte Lebensmittel können auch helfen, Hautreizungen und Trockenheit zu lindern, die sehr häufig mit Lupus in Verbindung gebracht werden. Lebensmittel, die helfen, die Haut von innen heraus mit Feuchtigkeit zu versorgen, sind:

  • Avocados
  • Walnüsse und Mandeln (auch gute Quellen für Ballaststoffe)
  • Kokosöl und Olivenöl
  • Melonen

Ernährung bei Lupus

2. Training bei Lupus

Laut einer Studie, die im Journal of the Arthritis Health Professionals Association veröffentlicht wurde, ist es wichtig, regelmäßig Sport zu treiben, um Lupus aus vielen Gründen zu behandeln.

  • Bewegung senkt Stress,
  • hilft bei der Schlafqualität,
  • stärkt Herz und Lunge,
  • kräftigt Knochen,
  • senkt Gelenkschmerzen,
  • verbessert  die Beweglichkeit
  • und senkt das Risiko für weitere Komplikationen21)http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14635294

Untersuchungen des National Institute of Physical Activity and Sports Science in Spanien haben ergeben, dass „körperliche Bewegung ein nützliches Instrument zur Verbesserung der kardiovaskulären Fitness, zur Verringerung von Stoffwechselanomalien und Müdigkeit sowie zur Verbesserung der Lebensqualität bei Menschen mit Lupus ist“22)http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17283578.

Da Lupus chronische Müdigkeit, Elektrolytungleichgewichte und Anämie verursachen kann, ist es wichtig, langsam zu beginnen und sich nicht zu überanstrengen. Gönn dir zwischen den Trainingstagen genügend Erholung. Zügiges Gehen, Schwimmen, Wasseraerobic, Tai Chi, Yoga, Radfahren, Pilates oder andere Aktivitäten können natürlich jeder Zeit gemacht werden.

Training mit Lupus

3. Stressreduzierung bei Lupus

Die Forschung zeigt, dass psychischer und emotionaler Stress Lupus (und andere Autoimmunerkrankungen) auslösen oder durch erhöhte Entzündungsreaktionen zu einem Schub führen kann23)http://www.lupus.org/answers/entry/is-stress-related-to-lupus.

Der systemische Lupus erythematodes kann auch sehr unvorhersehbar sein und Veränderungen im zentralen Nervensystem verursachen, was zu schweren psychischen Belastungen und Ängsten führt24)http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15611711.

Es gibt so viele verschiedene Anti-Stress-Möglichkeiten. Persönlich habe ich einen Stressfragebogen entwickelt, welcher die aktuelle Ursache für den Stress sucht. Natürlich funktionieren Meditation, Yoga, PMR und Akupunktur auch und können eine Möglichkeit sein.

Andere Möglichkeiten, Stress zu bewältigen, sind Zeit in der Natur zu verbringen, Atemtechniken, Bewegung, Gebete, Führung eines Tagebuchs, Lesen, Beitritt zu einer Selbsthilfegruppe, Besuch eines Therapeuten und die Verwendung von ätherischen Ölen.

4. Der unterschätze Schlaf

Studien, die im International Journal for Clinical Rheumatology veröffentlicht wurden, haben gezeigt, dass 53 Prozent bis 80 Prozent der Lupuspatienten Müdigkeit als eines ihrer Hauptsymptome angegeben haben25)https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3380630/.

Da Müdigkeit ein riesen Thema für viele Menschen mit Lupus ist (auch für andere Menschen ein riesen Thema), ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um sicherzustellen, dass du jede Nacht genügend Schlaf in guter Qualität bekommst

Ein Problem ist, dass Schlaflosigkeit auch eine Nebenwirkung des Lupus sein kann. Aufgrund erhöhter Angstzustände, aber auch der Schlafstörungen an sich.

