Paleo Erfolg: Weniger ist mehr Lebensqualität!

Paleo Erfolg: Weniger ist mehr Lebensqualität!

Manche Menschen lassen sich durch Wissenschaft überzeugen und manche durch echte Erfahrungen. So kam mir die Idee, Menschen auf meinem Paleo Blog zu Wort kommen zu lassen, denen Paleo bereits geholfen hat.

In diesem Artikel ist Andreas (25) dran. Er hat den Paleo Lifestyle quasi inhaliert und baut sogar eigenes Gemüse an – chapeau!

Und er versucht mit ein paar Gewohnheiten seinen Plastikkonsum gering zu halten.

Das sagt Andreas über seinen Paleo Lifestyle

In meiner „Ich-will-jetzt-leben“-Phase bestand mein Tag hauptsächlich daraus, nach einer viel zu kurzen Nacht mit mäßig gutem Schlaf aufzustehen, kurz eine Schüssel billiger Cornflakes zu verdrücken und zur Arbeit zu gehen, um da dann nach nicht mal 2 Stunden das 2. Frühstück einzunehmen. (Anm. von Iris: Wie man es besser machen kann: Intermittierendes Fasten oder auch hier zum Powerfrühstück)

So ging der Tag mit ein paar kleinen Snacks zwischen den hastig verschlungenen Hauptmahlzeiten dem Ende zu.

Abends dann entweder noch das ein oder andere Bierchen oder Cola trinken oder auf dem Sofa noch eine „gute“ Tüte Chips neben dem Fernsehen. Fertig.

Die Wochenenden liefen ähnlich, nur ein wenig „wilder“ ab.

Irgendwann bekam ich, mehr zufällig, das Buch „Die Suppe lügt“ von Hans-Ullrich Grimm  in die Finger – das habe ich schneller verschlungen als eine Tafel billiger Schokolade. (Anm. von Iris: Auch eins meiner Lieblingsbücher, unbedingt lesen!)

Einmal mit dem Thema „Ernährung“ und vor allem „Was esse ich eigentlich?“ beschäftigt, stieß ich im Internet zuerst auf Felix Olschewskis „Urgeschmack“ und so auch auf Paleo und weitere Blogs, Websites etc. hierzu.

Nach ein paar weiteren Lektüren zur Ernährung, der Lebensmittelindustrie, Zucker usw. war klar: Das will ich mir nicht länger antun!

So hat sich nach und nach mein Leben gewandelt, angefangen damit, das Mittagessen zur Arbeit mitzunehmen, mittlerweile beim Einkochen/Einmachen von ganzen Mahlzeiten, Gemüse, Wurst usw. angelangt.

Und es gibt immer wieder Neues zu entdecken: Gerade versuche ich mich am Fermentieren. Der einfache Einstieg ist mir über Sauerkraut gelungen.

Spannend war sowohl für mich als auch die Menschen in meiner Umgebung, die Veränderungen in meinen Leben zu beobachten.

Veränderungen in Form von der Erkenntnis, dass es sich mit 2-3 Mahlzeiten völlig ohne Hungergefühl durch den Tag kommen lässt.

Aber auch Veränderungen in Form einer verbesserten Fitness oder, und das ist wohl das am meisten beeindruckende, für ein bewussteres, glücklicheres und genussvolleres Leben!

Paleo ist für mich keine „Erscheinung“ oder „Diät“.

Es ist für mich mehr eine Philosophie, die sich in allen Lebensbereichen widerspiegelt – Nachhaltigkeit beim Konsum, Kochen, Essen usw.

Das Kochen macht unglaublich viel Spaß, genauso das Einkaufen beim Gärtner und Bauer um die Ecke, die Familie und Freunde mit den Leckereien zu überraschen und für das Thema zu begeistern.

Meine gesamte Lebensqualität ist um ein vielfaches gestiegen – ich genieße und lebe jetzt viel mehr als je zuvor.

Dazu kommen viele weitere positive Auswirkungen, wie z.B. die super tolle Haut ohne Cremes oder sonst irgendwas; das unglaublich gestärkte Immunsystem; der jetzt total erholsame Schlaf; das fehlende „Völle-Gefühl“ sowie das „Suppen-Koma“ nach dem Essen; der Austausch mit verschiedenen Gruppen – so könnte ich ewig weiter machen.

Es macht einfach unheimlich viel Spaß, auch gibt es täglich etwas Neues zu lernen, auszuprobieren und zu entdecken.

Ich freue mich auf die kommende Zeit mit Paleo und mit einer Motivation die immer wieder von alleine entfacht und verstärkt wird.

Unser Kurzinterview: 6 Fragen an Andreas

#1 Wie bist du auf Paleo aufmerksam geworden?

Zunächst bin ich über Metabolic Balance dazu gekommen, mein Essen selbst zu kochen. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nichts von Paleo gehört, sonst hätt ich diesen Zwischenschritt vom „Industrie-Massen-Futter-Junkie“ zum „Genießer echter LEBENSmittel“ wohl nicht gebraucht.

Auf der Suche nach Rezepten bin ich so nach und nach immer wieder auf einige Paleo-Blogs gestoßen. Da die Rezepte von diesen Blogs sooooo lecker und gleichzeitig oft auch unkompliziert waren, habe ich mir das Thema „Paleo“ mal ein bisschen genauer angeschaut – Da wurde ich dann „infiziert“ 🙂

 #2 Was ist dein Paleo Lieblingslebensmittel?

Mein Paleo Lieblingslebensmittel ist saisonabhängig, im Winter/Frühjahr ist das wohl die Pastinake und/oder Topinambur (dieser sogar aus Eigenanbau *g*).

