Die Sojalüge – Warum deine veganen Freunde sich damit schaden

Die Sojalüge – Warum deine veganen Freunde sich damit schaden

Erschreckend, aber leider wahr: Ob in Mayonnaise, Margarine, Schokolade, Kekse oder Speiseeis – in vielen Lebensmitteln sind Zutaten und Zusatzstoffe enthalten, die aus Sojabohnen hergestellt sein können.

Dabei handelt es sich überwiegend um gentechnisch veränderte Sojabohnen. Denn die Rohstoffe hierfür werden größtenteils aus den USA, Argentinien und Brasilien eingeführt, wo fast ausschließlich gentechnisch veränderte Sorten angebaut werden 1)GMO Compass: „Soybeans“, http://www.gmo-compass.org/eng/grocery_shopping/crops/19.genetically_modified_soybean.html

Ich habe in meinem Freundes- und Bekanntenkreis einige, die entweder Vegetarier oder Veganer sind. Auf ihren Tellern landet damit kein Fleisch, aber dafür umso häufiger Sojaprodukte. Aber auch für die „Fleischfresser“ gilt, dass Soja als Komponente vieler moderner Nahrungsmittel von ihnen zu sich genommen wird.

Zwar gibt es immer mehr Menschen, die Soja bewusst meiden – egal ob Paleoaner, Vegetarier oder Veganer – doch es gibt leider auch immer noch viele, die ihren Latte mit Sojamilch trinken und die nicht wissen, dass die angeblichen gesundheitsfördernden Eigenschaften der Sojabohne eher eine Erfindung und zugleich eine Marketing-Strategie der gigantischen Nahrungsmittel- und Gentech-Industrie von Monsanto & Co. sind.

Wie ich darauf komme?

Weil die folgenden Fakten eindeutig gegen den Konsum von Soja sprechen.

#1 Phytate und Lektine

Es gibt unzählige Studien, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Soja auf unseren Körper auseinandersetzen. 2)The Weston A. Price Foundation: „Studies Showing Adverse Effects of Dietary Soy”, http://www.westonaprice.org/health-topics/studies-showing-adverse-effects-of-dietary-soy-1939-2008/

Die Mehrheit davon bringt Soja mit Mangelernährung, 3)Torum, B.: “Nutritional quality of soybean protein isolates studies in children of preschool age”. Kapitel in “Soy Protein and Human Nutrition”. Wicke, H. L. et al., Academic Press, New York, 1979. Verdauungsproblemen, Funktionsstörungen der Schilddrüse, 4)P. Fort et al.: “Breast and soy-formula feedings in early infancy and the prevalence of autoimmune thyroid disease in children”, Journal of the American College of Nutrition, 1990/9, S. 164-167. Fruchtbarkeitsstörungen und sogar Herzerkrankungen und Krebs 5)Ward, H. et al.: „Breast, colorectal, and prostate cancer risk in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition-Norfolk in relation to phytoestrogen intake derived from an improved database”, American Journal of Clinical Nutrition, February 2010, Vol. 91 Nr. 2, S. 440-448 in Verbindung.

Wie kann Soja im Zusammenhang mit so vielen Krankheiten gebracht werden?

Ganz einfach. In erster Linie und auch der Hauptgrund, warum Soja nicht zur Paleo-Ernährung gehört, ist vor allem, dass es sich bei der Sojabohne um eine Hülsenfrucht handelt.

Wie alle Hülsenfrüchte enthält somit auch Soja viele natürliche Giftstoffe.

Doch in der Sojabohne sind diese in hoher Konzentration enthalten und sind weitestgehend resistent gegen die traditionellen Wege diese loszuwerden wie beispielsweise durch das Kochen.

So enthält Soja wesentlich mehr Phytinsäure als andere Hülsenfrüchte und als jede Getreideart. 6)El Tiney, A.H.: “Proximate Composition and Mineral and Phytate Contents of Legumes Grown in Sudan”, Journal of Food Composition and Analysis, März 1989, S. 69-78

Ernährungsformen mit einem hohen Phytatgehalt haben gezeigt, dass sie Wachstum bei Kindern hemmen. 7)Chen X. C. et. al.: “Low levels of zinc in hair and blood, pica, anorexia, and poor growth in Chinese preschool children”, American Journal of Clinical Nutrition, Oktober 1985, Vol 42 (4), S. 694-700

Lediglich die lange und langsame Fermentation kann die Giftstoffe Phytat und Lektine signifikant reduzieren. 8)Ologhobo, A.D. et al.: “Distribution of phosphorus and phytate in some Nigerian varieties of legumes and some effects of processing”, Journal of Food Science, Vol. 49 (1), Januar 1984, S. 199-201 Daher ist der Konsum von Miso, Natto und Tempeh unbedenklicher. Zudem sind sie in der Regel mit biologisch angebauten Sojabohnen hergestellt.

Da die meisten Sojaprodukte jedoch nicht fermentiert sind, enthalten sie damit Phytat und Lektine.

Phytat bindet Mineralien wie Zink, Kalzium, Eisen und Magnesium, sodass dein Körper diese nicht aufnehmen und verwerten kann. 9)R. S. Gibson et al.: “A review of phytate, iron, zinc, and calcium concentrations in plant-based complementary foods used in low-income countries and implications for bioavailability”, Food and Nutrition Bulletin, Juni 2010, S. 134-146 10)Van Rensburg, S. J. et al.: “Nutritional status of African populations predisposed to esophageal cancer”, Nutrition and Cancer, Vol. 4, 1983, S. 206-216 11)Moser, P. B. et al.: “Copper, iron, zinc and selenium dietary intake and status of Nepalese lactating women and their breastfed infants”, American Journal of Clinical Nutrition, April 1988, S. 729-734 12)Harland, B. F. et al.: “Nutritional status and phytate. Zinc and phytate X calcium. Zinc dietary molar ratios of lacto-ovovegetarian Trappist monks. 10 years later”, Journal of the American Dietetic Association, Dezember 1988, S. 1562-1566

Werden Sojaprodukte wie Tofu zusammen mit Fleisch gegessen, so wird der negative Effekt auf die Aufnahme von Mineralien durch Phytat reduziert. 13)Sandstrom, B. et al.: “Effect of protein level and protein source on zinc absorption in humans”, Journal of Nutrition, 119(1), Januar 1989, S. 48-53

Vegetarier oder Veganer, die Tofu als Ersatz für Fisch oder Fleisch konsumieren, laufen daher Gefahr, dass sie einen Mangel an Mineralstoffen erleiden. Insbesondere an Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink.

