Dein Spargel-Guide – Alles, was du über Spargel wissen musst

Dein Spargel-Guide – Alles, was du über Spargel wissen musst

Die Spargelsaison weckt bei mir immer Kindheitserinnerungen.

Meine Eltern besaßen damals noch einen 1000 m² großen Garten, indem von der Zwiebel und Tomate, über Erdbeeren und Kirschen bis hin zum Spargel alles angebaut wurde. Wir waren sozusagen Selbstversorger.

Herrlich! Alles frisch und 100 % Bio.

Als Kind habe ich das nicht zu schätzen gewusst. Eher habe ich mich über eine reichliche Ernte beklagt.Denn was auch gerade Saison hatte, das gab es dann in Hülle und Fülle.

Also Erdbeeren pur, Erdbeerkuchen, Erdbeerkompott usw. Bis ich keine Erdbeeren mehr sehen konnte.

Anders war das auch nicht beim Spargel. Bis er mir quasi aus den Ohren kam.

Einige wesentliche Fakten, die ich damals schon als Kind von meinen Eltern über Spargel gelernt habe, sind in diesem Beitrag für dich zusammengefasst.

Wie gesund ist Spargel?

Der Spargel ist ein Lieferant von Vitamin C, E und Betacarotin (Provitamin A).

Aber auch andere Vitalstoffe wie Vitamine der B-Gruppe, Mineralstoffe wie Kalium und Kalzium sowie Folsäure und Eiweiß zeichnen das Edelgemüse aus.

Zudem besitzt Spargel sekundäre Pflanzenstoffe. Diese und die in ihm enthaltenen Sulfide und Saponine sollen krebshemmend wirken.

Gesundheitlich ist der grüne Spargel seinem weißen Bruder vorzuziehen.

Denn an der Sonne gewachsen, hat grüner Spargel einen hohen Gehalt an Chlorophyll, wodurch er auch seine Farbe und seinen herzhafteren Geschmack erhält, aber auch deutlich mehr Vitamin C.

Grüner Spargel ist außerdem reich an Magnesium, Eisen, Kupfer und Mangan. Diese Mineralstoffe vitalisieren die Zellen und helfen beim Zellstoffwechsel.

Es ist nichts Unbekanntes, das vor allem für die figurbewussten Esser der Spargel ein beliebtes Gemüse ist. Denn schließlich besitzt Spargel kein Fett und nur wenig Kalorien.

So besteht Spargel vor allem aus Wasser – und zwar zu 93 %.

Ohne Butter oder Sauce Hollandaise verzehrt, kommt der Spargel gerade einmal auf 18 Kalorien pro 100 Gramm.

Ebenso wenig unbekannt ist, dass Spargel harntreibend wirkt und die Nierenfunktion anregt. Dafür sorgen Asparaginsäure, Kaliumsalze und ätherischen Öle.

Daher ist er für Menschen mit einer Niereninsuffizienz nicht gut geeignet.

Aber auch bei Gichtpatienten kann es zu einer Verschlimmerung der Symptome aufgrund des hohen Purin-Gehalts vor allem in den Spargelköpfen kommen.

Völlig ungefährlich, dafür aber unangenehm, ist der strenge Uringeruch nach dem Verzehr von Spargel. Dafür ist ein Enzym verantwortlich, das den enthaltenen Aromastoff Asparagussäure aufspaltet. Die dabei freiwerdenden schwefelhaltigen Verbindungen machen den Geruch aus.

Wann ist Spargelsaison?

Meist beginnt die Spargelernte in der zweiten Aprilhälfte.

Abhängig ist dies von der Witterung und der Bodentemperatur.

Kirschen rot, Spargel tot.

So lautet die Bauernregel, die das Ende der Spargelsaison am Johannistag, dem 24. Juni, beschreibt. Dies ist traditionell der letzte Tag der Spargelernte.

Ist weißer oder grüner Spargel besser?

Ich denke, dass ist vor allem Geschmackssache.

Im wahrsten Sinne des Wortes. Der weiße Spargel hat ein feines Aroma. Während der grüne Spargel ein kräftigeres „Gemüse-Aroma“ besitzt.

Schwierig zu beschreiben…

Du solltest also am besten ausprobieren, welcher dir besser schmeckt.

Wenn du hingegen bei deinen Mahlzeiten auf eine maximale Nährstoffausbeute wert legst, dann empfehle ich dir den grünen Spargel, der noch gesünder ist als sein weißer Bruder.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gab es tatsächlich auch nur grünen Spargel.

Erst vor etwa 200 Jahren kamen unsere Vorfahren darauf ihn in weiß zu züchten, wie er auch heute noch von den meisten bevorzugt wird.

Weißer Spargel wird bis zu seiner Ernte strikt von jeder Sonnenbestrahlung ferngehalten.

