Paleo Erfolg: Mehr Lebensqualität und kein Kalorienzählen

Paleo Erfolg: Mehr Lebensqualität und kein Kalorienzählen

Manche Menschen lassen sich durch Wissenschaft überzeugen und manche durch echte Erfahrungen. So kam mir die Idee, Menschen auf meinem Paleo Blog zu Wort kommen zu lassen, denen Paleo bereits geholfen hat.

In diesem Artikel lasse ich Ramona zu Wort kommen.

Das sagt Ramona über den Paleo Lifestyle

Ich bin 48 Jahre alt, 160 cm hoch, normalgewichtig und leidlich fit.

Der Paleolifestyle begleitet mich seit September 2014.

Was ist seitdem passiert?

Nun, sicher nichts Weltbewegendes für die Menschheit, aber für mich das Beste überhaupt:

Mehr Lebensqualität!

Meine Haut ist ruhiger (Rosacea mit Couperose), mein Körpergefühl angenehmer und – das Wichtigste überhaupt – mein Essverhalten darf ich als gelassener bezeichnen.

Ich habe in meinem Leben Gewichtsschwankungen von 47 bis 95 kg (Schwangerschaft) durchlebt, fast immer auf mein Gewicht achten und mir Gedanken über Menge und Kaloriengehalt der Lebensmittel machen müssen.

Inzwischen bin ich bei 62-63 kg und fühle mich super.

Seit Paleo genieße ich das Essen, zähle keine Kalorien mehr (das war in den vergangenen 3 Jahren ein Zwang), achte bewusst auf die Herkunft meines Essens und bin einfach entspannter im Umgang damit.

Fleisch aus artgerechter biologischer Haltung gibt mir beim Essen das Gefühl, es wirklich mit Genuss essen zu können, der Gedanke an die geringeren Düngemittel im Bio-Obst und -Gemüse fühlt sich einfach besser an.

Die Auswahl an Lebensmitteln ist zwar deutlich geringer geworden, dies ist aber ein Gewinn, kein Verlust.

Schokolade und andere normale Süßigkeiten z.B. haben kein Eigenleben mehr (sie sprachen sonst in den Supermärkten regelrecht mit mir: nimm mich mit…), Zucker fühlt sich im Mund leicht brennend an (ich nehme ihn nur noch in Form von Globuli bei gesundheitlichen Problemen zu mir), ich würze mein Essen deutlich sparsamer, mag den puren Geschmack der Lebensmittel inzwischen deutlich lieber.

Mein Fazit: Verzicht als Genuss mit gutem Gefühl, das ist für mich Paleo.

Unser Kurzinterview: 6 Fragen an Ramona

#1 Wie bist du auf Paleo aufmerksam geworden?

Definitiv im Internet, leider weiß ich nicht mehr, über welche Plattform/Seite ich auf Paleo aufmerksam wurde.

#2 Was ist dein Paleo Lieblingslebensmittel?

Kokosöl der Ölmühle Solling, davon verbrauche ich jeden Monat ein großes Glas mit 1000 ml Inhalt, ich liebe es im Morgen- und Mittagskaffee.

#3 Welches ist dein Paleo Lieblingsrezept?

Kokosöl-Kaffee – der muss jeden Tag sein!

Im Winter:
Rote-Bete-Suppe aus frischen Roten Beten püriert mit Kokosmilch und einem Hauch Kokoscreme, gern mit einem guten „Schuss“ selbst gekochter Knochenbrühe aufgefüllt.

Oder auch (ich kann mich gerade schwer entscheiden) ein gutes Stück Galloway-Steak innen rosa gebraten mit einem Kürbis- und/oder Karottenpüree natürlich mit einem guten Stück Weidebutter und/oder Kokosöl.

Im Frühling:
Ein leckeres Hacksteak aus Gallowayfleisch nur mit einem Hauch Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gewürzt, dazu eine große Portion frisch gestochener Spargel vom Bauern im Umland mit einem dicken „Klecks“ Weidebutter.

Je schlichter, desto besser!

#4 Was ist dir bei der Umstellung auf Paleo besonders schwer gefallen und hast du eine Lösung gefunden?

Beim Essen habe ich keine Probleme gehabt nicht-Paleo-konforme Lebensmittel und Zubereitungen wegzulassen.

Problematisch waren/sind eher Besuche bei den lieben (Schwieger-)Verwandten.

Dort heißt es immer: sich rechtfertigen und/oder Lücken im Angebot finden, die wenigstens ansatzweise dem Paleo-/Primal-Prinzip folgen.

Bei Brot, Brötchen, Kuchen und sonstigen Getreidespeisen bin ich eisern.

Das Biosiegel sucht man dort vergeblich, die Weidehaltung auch. Da muss ich einmal im Monat einen Kompromiss eingehen, um des lieben Frieden willen.

#5 Welche Fragen hast du zu Paleo noch, bei denen ich dir helfen könnte?