Diese Mangelerscheinungen können dann indirekt zu Anämie (Blutarmut), Unfruchtbarkeit, Osteoporose und Immunschwäche führen.

Nicht umsonst essen Japaner traditionell eine kleine Menge an Tofu oder Miso als Teil einer mineralstoffhaltigen Fischbrühe, gefolgt von einem Gang mit Fleisch oder Fisch.

Lektine hingegen können die Darmwände angreifen und somit in den Blutkreislauf gelangen und zu vielfältigen Entzündungen führen. 14)Dr. Feil: „Bringt Weizen uns ins Grab“, http://www.dr-feil.com/allgemein/weizen.html

Lektine können zudem zu einer Resistenz gegenüber Leptin, ein Hormon, das die Fettreserven reguliert, führen.

Dein Gehirn signalisiert deinem Körper damit, dass du immer noch hungrig bist, obwohl du bereits genügend Kalorien zu dir genommen hast.

Eine Resistenz gegenüber Leptin kann zu einer Insulinresistenz führen.

Wenn du dich nun fragst, warum denn Asiaten keine Probleme mit Soja haben, so sei dir gesagt, dass in Asien weniger Soja gegessen wird, als man meinen mag. Und wie schon gesagt, ist das meiste Soja fermentiert, sodass der Großteil der Lektine und Phytate entfernt wurde.

#2 Oxalate

Nicht nur die Aufnahme der wichtigen Mineralien wie Zink, Eisen und Magnesium wird durch den Verzehr von Soja behindert, sondern wie zuvor auch schon erwähnt, wird die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung in den Organismus beeinträchtigt. 15)Heaney, R. P. et. al.: “Soybean phytate content. Effect on calcium absorption”, American Journal of Clinical Nutrition, March 1991, Vol. 53 (3), S. 745-747

Das kann die Nierensteinbildung und Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) fördern.

#3 Protease- und Trypsininhibitoren

Und als wären Lektine, Phytate und Oxalate nicht schon genug Giftstoffe in der Sojabohne, enthält sie auch noch Protease- und Trypsinhemmer.

Wie der Name schon verrät, blockieren diese die Enzyme Protease und Trypsin, die für die Verdauung von Proteinen zuständig sind.

Durch diese Hemmung der Eiweißverdauung kann der Soja-Konsum zu chronischen Mängeln bei der Aminosäure-Aufnahme führen. Denn wenn Eiweiß nicht gut verdaut wird, fehlen wichtige Aminosäuren im Körper. Von Aminosäuremangel kann das Gehirn betroffen sein und der gesamte Stoffwechsel.

Trypsinhemmer können zu Magen-Dysfunktion, Fäulnis- und Giftbildung im Darm, chronischer Vergiftung des Blutes und der Lymphe, Überlastung der Bauchspeicheldrüse mit Diabetes und Krebs als mögliche Folge führen. 16)Rackis, J. J. et al.: “The USDA trypsin inhibitor study. Background, objectives and procedural details”, Qualification of Plant Foods in Human Nutrition, September 1985, Vol. 35 (3), S. 213-242

#4 Goitrogene

Außerdem enthält Soja Goitrogene, die zu Problemen mit der Schilddrüse führen können. 17)Doerge D. R., Sheehan, D. M.: “Goitrogenic and estrogenic activity of soy isoflavones”. Environ Health Perspect, Juni 2002; Vol. 110 (3), S. 349-53

Goitrogene sind Stoffe, die eine Vergrößerung der Schilddrüse hervorrufen, da die im Soja enthaltenen Goitrogene die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmen.

Die Folge ist, dass die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone produzieren kann.

Auch im Blumenkohl, Brokkoli oder Kohl sind Goitrogene enthalten. Im Gegensatz zum Soja werden diese jedoch beim Kochen entfernt.

#5  Isoflavone & Isoflavonoide

Damit aber noch immer nicht genug.

Soja enthält außerdem Phytoöstrogene, die eine Störung des Gleichgewichts von Sexualhormonen bei Frauen und Männern hervorrufen. 18)Cederroth, C. R. et al.: “Soy, phytoestrogens and their impact on reproductive health”, Molecular and Cellular Endocrinology, Mai 2012, Vol. 355 (2), S. 192-200

Sojafeld

© Chemi Ubani @ Flickr

So steigt der Östrogenspiegel an, wobei der Testosteronspiegel sinkt.

Ein Ungleichgewicht von Testosteron zu Östrogen kann bei Frauen zu Störungen der Fruchtbarkeit, der Periode sowie zu einem erhöhten Risiko von Brustkrebs führen.

Bei Männern hingegen führt dieses Ungleichgewicht u.a. zum Libidoverlust, zu Potenzproblemen und der Bildung von Fettgewebe um die Taille.

Aus der Zeit, die ich in China gelebt habe, weiß ich noch, dass Tofu nach der traditionellen chinesischen Medizin Nieren-Yang dämpfend ist.

Nieren-Yang steht für Sexualität und Vitalität und genau deswegen wird es den einfachen Mönchen in tibetischen Klöstern zur Unterdrückung der Libido gegeben.

Die in der Sojabohne enthaltenen Phytoöstrogene sind außerdem so stark, dass ein Baby, das mit Sojamilch gefüttert wird, äquivalent eine Hormonzufuhr von 4 Antibabypillen zu sich nimmt. 19)The Weston A. Price Foundation: “Soy Infant Formula. Birth Control Pills for Babies“, http://www.westonaprice.org/health-topics/soy-infant-formula-birth-control-pills-for-babies/