Grüner Spargel hingegen darf und soll Sonne tanken, am besten sogar so viel wie möglich. Desto höher ist dann auch sein Chlorophyll- und Vitamin-C-Gehalt.

Außerdem trägt die Sonnenbestrahlung nicht nur zu seiner charakteristischen Farbe, sondern auch zu seinem typischen Geschmack bei.

Dieser passt vor allem hervorragend zur mediterranen Küche. Und da auch Sonne in den Mittelmeerländern reichlich scheint, ist es auch kein Wunder, dass der grüne Spargel hauptsächlich aus Frankreich, Spanien und Italien zu uns kommt.

Aber auch hierzulande entscheiden sich immer mehr Spargelbauern für den Anbau des grünen Spargels.

Wenn es dann an die Zubereitung geht und du es am liebsten unkompliziert und schnell hast, dann ist hier der grüne Spargel klarer Sieger.

Denn bei ihm schälst du nur den unteren Teil, der deutlich heller ist. Oder einige Sorten des grünen Spargels besitzen so feine Stangen, dass du sie gar nicht erst schälen musst.

Woran erkenne ich guten Spargel?

Ich achte beim Kauf meines Spargels vor allem darauf, dass die Enden, also die Schnittstellen, nicht ausgetrocknet sind.

Ein weiterer beliebter Trick, um die Frische des Spargels festzustellen, ist das Aneinanderreiben der Stangen, bei dem das quietschende Geräusch der Beweis für die Frische des Spargels ist.

Wie lagere ich Spargel?

Ich kenne es noch aus meiner Kindheit, dass meine Eltern den frisch gestochenen weißen Spargel ungeschält in ein sauberes, feuchtes Küchentuch eingewickelt haben.

So kann er im Gemüsefach deines Kühlschranks maximal 3 bis 4 Tage frisch und knackig bleiben – ohne sein Aroma zu verlieren.

Grüner Spargel hält sich hingegen am besten, wenn du ihn aufrecht in 1 bis 2 cm Wasser stellst.

Möchtest du auch außerhalb der kurzen Spargelsaison nicht auf regionalen Spargel verzichten?

Dann lege dir noch schnell einen „Spargelvorrat“ an, bevor die Saison vorbei ist.

Denn Spargel lässt sich geschält und die holzigen Enden abgeschnitten hervorragend einfrieren und so etwa 6 bis 8 Monate aufbewahren.

Wenn du ihn dann verzehren möchtest, nicht erst auftauen, sondern die gefrorenen Spargelstangen direkt ins kochende Wasser geben.

Wie bereite ich Spargel zu?

Fangen wir mit der Vorbereitung an.

Grünen Spargel spüle ich in der Regel unter fließend kaltem Wasser ab. Genau wie beim weißen Spargel schneide ich anschließend die holzigen Enden ab.

Mit einem Sparschäler schäle ich dann den Spargel. Beim Grünen nur das untere Drittel der Stangen, wenn überhaupt. Beim weißen Spargel schäle ich die gesamte Stange, ausgenommen natürlich den Spargelkopf.

Die Schalen werfe ich nicht weg, sondern nutze sie für eine Brühe oder um das Aroma meiner Spargelsuppe zu intensivieren.

Wenn es dann an den Herd geht, so ist die gängigste Zubereitungsart wohl das aufrechte Kochen im Wasser.

Diese wähle ich vor allem, wenn ich weißen Spargel koche.

Dabei verwende ich immer nur so viel Wasser, dass die Köpfe nur im Wasserdampf garen. Schließlich haben sie eine geringere Garzeit.

Den grünen Spargel bereite ich am liebsten in der Pfanne zu.

Da sein Geschmack so gut zur mediterranen Küche passt, brate ich ihn einfach nur kurz in Olivenöl in der Pfanne und gebe beispielsweise Tomaten und Knoblauch noch dazu.

Zu einem schönen Stück Fleisch vom Weiderind ist das eine perfekte Beilage.

Aber Spargel kannst du auch im Ofen zubereiten oder eine Suppe kochen.

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss.

Solltest du in der Vergangenheit Spargel gegessen haben, der bitter schmeckte, so hatte dies nichts mit der Zubereitungsweise oder deinen Kochkünsten zu tun.

Der Grund hierfür liegt beim Spargelstechen.

Denn  zu nah am Rhizom der Staude gestochen, die die bitteren Furostanolsaponine (Asparasaponin) enthält, macht den Spargel bitter.

Welche interessanten Fakten kennst du noch zum Spargel? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
3 bemerkungen  |   Kommentare zu oder Hallo sagen Iris

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  1. Hallo Iris,

    vielen Dank für den ausführlichen Guide.

    Ich liebe Spargel und freue mich schon immer die Spargelsaison. Ich esse ihn am liebsten mit selbst gemachter Sauce Hollandaise und Rinderfilet.

    Viele Grüße,

    Pawel

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