Tipps zur Reduzierung und Behandlung von Müdigkeit bei Lupus:

  • geh zur gleichen Zeit immer ins Bett
  • jede Stunde vor Mitternacht zählt doppelt!
  • lüfte dein Schlafzimmer vor und nach dem Schlafen
  • 16 bis 19 Grad Celsius sollte es sein.
  • vermeide künstliches Licht
  • kein Handy oder andere elektrischen Geräte im Schlafzimmer (ich schalte jeden Abend überall in der Wohnung den Strom aus – außer in der Küche)
  • entwickel eine Schlafroutine
  • führe ein Tagebuch, um alle Gedanken aus dem Kopf zu schreiben (stell dir eine Stoppuhr auf 5 Minuten und schreibe alle Gedanken auf ein Blatt Papier oder in ein Journal)
  • positive Gedanken vor den Schlafengehen
    • notiere dir 3 Dinge, welche dich dankbar machen vor dem Schlafengehen
  • kuscheln & Liebe machen

5. Sensible Haut bei Lupus angehen

Kutaner Lupus erythematodes ist die Art von Lupus, die eine breite Palette von dermatologischen Symptomen umfasst. Studien zeigen, dass bis zu 90 Prozent der Menschen mit Lupus Hautausschläge und Legionen entwickeln, darunter einen „schmetterlingsartigen“ Ausschlag, der Wangen und Nase bedeckt26)http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3927537/. Auch bekannte Stars27)https://www.gala.de/stars/news/starfeed/selena-gomez–auch-diese-stars-haben-lupus-20255032.html28)https://www.healthline.com/health/celebrities-with-lupus#10, wie

  • Selena Gommez
  • Lady Gaga
  • Seal
  • Toni Braxton
  • Die Kinder von John Wayne und Snoop Dogg sind von Lupus betroffen

Es ist möglich rote Haut, Juckreiz, offene Stellen und eine sehr hohe Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Lichtempfindlichkeit) zu entwickeln.

Hautausschläge im Zusammenhang mit Lupus werden durch eine zugrunde liegende entzündliche Reaktion verursacht. Es ist wichtig, empfindliche Haut vor Reizungen und auch vor der Sonne zu schützen, wenn die Haut Anzeichen von Ausschlag, Nesselsucht oder Rötungen zeigt. Bestimmte Chemikalien in Haushalts- oder Kosmetika (wie Lotionen, Waschmittel und Make-up) können Hautentzündungen verschlimmern und Trockenheit und Juckreiz verstärken.

Tipps zur Heilung und zum Schutz empfindlicher Haut, die durch Lupus verursacht wird, sind unter anderem:

  • verwende einen Luftbefeuchter in deinem Schlafzimmer, um deine Haut feucht zu halten
  • wechsel von herkömmlichen Schönheits- und Haushaltsprodukten zu solchen, die biologisch sind und aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Kokosöl, Jojobaöl, Sheabutter und ätherischen Ölen hergestellt werden
    • verwende die Apps „Codecheck“ & „ToxFox“
  • konsumiere viel Vitamin E oder verwende eine Ergänzung.
  • Vermeiden das Tragen von Parfüms & Duftlotionen

6. Supplemente bei Lupus

Zu den Nahrungsergänzungsmitteln, die helfen können, Nährstoffmangel und Entzündungen zu reduzieren, gehören:

Omega-3-Fischöl (2.000 Milligramm täglich):

EPA & DHA in Fischöl sind entscheidend für die Reduzierung von Entzündungen. Eine Studie aus dem Jahr 2016 an weiblichen Mäusen ergab, dass der Verzehr von DHA die Symptome des Lupus gestoppt hat, ausgelöst durch kristallines Siliziumdioxid um 96 Prozent29)https://medical-diag.com/11483-omega-3-could-help-prevent-environmentally-induced-lupus30)http://www.newswise.com/articles/view/661865/?sc=mwhn

DHEA (200 Milligramm täglich):

DHEA kann helfen, die Symptome zu verbessern. Dies aber immer in Absprache mit deinem Arzt bzw. Therapeuten! DHEA ist ein Steroidhormon. Wie Cortisol und die Sexualhormone wird es vom Körper mit Cholesterin als Hauptbaustein produziert. Der größte Teil dieser Produktion findet in den Nebennieren statt, kleine Strukturen, die oben auf den Nieren am Hinterleib sitzen.