In-vitro- Studien deuten darauf hin, dass Isoflavone die Synthese von Estradiol und anderen Steroidhormonen hemmen. 20)Keung, W. M.: “Dietary oestrogenic isoflavones are potent inhibitors of B-hydroxysteroid dehydrogenase of P. testosteronii”, Biochemical and Biophysical Research Committee, Oktober 1995, Vol. 215 (3), S. 1137-1144 21)Mäkelä, S.I. et al.: “Estrogen-specific 12 B-hydroxysteroid oxidoreductase type 1 (E.C. 1.1.1.62) as a possible target for the action of phytoestrogens”, Proceedings of the Society for Experimental Biology and Medicine, Januar 1995, Vol. 208 (1), S. 51-59 Fortpflanzungsprobleme, Unfruchtbarkeit , Schilddrüsenerkrankungen und Lebererkrankungen aufgrund der Aufnahme von Isoflavonoide sind bereits bei mehreren Tierarten einschließlich Mäusen, Geparden, Wachteln, Schweinen, Ratten , Stör, und Schafen beobachtet worden. 22)Setchell, K. D. R. et al.: “Dietary oestrogens. A probable cause of infertility and liver disease in captive cheetahs”, Gastroenterology, August 1987, Vol. 93 (2), S. 225-233 23)Leopald, A.S.: “Phytoestrogens. Adverse effects on reproduction in California Quail” Science, Januar 1976, Vol. (4222), S. 98-100 24)Drane, H. M. et al.: “Oestrogenic activity of soya-bean products”, Food, Cosmetics and Technology, August 1980, Vol. 18 (4), S. 425-427 25)Kimura, S. et al.: “Development of malignant goiter by defatted soybean with iodine-free diet in rats”, Genes & Cancer, Oktober 1976, Vol. 67 (5), S. 763-765 26)Pelissero, C. et al.: “Oestrogenic effect of dietary soybean meal on vitellogenesis in cultured Siberian Sturgeon Acipenser baeri”, General and Comparative Endocrinology, September 1991, Vol. 83 (3), S. 447-457 27)Braden A. W. H. et al.: “The oestrogenic activity and metabolism of certain isoflavones in sheep”, Australian J. Agricultural Research, 1967, Vol. 18 (2), S. 335-348

#6 Saponine

Die Sojabohne enthält Saponine. Saponine sind eine Gruppe von in Pflanzen enthaltenen Glykosiden. Der Begriff Saponine leitet sich aus dem lateinischen Wort “sapo” ab und bedeutet “Seife”. Denn beim Schütteln mit Wasser ergibt dies oft einen seifenartigen Schaum.

Neben der Sojabohne kommen Saponine auch in anderen Hülsenfrüchten vor. Doch im Gegensatz zu ihnen können die Saponine in Soja nicht durch Kochprozesse wie beispielsweise das Einweichen und Erhitzen verringert werden.

Die Saponine in der Sojabohne sind nämlich hitzestabil.

Sie verbinden sich mit der Galle und können zu Erkrankungen in Verbindung mit Gallensteinen beitragen, 28)Thijs, C., Knipschild, P.: „Legume Intake and Gallstone Risk: Results from a Case-Control Study”, International Journal of Epidemiology, September 1990, Vol. 19 (3), S. 660-663 sie stören, behindern oder blockieren die Fettverdauung und schädigen die Darmschleimhaut. 29)Iwashita, Y. et al.: “Influence of soya saponin, soya lectin, and cholyltaurine supplemented to a casein-based semipurified diet on intestinal morphology and biliary bile status in fingerling rainbow trout Oncorhynchus mykiss“, Fisheries Science, September 2009, Volume 75 (5), S. 1307-1315

#7 Hämagglutinin 

Soja enthält Hämagglutinin. Das ist ein gerinnungsfördernder Stoff, der bewirkt, dass rote Blutkörperchen verklumpen. Damit kann er Blutgerinnsel sowie Thrombose und Embolien fördern.

Genau wie Trypsinhemmer ist auch Hämagglutinin ein Wachstumshemmer. Junge Ratten, die mit Soja gefüttert wurden, wuchsen daraufhin nicht normal.

Beim Fermentieren von Soja werden diese wachstumshindernden Komponenten unschädlich gemacht.

#8 Allergene

Ob als Sojaflocken, Sojamehl, Soja-Lecithin, Soja-Öl oder isoliertes Soja-Protein – Soja findet man in zahlreichen Lebensmitteln wieder.

Mehr oder weniger unbewusst ist die Sojabohne damit zum “Grundnahrungsmittel” geworden.

Und ist damit laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) ein Anwärter auf einen Hitlistenplatz der Allergieauslöser.

#9 Gentechnik

Ein weiteres Problem mit Soja ist vor allem, dass es sich meist nicht mehr um das traditionell fermentierte Soja handelt und es heutzutage meist genetisch verändert ist.

In einer Studie 30)Huffington Post: „Genetically Modified Soy Linked to Sterility, Infant Mortality in Hamsters“, http://www.huffingtonpost.com/jeffrey-smith/genetically-modified-soy_b_544575.html wird das Gen-Soja mit Fortpflanzungsstörungen, einer Erhöhung von Allergien und weiteren genetischen Problemen in Verbindung gebracht.

Besonders erschreckend fand ich hierbei, dass bei der dritten Generation der mit Gen-Soja gefütterten Hamster dieser Studie Haare im Maul wuchsen.

Das bedeutet zwar noch lange nicht, dass dies auch beim Menschen der Fall ist. Langzeitstudien zu den Auswirkungen vom Verzehr genetisch veränderter Sojaprodukte auf den menschlichen Organismus liegen leider noch nicht vor.

Damit lassen sich jedoch auch negative Folgen für unsere Gesundheit nicht ausschließen.

Auch die Tatsache, dass das meiste Gen-Soja als Tierfutter dient, macht die Sache nicht besser.

Schließlich nehmen wir Menschen beim Verzehr von mit Gen-Soja gefütterten Tieren diesen indirekt zu uns, ohne Langzeitfolgen zu kennen.