Im Sommer freue ich mich natürlich über die leckeren Erdbeeren aus dem Garten bzw. vom Gärtner um die Ecke.

#3 Was ist dein Paleo Lieblingsrezept?

Auch das ist bei mir saisonal unterschiedlich. Zur Zeit habe ich mich in Rouladen mit Selleriepüree und Pastinaken-Pommes „verliebt“ 😉

#4 Was ist dir bei der Umstellung auf Paleo besonders schwer gefallen und hast du eine Lösung gefunden?

Hm, ich muss ganz ehrlich sagen: So schwer ist es mir gar nicht vorgekommen, aber das ist natürlich im Nachhinein betrachtet immer leicht gesagt ;).

Durch die Bücher u.a. von Hans-Ulrich-Grimm war mir schnell klar, dass ich kein Industrie-Essen mehr zu mir nehmen will, weitere Literatur zum Thema Zucker und dessen Auswirkungen haben auch einen großen Teil dazu beigetragen.

Was aber der Hauptmotivator war (und natürlich immer noch ist) und was die Umstellung so vereinfacht hat, sind die enormen Vorzüge, die Paleo mit sich bringt. Von der Gesundheit über den Schlaf bis zur insgesamten Lebensqualität.

#5 Was gehört für dich noch zum Paleo Lifestyle (Sport? Natur? Was machst du um natürlicher zu leben?)

Ich war noch nie „der große Sportler“ und das bin ich auch mit Paleo nicht geworden.

Allerdings bewege ich mich sehr gerne, das heißt ich mache Yoga und gehe sehr gerne spazieren, arbeite im Garten etc.. Hauptsache raus 😀

Mir persönlich ist eine saisonale & regionale Ernährung wichtig, das bedeutet Wintergemüse im Winter, auch das ist sehr abwechslungsreich und bietet viele, viele Möglichkeiten.

Im Sommer freue ich mich natürlich dann an den regionalen Gemüsen/Obstsorten, die es im Winter nicht gibt. Ich esse Äpfel aus der Umgebung, die sind qualitativ hochwertiger, frischer und viel leckerer, als ein Apfel, der erstmals um die halbe Welt gereist ist.

Ich bin immer wieder überrascht und kann schlicht nicht verstehen, warum man importiertes Gemüse/Obst kaufen sollte, wenn es das gleiche Produkt in viel besserer Qualität und dazu auch noch nachhaltiger und umweltbewusster aus der eigenen Region gibt?!

Auch versuche ich so gut es geht, Müll zu vermeiden, ich mache mir da fast eine kleine „Challenge“ draus – macht echt Spaß und tut gut zu sehen, wie man doch mit einfachen Mitteln (z.B. bewusstem Konsum) der Umwelt und damit natürlich auch uns selbst etwas Gutes tun kann :).

Meine Vesperboxen z.B. sind aus Glas, ich trinke Leitungswasser und mein Gemüse hole ich beim Gärtner bzw. auf dem Markt mit einem Korb.

#6 Welche Fragen hast du zu Paleo noch, bei denen ich dir helfen könnte?

Andreas Frage: Dazu muss ich auch ein kleines bisschen ausholen.

Ich selbst esse schon eine Weile gar nicht mehr süß, bzw. eben die natürliche Süße aus dem Obst, welches es gerade so gibt.

Honig, Ahornsirup usw. ist mir viiieeeel zu süß, deshalb gibt es das in meinem Haushalt auch gar nicht.

Mein „Nachtisch“, den ich mir so gönne besteht meist einfach aus einem Apfel oder im Sommer z.B. aus Beeren.

Für meine Kaffee-Gäste versuche ich dann aber doch, ein bisschen was „Besonderes“ anzubieten, z.B. in Form von Nuss-Keksen oder Muffins etc. Um diese Leckereien meinen Gästen ein bisschen zu versüßen, verwende ich Apfelmus (optimaler Weise selbst gemacht, ansonsten halt gekauft, gibt es ja auch aus Äpfeln aus Deutschland und ohne Zucker, Konservierungsstoffen oder sonstigem „Gift“).

Vielleicht hast du da ein paar Ideen, was ich den Gästen leckeres bieten könnte, was diese womöglich sogar ein bisschen zu Paleo inspiriert?

Meine Antwort: Ich halte es mit Naschereien eher so wie Andreas.Bei uns kommt bis auf Obst auch nichts Süßes auf den Tisch.

Eben nur zu besonderen Anlässen oder eben wenn ich Gäste habe.

Auf meinem Blog habe ich einige Rezepte für Leckereien genau für solche Anlässe gepostet. Einige meiner Lieblingsrezepte sind:

Die obigen Rezepte habe ich bereits den strengsten Paleo-Kritikern serviert und sie haben ihnen geschmeckt und sich damit bewährt.

Vor allem bei Schokoladen-Fans kam das Mousse au Chocolat klasse an. Dabei sind meine Gäste nie auf die Idee gekommen, dass dort als Zutat Avocado enthalten ist.

Ich serviere gerne ohne unbedingt zu betonen, dass das Essen Paleo ist.

Wenn’s natürlich Lob gibt, verrate ich es und dann sind die nicht-Paleolaner immer ganz überrascht – und zwar positiv, womit du die beste Wirkung erzielst, wenn es darum geht, für Paleo zu begeistern und zu inspirieren.

Möchtest du auch gerne deine Paleo Erfahrungen mit mir und meinen Lesern teilen? Dann schreib mir an iris@paleolifestyle.de!

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Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
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