Geringere Mengen werden auch im Darmtrakt und im Gehirn hergestellt. Der größte Teil des DHEA im Blutkreislauf zirkuliert in Form eines Derivats, DHEA-Sulfat (DHEAS). Der Darm wandelt DHEA-Ergänzungen auch in DHEAS um, bevor das Hormon ins Blut gelangt. Da DHEA und DHEAS so eng miteinander verwandt sind und vom Körper ineinander umgewandelt werden können, ist es sinnvoll, sie zusammen als DHEA zu betrachten.

Vitamin D3 (2.000-5.000 IE täglich):

Kann helfen, das Immunsystem zu modulieren und die Depression zu verringern. Auch wichtig für den Hormonhaushalt und die Knochengesundheit zusammen mit Calcium31)http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2902729/. Bevor du aber Vitamin D kaufst dun irgendwelche Dosen nimmst (die oben angegebenen Dosen können zu niedrig sein), emfehle ich dir einen Vitamin D Test zu machen!

Beim Vitamin D Test drauf achten, dass 25-Hydroxy-VitaminD3 bzw. 25(OH)D3) getestet wird.

  • Optimal sind hier Werte zwischen 50-90ng/ml (Nanogramm pro Milliliter) bzw.  ug/l (Mikrogramm pro Liter) bzw. je nach Labor werden die Werte auch manchmal in Nanomol pro Liter angegeben – hier sollten deine Werte zwischen 125-225nmol/l liegen.

MSM (2.000-8.000 Milligramm täglich):

Ein natürliches entzündungshemmendes Mittel, das die Verdauungssymptome verbessern kann

7. Behandlung von Schmerzen und Entzündungen bei Lupus

Natürlich Essenzielle Öle und Aromatherapie:

Zu den ätherischen Ölen für Lupus gehören

  • ätherisches Weihrauchöl (das bei der Reduzierung von Entzündungen wirksam ist, dreimal täglich in Wasser, in Honig oder in Kapselform einnehmen),
  • Helichrysum Öl (unterstützt das Nervensystem und kann bei der Umkehrung von Autoimmunreaktionen helfen, innerlich oder im Halsbereich),
  • Lavendel- und Geranien Öle (zur Behandlung von Hautentzündungen, zur Zugabe von drei Tropfen zu Trägeröl und zum Einreiben in die Haut) und
  • Ingweröl (für Verdauungsprobleme, zwei- bis dreimal täglich drei Tropfen innerlich einnehmen).

Physiotherapie & entsprechende Training: kann helfen, Wirbelsäulenprobleme zu korrigieren, Kopfschmerzen zu behandeln und Rückenschmerzen oder Gelenkschmerzen zu reduzieren.

Yoga und Stretching:

Laut John Hopkin’s University, „Yoga fördert auch einen meditativen Fokus, ein erhöhtes Körperbewusstsein und Achtsamkeit und einige Beweise deuten darauf hin, dass Yoga helfen kann, Entzündungsmediatoren wie C-reaktives Protein und Interleukin-6 zu verringern“32)http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4415519/

Entgiftungsbäder mit Bittersalzen

Akupunktur: wirksam bei der natürlichen Behandlung chronischer Schmerzen

Massagen: kann helfen, Stress, Muskelspannung und Schwellungen zu reduzieren

Meditation: kann Menschen helfen, besser mit Stress, Depressionen und chronischen Spannungen oder Schmerzen umzugehen.

Fußnoten   [ + ]

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Carsten Wölffling
Über den Autor
Carsten Wölffling ist Coach für natürliche Gesundheit, Performance & Happiness. Seit 2007 geht es den Fragen "warum" & "wie" & dem Biotop des Menschen auf den Grund. Warum wird der Mensch krank, nicht richtig glücklich & bekommt die PS nicht auf die Straße. Wie kannst du das ändern? Er ist der Gründer von Functional Basics & dem monatlichen Gesundheitsevent "Health Meeting" & ist Keynote Speaker rund um die Themen artgerechte Gesundheit & Biohacking. Seit 2014 ist er barfuß unterwegs & unterstützt erfolgreich Menschen ihre großen Ziele zu erreichen.
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