#10 Und weitere Probleme mit Soja

  1. Das Sojaprotein ist biologisch kein vollständiges und kein hochwertiges Protein. Es fehlen ihm die proteinogenen – also die Aminosäuren, die die Bausteine der Eiweißstoffe von Lebewesen sind -, schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein. Methionin kann der Mensch nicht selbst herstellen, wird aber von seinem Organismus benötigt. Somit zählt Methionin zu den essentiellen Aminosäuren und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Cystein hingegen kann neben der Aufnahme über die Nahrung wie beispielsweise Lachs, Hühnereier, Walnüsse oder auch aus der essentiellen Aminosäure Methionin synthetisiert werden. Liegt eine Stoffwechselerkrankung vor, so ist es durchaus möglich, dass Cystein zu einer bedingt essenziellen Aminosäure wird. Zudem ist Sojaprotein schwer bis gar nicht verdaulich, da es beträchtliche Mengen an Enzymhemmern (Protease- und Trypsin-Inhibitoren) enthält.
  2. Soja besitzt ein Omega-3-Omega-6-Fettsäureverhältnis von 10,5:1. In großen Mengen und vor allem ohne genug Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren in deiner Ernährung kann dies ein Entzündungsfaktor darstellen.
  3. Der Verzehr von Soja kann nicht nur die Aufnahme von Mineralien behindern, sondern auch zu Problemen bei der Aufnahme bestimmter Vitamine führen. Das im Soja enthaltene B12 kann vom Körper nicht absorbiert werden. Der tatsächliche Bedarf des Körpers an B12 kann sich damit erhöhen oder gar ein Mangel an Vitamin B12 im Körper verursachen. 31)Kühne, T. et al.: “Maternal vegan diet causing a serious infantile neurological disorder due to vitamin B12 deficiency”, European Journal of Pediatrics, Januar 1991, Vol. 150 (3), S. 205-208 Zusätzlich erhöht der Verzehr von Soja den Bedarf des Körpers für Vitamin D.
  4. Industriell verarbeitete Soja-Produkte enthalten durch die Herstellungsverfahren produktionsbedingte krebserzeugende Stoffe (z. B. Hexan, Nitrosamine und Lysinoalanin) und andere gefährliche, schädliche Substanzen als Reaktionsprodukte bzw. Rückstände mehrerer Verarbeitungsschritte.
  5. Studien zeigen eine mehr als dreifach erhöhte Rate von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen bei regelmäßigem Sojaverzehr. 32)D. Roccisano „A possible cause of Alzheimer’s dementia – industrial soy foods“, Med Hypotheses, März 2014, 82 (3), S. 250-254
  6. Der Verzehr von Soja kann zu Demenz führen. 33)Hogervorst, E. A. et al.: “High Tofu Intake Is Associated with Worse Memory in Elderly Indonesian Men and Women”, Dementia and Geriatric Cognitive Disorders, Juli 2008, Vol. 26 (1), S. 50-57

#11 Soja in Säuglingsnahrung

Einige weitere Fakten, die mir besonders als Mutter wichtig sind zur Soja-Thematik hinzuzufügen, beziehen sich auf Soja in Babynahrung.

Sojaproteinisolat ist der Hauptbestandteil von Soja-basierender Säuglingsnahrung.

Zusammen mit Trypsinhemmern hat diese Art der Säuglingsnahrung einen hohen Phytatgehalt.

So verursacht die Verwendung von Soja-Babynahrung vor allem einen Zinkmangel bei Säuglingen. 34)Lönnerdal, B. et. al.: „The effect of individual components of soy formula and cows’ milk formula on zinc bioavailability”, American Journal of Clinical Nutrition, 1984, Vol. 40 (5), S. 1064-1070

Zudem enthält Soja-Flaschenmilch einen erhöhten Aluminiumgehalt. 35)Koo, W. W. K. et al.: „Aluminum Contamination of Infant Formulas”, Journal of Parentenal and Enteral Nutrition, März 1988, Vol. 12 (2), S. 170-173 36)Bundesinstitut für Risikobewertung: „Aluminiumgehalte in Säuglingsanfangs- und Folgenahrung“, http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminiumgehalte-in-saeuglingsanfangs-und-folgenahrung.pdf

Aluminium ist so gesundheitsschädlich, weil es einen toxischen Effekt auf die Nieren von Säuglingen besitzt und als eine Ursache von Alzheimer bei Erwachsenen in Verbindung gebracht wird.

Der Soja-Flaschenmilch fehlt zudem das gerade für die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems von Babys wichtige Cholesterin sowie Lactose und Galactose, die ebenfalls in der Entwicklung des Nervensystems eine wichtige Rolle spielen.

FAZIT

Soja ist nahezu in allen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten.

Langzeitfolgen der genetisch veränderten Sojabohne sind noch nicht erforscht.

Doch auch die typischen Nachteile von Hülsenfrüchten mit den Giftstoffen Lektine und Phytate sind bei der Sojabohne vorzufinden und lassen sich nicht durch das Kochen entfernen.

Auch Fruchtbarkeitsstörungen und Schilddrüsenprobleme können durch den Verzehr von Sojaprodukten hervorgerufen werden.

Also wie kannst du sicherstellen, dass du keine Lebensmittel isst, die die aus der Sojabohne hergestellten Zutaten und Zusatzstoffe enthalten?

Mit der Paleo-Diät bereitest du deine Gerichte aus frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu und kannst so dafür sorgen, dass kein Soja in deinen Körper gelangt.

Getreu dem Motto:

Real food doesn’t have labels!

Isst du viel Soja? Was hältst du von Soja? Sag uns deine Meinung jetzt unten in den Kommentaren!

PS: Wenn du dich intensiver mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Soja-Verzehrs auseinandersetzen möchtest, kann ich dir eine Sammlung von Studien hierzu empfehlen. 37)The Weston A. Price Foundation: “Adverse Effects of Dietary Soy”, http://www.westonaprice.org/health-topics/studies-showing-adverse-effects-of-dietary-soy-1939-2008

Außerdem fasst das Video 38)The Weston A. Price Foundation: “Toxic Food Ingredient”,  https://www.youtube.com/watch?v=DJ93AdNLgWc&feature=youtu.be der Weston A. Price Foundation die negativen Folgen des Soja-Konsums noch einmal in Kürze zusammen.

Und auch die Märchen und Wahrheiten über Soja 39)The Weston A. Price Foundation: “Märchen und Wahrheiten über Soja “, http://www.westonaprice.org/translations/myths-truths-about-soy-german-translation kann ich dir zum Nachlesen empfehlen.

 

Fußnoten   [ + ]

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Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
30 bemerkungen  |   Kommentare zu oder Hallo sagen Iris

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  1. Interressanter Artikel über Soja. Vieles war mir bisweilen unbekannt.
    Nun geht es mit dem Soja nicht nur Veganern an den Kragen, da es ja wie du beschreibst in vielen Lebensmitteln vertreten ist.
    Auch ist es nicht so, dass alle Veganer zwangsläufig ohne Ende Tofu essen. Von mir kann ich das jedefalls nicht behaupten 😉
    Verhält es sich mit dem veganen Lifestyle nicht genauso wie mit allen anderen Ernährungskonzepten? Dass man im Blick haben sollte, was man zu sich nimmt, und in welchem Ausmaß.
    Von daher finde ich den provokanten Titel dieses Artikels etwas frech; den Text selbst jedoch nicht minder interessant!

    Mit veganem Gruße, Jule

    • Hi Jule,

      vielen Dank für dein Kommentar!