Ramonas erste Frage: Wie sieht es mit Trockenfrüchten aus?

Ich esse häufiger welche, achte auf Bio- und möglichst auch Rohkostqualität.

Mir helfen sie, den mitunter aufkommenden süßen Zahn zu begegnen.

Auf meinem Speiseplan stehen: Datteln, Feigen, Ananas (helfen super bei auftretenden Problemchen mit der Mundschleimhaut), Maulbeeren, Aronia, Schisandrabeeren.

Meine Antwort: Getrocknete Früchte ohne Zusäzte wie beispielsweise Zucker sind in Maßen und je nach deinem Hintergrund in Ordnung.

Du solltest dir dennoch bewusst sein, dass weniger Flüssigkeit in Trockenobst nicht nur die Haltbarkeit verlängert, sondern zudem auch durch die Dehydrierung die Kaloriendichte zunimmt.

So besitzen Trockenfrüchte zwischen drei und fünf Mal mehr Kalorien als frische Früchte.

Ähnlich sieht es beim Anstieg des Kohlenhydratgehalts aus.

Und auch beim natürlichen Zuckergehalt solltest du die Augen offen halten.

Vertreter mit relativ niedrigem Zuckergehalt sind Himbeeren, Brombeeren oder Cranberries. Trockenobst mit einem hohen Zuckergehalt sind vor allem Mangos, Rosinen, Bananen oder Kirschen.

In Bezug auf den glykämischen Index (GI), also der Maßzahl, die den Anstieg des Blutzuckers nach der Aufnahme kohlenhydrathaltiger Lebensmittel beschreibt, bzw. der glykämischen Last (GL), also die glykämische Wirkung von Lebensmitteln bezogen auf 100 Gramm des gesamten Lebensmittels , gibt es ebenfalls einen Unterschied zwischen frischen Früchten und Trockenobst.

So ist die GL bei Trockenfrüchten um einiges höher.

Wenn du bei deinen Hauptmahlzeiten das richtige Verhältnis von Makronährstoffen also von Fetten, Kohlenhydraten und Proteinen entsprechend deines Energiebedarfs wählst, solltest du zwischen den Mahlzeiten mindestens 4 Stunden keinen Hunger verspüren.

Vor allem nicht, wenn du ausreichend gesunde Fette zu dir nimmst.

Ich empfehle während der 4 Stunden deinem Körper auch Zeit zur Verdauung zu geben und ihm nicht ständig neue Nahrung zuzuführen.

Insbesondere wer gerade seine Ernährung auf Paleo umstellt und auch noch eine süße Zunge hat, dem rate ich, keine kohlenhydratreichen Snacks wie eben Trockenobst zu essen.

Ramonas zweite Frage: Welche Firmen sind für Barfußschuhe besonders zu empfehlen?

Ich trage mich schon seit einigen Wochen mit dem Gedanken, Barfußschuhe zu erwerben. Allerdings habe ich drei Rücken-OPs hinter mir und etwas Bedenken, dass die Umstellung schmerzvoll sein könnte.

Ich bin gern zu Fuß unterwegs, lege auch längere Strecken lieber per Pedes als mit dem Rad zurück. Da brauche ich gutes Schuhwerk.

Meine Antwort: Ich habe leider noch keinen gesprochen, der nach einer Rücken-OP auf Barfußschuhe umgestiegen ist, um dir von seinen Erfahrungen zu berichten.

Ich weiß allerdings, dass durch gedämpftes Schuhwerk wie Turnschuhe die Hüfte durchschnittlich um 54 %, Knie und Fußgelenke zwischen 36 und 38 % stärker belastet werden, als wenn du barfuß läufst.

Also zumindest deine Gelenke werden durch Barfußlaufen bzw. Barfußschuhe nicht so stark belastet.

Das liegt daran, dass du keinen erhöhten Absatz unter dem Fußgewölbe hast.

Dieser führt nämlich dazu, dass du zu sehr mit der Ferse auftrittst und das bedeutet wiederum eine erhöhte Stoßbelastung, die sich sicherlich auch bis in den Rücken zieht.

Für Barfußschuhe kann ich dir vor allem die Marke Luna Sandals empfehlen.

Gerade im Sommer, da es sich hierbei um handgemachte, minimalistische Sandalen handelt, die perfekt am Fuß sitzen und sich für Vielläufer gut eignen.

Ansonsten kann ich dir noch die Marke Vibrams empfehlen. Allerdings musst du ausprobieren, ob du mit diesen Zehenschuhen klar kommst und dich nicht eventuell die Naht der Zehentasche drückt. Das habe ich von einigen schon gehört.

Alternativ könnest du dann Barfußschuhe von Vivo Barefoot tragen.

Möchtest du auch gerne deine Paleo Erfahrungen mit mir und meinen Lesern teilen? Dann schreib mir an iris@paleolifestyle.de!

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Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
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