      Ich hoffe doch, dass Veganer nicht ausschließlich Tofu essen. Aber aus meiner Erfahrung nehmen viele Veganer mehr Produkte auf Soja-Basis zu sich als wir “Fleischfresser”. Manche weil sie das Geschmackserlebnis von Fleisch oder Wurst nicht missen wollen, andere weil die Produkte proteinhaltig sind.

      Und du hast. Auch nicht-Veganer nehmen oft unbewusst Soja zu sich. Ziel meines Beitrags ist es daher, darauf aufmerksam zu machen, dass entgegen der Versprechen der Soja-Marketing-Maschine dies keine Wunderbohne ist.

      Ich erlebe leider immer wieder in Gesprächen im Freundes- und Familienkreis, dass eben viele wirklich nicht wissen, was alles in den Lebensmitteln, die regelmäßig in ihren Einkaufswagen landen, tatsächlich steckt und wie sie verarbeitet werden. Es freut mich somit, wenn unabhängig von der Paleo- oder veganen Bewegung immer mehr Menschen sich dessen bewusst machen.

      Liebe Grüße
      Iris

    • Auch ich war einige Jahre vegan- und mich hat es gesundheitlich leider “voll erwischt”. Ich habe grösstenteils nach Attila Hiltmann`s veganen Kochbüchern gelebt, die extrem Soja- und Agavendicksaftlastig sind. Meine Gesundheit habe ich mir mit meiner damaligen Lebensweise leider so zerlegt, dass ich mehr als ein Jahr gebraucht habe, um wieder auf den Weg der Besserung zu gelangen. Damals wusste ich nichts über die möglichen Nebenwirkungen und dachte, ich ernähre mich total super- davon waren übrigens auch die Ärzte (Stoffwechselspezialisten bis Gynäkologen) überzeugt, die ich konsultierte (und die mir nicht helfen konnten, und/oder mich mit meiner Latte an Symptomen von extremer Gewichtszunahme bis Herzrasen nicht ernst nahmen).
      Heute lebe ich Keto und habe mich weitestgehend selbst geheilt…..allerdings waren die letzten Jahre nicht gerade lebenswert……

      • Hallo Sabrina,

        vielen Dank für dein Kommentar und deinen Erfahrungen mit Soja.

        Mir hat heute erst jemand erzählt, dass er seit über 10 Jahren regelmäßig Soja konsumiert und gar keine gesundheitlichen Probleme hat. Aber jeder Mensch reagiert dann eben doch unterschiedlich. Die Dosis, der Lebensstil und sonstige Essgewohnheiten spielen sicherlich da mit rein. Deine Erfahrungen zeigen mir, dass gerade bei einer veganen Ernährung es besonders schwierig ist, gesund vegan zu leben. Insbesondere, wenn man sich nicht intensiv und kritisch mit dieser Ernährungsform beschäftigt und den veganen “Stars” und ihren Büchern blind folgt.

        Liebe Grüße
        Iris

  2. Ich finde es auch immer wieder erschreckend, was da so in den Regalen mit der Überschrift “vegan” oder “vegetarisch” landet. Ellenlange Zutatenlisten sind heute aber scheinbar so normal, dass niemand mehr darauf achtet. Ich selber habe das vor meinem Paleo-Start auch nicht getan. Und die Soja-Problematik war mir damals schon gar nicht bewusst. Kein Wunder: Die großen Lebensmittelkonzerne haben so riesige Werbebudgets, dass sie alle anderen einfach niederbrüllen können.

    • Hi Guido,

      ein weiteres Problem besteht vor allem darin, dass es als Verbraucher auch immer schwieriger wird, nachzuvollziehen, was so alles in den Lebensmitteln steckt, selbst wenn man darauf achtet. So wird mittlerweile bei der Zutatenliste bewusst “geschummelt”. Ein Beispiel hierfür ist Honig, der mit Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen verunreinigt ist. Dieser muss nicht gekennzeichnet werden, weil Pollen nach Ansicht des EU-Parlaments keine Zutat des Honigs seien, sondern natürlicher Bestandteil von Honig sind. Absurd, aber leider wahr.

      Liebe Grüße
      Iris

  3. Ich denke, dass ist ein ganz wichtiger Punkt, denn Iris hier anspricht.
    Wenn ich, als Nicht-Veganer, zu Veganz gehe oder mir zum Teil die veganen Produkte in (Bio-) Supermärkten anschaue, dann sträuben sich mir die Haare.
    Das hat nichts mehr mit gesunder Ernährung zu tun.
    Geschweige denn mit gesundem Menschenverstand, wenn ich z.B. vegane Truthähne aus den USA importiere oder Kokosjoghurt aus Großbritannien.

    Das ist doch zynisch, sich auf die Fahne zu schreiben, man schützt die Tiere aus ethischen und moralischen Gründen aber macht sich keine Gedanken über die krankmachenden Inhaltsstoffe der Produkte und über die enormen Transportwege. Und die vegane Crowd, um beim Beispiel von Veganz zu bleiben, nimmt dann auf Plastikstühlen von IKEA
    platz, ihren Kaffee trinkend und glaubt, alles richtig gemacht zu haben. Absurd!

    Vegan, Vegetarisch, Paleo alles sehr gerne aber bitte auch alles kritisch hinterfragen und abwägen
    Denn jede Ernährungsweise hat ihre Tücken und per se ist somit der Veganer (oder andere) kein Gutmensch.

    • Ich kann mich voll mit Deinen Argumenten identifizieren. Die primäre Darstellung über die Giftstoffe Phytat und Lektine sind sehr verallgemeinert, denn diese kommen in verschiedenen Pflanzenarten vor. Lektine sind nicht immer giftig http://www.urgeschmack.de/lektine/. Deshalb sollte man genau schauen, was man will oder nicht. Egal ob Vegan oder nicht. Ich kann von mir behaupten, dass ich mich gesund ernähre aber weder Vegan noch nach Paleo. Soja ist dabei allerdings noch nie vorgekommen, aber dafür sehr viel Leinöl, Leinsamen und natürlich Rindfleisch und ein gutes Bier ist auch nicht zu verachten.

      • Nur sind Leinsamen auch voll mit Antinährstoffen und stehen der Sojabohne was Phytate angeht in nichts nach. Wenn du mit Leinöl dein Omega3 pushen willst kannst es gleich lassen, die Umwandlungsrate liegt unter 10% in DHA- EPA.

        Lg

  4. Mein Arzt hat mir schon vor Jahren abgeraten, Soja zu konsumieren, weil die Pflanze die ganzen Giftstoffe die in den Böden sind, aufnimmt.
    Super Artikel, danke.

  5. Klar Soja ist nicht soo gesund, ausser mann nimmt ihn in fermentierter Form zu sich. Nur damit Fleischkonsum zu rechtfertigen und eine Paleo Ernährung zu befürworten ist reine Augenwischerei.
    Denn wo landet denn der Löwenanteil des genveränderten Soya und Mais aus Nord – und Südamerika. In den Mägen aller Zuchttiere weltweit. Egal ob Schwein, Rind oder Huhn. Und zu denken, dass sich dass nicht auch auf den Menschen überträgt ist völlig unverantwortlich. Denn auch wenn Genprodukte bei uns verboten sind, über die Tiere finden sie doch ihren Weg in unseren Körper.

    • Hallo Emin,

      ich spreche mich auch ganz klar gegen Mais- und Sojakraftfutter aus – genetisch manipuliert oder nicht. Der Hauptbestandteil der Paleo-Ernährung ist Gemüse und nicht Fleisch, wie es immer wieder gerne in den Medien propagiert wird. Wenn es dann aber Fleisch auf dem Teller des Paleoaners gibt, dann ist dessen Herkunft aus artgerechter Haltung und damit auch die artgerechte Ernährung des Tieres wichtig. Daher kommt bei Paleo nur Fleisch von Tieren aus Weidehaltung in Frage. Und hier geht man am besten direkt zum Erzeuger bzw. Bauern und nicht in den Supermarkt.

      Mehr über die Grundlagen von Paleo erfährst du hier: http://www.paleolifestyle.de/paleo-diaet

      Liebe Grüße
      Iris

      • Ich finde es auch sehr seltsam das der Artikel so tut als wäre Soja schädlich und die Tatsache das mehr als 80% des weltweit angebauten Sojas als Tierfutter verwendet wird schlichtweg ignoriert. Bislang ist nur ein verschwindend geringer Anteil des Fleisches, das gekauft wird aus ökologischer und artgerechter Tierhaltung. Bei Rindfleisch sind dies 4%, bei Schweinefleisch 0,5% und bei Geflügelfleisch 0,8%.

        Ach so wenn ich Paleo esse, esse ich ja nur das gute Fleisch! Von dem glücklichen Weiderind! Und nur einmal die Woche.

        Soja ist reich an B-Vitaminen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Kalzium, Zellschutzmikronährstoffen wie Folsäure und Selen. Hinzu kommen wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Mangan, Eisen, Zink, jede Menge biologisch hochwertiges Eiweiß und dabei kein Gramm Cholesterin.

        Bei Soja ist es wie bei Vielen Dingen auch: ” „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

  6. Dass in vielen verarbeiteten Lebensmitteln Zusatzstoffe aus genverändertem Soja enthalten sind, ist erschreckend. Das spricht dafür sich möglichst naturbelassen zu ernähren.
    Dass Tofu aber überwiegend genverändert ist, stimmt global gesehen, aber nicht auf Deutschland bezogen. Ein Großteil der Sojaprodukte in Deutschland sind aus europäischem Bio-Anbau. Von daher ist der Artikel irreführend.
    Mal davon abgesehen, ist es schlicht unwahr, dass Veganer generell viel Soja konsumieren muss. Aber eine provokante Überschrift zieht ja Leser.. 😉

  7. ch muss sagen eigentlich gefällt mir das Paleoprinzip sehr gut. Ich glaube, dass Paleo und die Veganer die Gleichen Interessen haben. Ich kenn beispielsweise keinen einzigen Veganer, der aus gesundheitlichen Gründen so lebt, aber sehr viele die aus Überzeugung gegen Maßentierhaltung vorgehen. Was Paleo ja auch mit Ihrem Wunsch nach Weidetieren unterstützt. Skeptisch bin ich allerdings, wenn ich glauben soll, dass alle Paleoteilnehmer ihre Produkte auch beim Bauern aus Weidetierhsltung kaufen… Vielmehr glaube ich, dass da die sowieso sehr aufmerksamen zutatenlistenlesenden Veganer auf die Frementierung ihres Sojas schauen. Naja diese Einschätzung ist allerdings subjektiv.
    Zu den Vorwürfen gegen Soja werde ich mich jetztal nicht Äußern. Lediglich das sei gesagt:
    In diesem Artikel sind weder genaue Zahlen, noch Quellenangaben zu finden, dafür unzählige Pauschalisierungen. Mit meiner Recherge komme ich auf andere Aussagen!
    Alles in Allem nehmen wir die positive Unterstützung der Weidetierhaltung mit. (Ich kennen Veganer die sogar bereit sind, solch ein Fleisch von einem ungequälten Tier zu essen)

  8. Hallo,

    ich finde den Artikel interessant (auch wenn mir der Inhalt eigentlich schon bekannt war).
    Mir gefällt nur der Titel nicht. Klar, was reißerisches wird generell eher gelesen und kommentiert.

    Allerdings sind es in meinem Bekanntenkreis, die “Normal”-Esser die Soja als Fleischersatz nehmen und sich dann gleich umweltbewusster und gesünder fühlen.
    Auch wenn mein Mann und ich wo eingeladen werden, muss ich immer gleich dazusagen, dass wir kein Soja essen. Das wird allerdings gerne überhört (genauso wie Butter und Hühnerbrühe von Nicht-Veganern gerne als vegan eingestuft werden). Offensichtlich können sich die meisten nicht vorstellen, dass man wirklich auf tierische Produkte und auch auf deren Ersatzprodukte verzichten will.
    Deshalb habe ich auch einen Blog gestartet, in dem ich Rezepte veröffentliche, die mein Mann und ich gerne essen. So können uns auch Freunde einladen, die beleidgt wären, wenn ich unser Essen selbst mitbringen würde, und ich kann nochmal klarstellen, dass wir WIRKLICH kein Soja wollen.

    “Ich erlebe leider immer wieder in Gesprächen im Freundes- und Familienkreis, dass eben viele wirklich nicht wissen, was alles in den Lebensmitteln, die regelmäßig in ihren Einkaufswagen landen, tatsächlich steckt und wie sie verarbeitet werden.” Ich finde es super, dass du dich damit beschäftigst und darauf aufmerksam machst!
    Nur wäre es schön, wenn man als Veganer nicht immer gleich mit Vorurteilen und Verallgemeinerungen konfrontiert würde. Zumal Menschen, die ihre Lebensweise umstellen, generell schon eher dazu bereit sind sich zu informieren. Der Titel dieses Beitrags impliziert ja interessanterweise, dass erwartet wird, dass der Beitrag von Freunden von Veganern gelesen wird und nicht von Veganern selbst. 😉

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dietlind

    • Hallo Dietlind,

      ich finde es klasse, dass ihr euch bewusst gegen Soja- und Ersatzprodukte entschieden habt.

      Tatsächlich kenne ich immer mehr Veganer, denen nicht nur das Wohl des Tieres, sondern vor allem auch wieder ihre eigene Gesundheit wichtiger wird und in den Vordergrund rückt.

      So findet meiner Erfahrung nach unabgängig von irgendeiner Betitelung von Ernährungsweise allgemein in der Bevölkerung ein Umdenken statt, sich mit der Herkunft, Verarbeitung, Qualität und den Inhaltsstoffen von Lebensmitteln wieder mehr zu beschäftigen.

      Liebe Grüße
      Iris

  9. Hallo , alles ist ungesund , denn die Dosis macht das Gift . Ich bin seit Jahren Vegetarier und habe keine Problem ( noch ??)
    Allerdings esse ich sehr abwechslungsreich . Kartoffeln enthalten in der Schale auch giftige Stoffe und sind roh ungesund . Rohes Fleisch von Tieren soll auch nicht besonders gesund sein . Ich denke es kommt darauf an BEWUSST und vernünftig die Nahrungsmittel aus zu wählen ( ob veggie oder nicht ist zweitrangig) nur hochwertige Produkte sollten es sein .
    Danke

  10. Wirklich super interessanter Artikel. Wenn man als Veganer/Vegetarier diese Gefahren wirklich ernst nimmt, dann schränkt sich damit der Kreis der “erlaubten” Lebensmittel nochmal um einiges weiter ein. Gerade als Proteinquelle ist Tofu ja doch sehr beliebt.

    Ich persönlich habe sojabasierte Lebensmittel bis auf ein paar wenige Ausnahmen aus meinem Ernährungsplan verbannt. Wobei ich kein Veganer/Vegetarier bin und daher noch reichlich Proteinquellen zur Verfügung habe.
    Die Ausnahmen sind ein paar asiatische Gerichte (z.B. Mabotofu), wo Tofu einfach dazu gehört. Wenn ich 1 Mal im Monat Tofu auf meinem Teller habe, ist das jedoch schon viel und außergewöhnlich.
    Die obige Liste macht nicht unbedingt Apetitt darauf, diese Schlagzahl zu erhöhen.

    Viele Grüße,

    Sebastian Roth

  11. Hi, bin grundsätzlich mit dir auf einer Seite, aber warum essen dann die Asiaten Soja seit jahrtausenden und das nciht in unerheblichen Mengen und werden nicht krank??

    • Hallo Sonja,

      ich habe eine längere Zeit in China gelebt. Dort wird hauptsächlich fermentiertes Soja gegessen und durch diesen Prozess zumindest die negativen Eigenschaften von Hüslenfrüchten wie Lektine und Phytinsäure weitestgehend beseitigt. Auf der anderen Seite ist Soja zumindest in China kein “Grundnahrungsmittel” und wird daher wesentlich seltener gegessen, als wir in Europa meinen.

      Liebe Grüße
      Iris

  12. Ich zitiere einen Kommentar aus einem anderen Blog:

    “Der Kommentar scheint eine impressive Literaturliste anzuführen, überzeugt aber in Wirklichkeit in keiner Weise:

    1. ALLE Studien, die bezüglich unfermentierten und insgesamt berechneten MENSCHLICHEM Sojakonsumes gemacht wurden und die Auswirkungen auf Krebserkrankungen und Herzerkrankungen untersuchen, finden entweder einen Schutzeffekt von Soja oder keine Effekte. In der Gesamtauswertugn lassen sich klare Schutzeffekte aufzeigen und diese gelten mittlerweile als belegt. Lediglich beim fermentierten Soja ist die Befundlage unklarer, was möglicherweise am Salzgehalt liest, der nämlich ggg. Magenkrebs fördern kann. Nicht eine einzige Studie zeigt einen Befund, wo hoher Sojakonum im allgemeinen zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit bezüglich Krebs oder des Herzen führen würde, sondern die Befundlage weist auf das Gegenteil hin. Dies sind die beiden häufigsten Todesarten beim Menschen. Ebenfalls zeigen Studien mit Menschen positive Auswirkungen auf die Nierenfunktion etc.

    2. Ein Teil der hier durch den Kommentar angegebenen Studien bezieht sich auf artifizielle Tierversuche, bei denen einzelnen Tierarten, wie Mäusen, enorme Substanzmengen auf meistens artifiziellen Wegen verabreicht wurden. Diese Versuche sind nicht nur grausam, sondern aussagelos. Dennoch führen selbst diese Tierversuche in der Mehrheit zu positiven Auswirkungen und nur in einer Minderheit zu negativen Auswirkungen, was der Kommentar verschweigt. Allerdings gibt es nunmehr auch Belege, dass das Mausmodell gerade für Soja ungeeignet ist, weil die Konzentration bioverfügbare Isoflavone bis zu 150 mal höher als beim Menschen ist.

    3. Andere Studien sind komplett theoretisch, untersuchen überhaupt nicht die Fragestellungen, ob Soja die Gesundheit fördert oder nicht.

    4.Fast schon dreist ist die Angabe zu einer histologischen Brustkrebsstudie. Warum werden denn die vielen Studien weggelassen, die am Menschen genau die Auswirkungen auf Erkrankungsrisiko und Verlauf bei Brustkrebs untersucht haben? Diese sind ausnahmslos positiv. Soja hat einen klar protektiven Effekt, gerade bei Brustkrebs, wobei hier die Befundlage zeigt, dass der Sojakonsum früh beginnen sollte.

    5. Das Märchen des fermentierten Soja macht es durch seine Wiederholung nicht zur Wahrheit. Studien zeigen, dass wenn überhaupt unfermentierter Soja einen stärkeren krebsprotektiven Effekt hat bzw. bei fermentierten Soja die Befundlage uneindeutig ist. Oft wird auch gesagt, in Asien würde vorwiegend fermentierter Soja gegessen. Völliger Quatsch. Nicht alle Asiatensind Japaner, wobei auch dort natürlich unfermentierter Soja ebenfalls gegessen wird. Mehrheitlich wird ansonsten unfermentiertes Soja gegessen.

    6. Der Kommentar hat sich die Mühe gemacht, sozusagen mit der Lupe die wenigen Studien herauszusuchen, die tatsächlich oder potentiell kritische Apsekte thematisieren. Ein Großteil dieses Forschungsstandes ist veraltet und längst überholt. Die überwältigende Mehrheit der Studien zeigt dezidiert günstige Aspekte. Es ist aber schon bemerkenswert, wenn mehrere neue Studien vorliegen, dass der Kommentar dann teilweise Sachen aus den 80ern ausgräbt, die sich zwischenzeitlich als nicht tragfähig erwiesen haben. Es gibt aber Internetseiten, die immer wieder den Mythos der Schädlichkeit von Soja verbreiten wollen und immer wieder die gleichen alten Kamellen rausholen.

    7. In dem Übersichtsartikel, den wir hier besprechen, sind übrigens alle die hier genannten Aspekte umfassend diskutiert worden, wobei eine große Anzahlan Studien berücksichtigt wurde. Was aber wirklich unseriös ist, ist, dass der Kommentar in keiner Weise die ungeheure große Anzahl an Studien erwähnt, die zu dezidiert günstigen Auswirkungen kommen. E

    8. Soja ist ein seit Jahrtausenden verwandtes Lebensmittel, dessen gesundheitsförderliche Auswirkungen bereits lange bekannt waren bevor sie nunmehr wissenschaftlich umfassend belegt und dokumentiert worden sind. Es ist sehr schade, dass es einige Kreise gibt, die mit komplett theoretíschen, veralteten, zwischenzeitlich widerlegten oder nicht übertragbaren Befunden dieses gesunde traditioneller pflanzliche Lebensmittel schlecht reden wollen und damit in Wirklichkeit u.a. die MIlchindustrie fördern. Ganz im Gegensatz zu den Behauptungen haben sich nämlich bei den insgesamt Millionen mit Sojaersatzprodukten ernährten Säuglingen (wenn keine Muttermilch zur Verfügung stand) ein komplett normales Wachstum und keinerlei sonstige Auffälligkeiten ergeben.

    9. Wir haben ja einen Übersichtsartikel angegeben, haben aber in Facebook zusätzlich noch viele Einzelstudien in Kommentaren gepostet. Wir machen uns am WE noch einmal die Mühe, diese und weitere Studien auch hier als Kommentar zu posten, damit nicht der Eindruck entsteht, wir würden hier nur behaupten.”

    • Hallo Marie,

      vielen Dank für deinen Beitrag, die Soja-Thematik allumfassend darzustellen und auch andere Standpunkte hier wiederzugeben.

      Liebe Grüße
      Iris

    • Danke für Deinen Beitrag !

      Meine Hauptproteinquelle seit über 30 Jahre sind Bio – Tofu – Lebensmittel ,
      nun bin über 80 und nochimmer fit und gesund.

      LG. Peter

      • Lieber Peter,

        herzlichen Glückwunsch. Und toll, dass du mit über 80 offensichtlich noch Blogs liest.
        Dass du so gesund bist, wird wohl nicht “Dank” Tofu sein, sondern eher “trotz” Tofu. Und wie gesund du wirklich bist, zeigt sich dann auch nur bei einer Untersuchung deines Darms.
        Die anderen positiven Faktoren in deinem Leben können wir leider nicht einschätzen, aber vermuten, dass du wohl auch sehr aktiv bist!

        Weiter so, ob mit oder ohne Tofu.

        Grüße, Leon

  13. Welche Aminosäure ist den “Zystin”? … wenn die Aminosäure L-Cystein bzw. deren “Komponenten” L-Cystin gemeint ist, diese ist NICHT essentiell.

    L-Cystein und L-Methionin sind allerdings die einzigen Aminosäuren, die Schwefel beinhalten…

  14. Hi

    Ich finde es toll, dass du dich mit dieser wichtigen Frage auseinandersetzt. Leider erscheint mir aber die vorgelegte Recherche etwas unredlich bis unwissenschaftlich. Ein paar wirklich nett-gemeinte Inputs dazu:

    1. In einem rational/wissenschaftlichen Diskurs zur Gesundheitsfrage X sollte unvoreingenommen etwaige Pros und Contras evaluiert werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass man ein aufrichtiger “Wahrheitssucher” ist, und nicht bloss eine vorgefertigte Meinung durch weithergeholte Quellen aufpolieren lässt.

    Das ist hier leider nicht der Fall. Es werden bloss negative Studien erwähnt. Da aber alle wissen, dass es zu Sojaprodukten abertausende Studien gibt, und es nicht zu viel einer Annahme ist, dass mindestens eine davon positiv ausgefallen ist, spricht das hier stark für einen Selection-Bias. Sprich, sobald man weiss, dass jemand nur auf negative Resultate verweist, dann kann ein solcher Verweis für den Leser nicht zwischen Welten unterscheiden, in welchen 1000 positive und 1000 negative Artikel versus 1000 positive und 40 negative Artikel versus 40 positive und 1000 negative Artikel erschienen sind.

    2. Einige dieser Studien sind deutlich über 20-30 Jahre alt. Ein aktuelleres Bild der Forschungslage wäre glaubwürdiger, da in aktuellen Studien mit massiv besseren technischen Methoden gearbeitet wird als in Studien vom letzten Jahrhundert. Vor wenigen Dekaden haben Forscher zT Integrale bestimmt in dem sie eine Verlaufskurve auf Papier ausgeschnitten und dann gewogen hatten! (Heute macht das alles der Computer) Auch lehrt man selbst dazu, wenn man sich auf aktuellem Stand hält.

    3. Wenn man “grosse” Aussagen machen möchte, lohnt es sich dazu die quantitativ und qualitativ “grossartigen” Studien in Betracht zu ziehen. Kleine Fall-Kontroll-Studien tragen relativ wenig Gewicht. Zb kann man bei Pub-Med Meta-Analysen von hochwertigen prospektiven Studien (RCTs) zur Soja-Frage suchen. Dort finden sich interessanterweise auch einige sehr positive Schlussfolgerungen.

    • Hallo Michael,

      ich danke dir sehr für dein konstruktives Feedback zu meinem Artikel.
      Zu den einzelnen Punkten kann ich dir nur zustimmen und werde deine Anmerkungen gerne bei meinen kommenden Artikeln berücksichtigen.

      Liebe Grüße
      Iris