Die Sojalüge – Warum Deine veganen Freunde sich damit schaden

Die Sojalüge – Warum Deine veganen Freunde sich damit schaden

Erschreckend, aber leider wahr: Ob in Mayonnaise, Margarine, Schokolade, Kekse oder Speiseeis – in vielen Lebensmitteln sind Zutaten und Zusatzstoffe enthalten, die aus Sojabohnen hergestellt sein können.

Zwar gibt es immer mehr Menschen, die Soja bewusst meiden – egal ob Paleoaner, Vegetarier oder Veganer – doch es gibt leider auch immer noch viele, die ihren Latte mit Sojamilch trinken und die nicht wissen, dass die angeblichen gesundheitsfördernden Eigenschaften der Sojabohne eher eine Erfindung und zugleich eine Marketing-Strategie der gigantischen Nahrungsmittel- und Gentech-Industrie von Monsanto & Co. sind.

Wie ich darauf komme?

Weil die folgenden Fakten eindeutig gegen den Konsum von Soja sprechen.

 

Vorab: Soja und die Wissenschaft

Soja scheint ein sehr sensibles Thema zu sein, denn zu keinem Thema sonst findet man in der Gesundheitsbranche derart widersprüchliche und gegensätzliche Meinungen. Das fängt an bei Studien, die die selben gesundheitliche Vorteile von Soja entweder belegen oder widerlegen. Und geht über einige wirklich entsetzliche Einzelbeispiele hin zur Argumentation, dass Sojaprodukte in gewissen Bevölkerungen für Langlebigkeit sorgen.

Besonders die Literaturrecherche scheint immer genau die Meinung über Soja zu unterstützen, die man gerade sucht. Was erschwerend dazu kommt ist, dass viele Studien, die pro Soja argumentieren, von Firmen oder Fonds finanziert wurden, die ihr Geld durch Soja verdienen. Sind solche Studien als objektiv zu betrachten, auch wenn sie mit fachlicher Kompetenz glänzen?

Tierstudien sollten auf keinen Fall mit in die Argumentation einbezogen werden, da Tiere völlig anders auf Soja reagieren als Menschen (einzige Ausnahme: eine Studie [17] über Sojaöl).

Wir haben uns bemüht, das Thema Soja so objektiv wie möglich zu betrachten, und das auch nach gutem Ermessen geschafft. Eine generalisierte Meinung möchten wir hier trotzdem nur bedingt aussprechen (siehe Fazit), lieber beleuchten wir das Thema so objektiv wie möglich, und jeder kann sich dann selbst eine Meinung dazu bilden.

 

#1 Soja enthält Antinährstoffe

Es gibt unzählige Studien, die sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Soja auf unseren Körper auseinandersetzen.

Viele davon bringen Soja mit Mangelernährung, Verdauungsproblemen, Funktionsstörungen der Schilddrüse, Fruchtbarkeitsstörungen und sogar Herzerkrankungen und Krebs [1] in Verbindung.

Wie kann Soja in Zusammenhang mit so vielen Krankheiten gebracht werden?

Ganz einfach. In erster Linie und auch der Hauptgrund, warum Soja nicht zur Paleo-Ernährung gehört, ist vor allem, dass es sich bei der Sojabohne um eine Hülsenfrucht handelt.

Wie alle Hülsenfrüchte enthält somit auch Soja viele natürliche Giftstoffe.

Doch in der Sojabohne sind diese in hoher Konzentration enthalten und sind weitestgehend resistent gegen die traditionellen Wege diese loszuwerden wie beispielsweise durch das Kochen.

So enthält Soja wesentlich mehr Phytinsäure als andere Hülsenfrüchte und als jede Getreideart [2].

Lediglich die lange und langsame Fermentation, Einweichen und Keimen kann die Giftstoffe Phytinsäure und Lektine signifikant reduzieren [3]. Daher ist der Konsum von Miso, Natto und Tempeh unbedenklicher.

Da die meisten Sojaprodukte jedoch nicht fermentiert oder gekeimt sind, enthalten sie damit die volle Ladung Phytinsäure und Lektine [4].

Phytinsäure bindet Mineralien wie Zink, Kalzium, Eisen und Magnesium, sodass Dein Körper diese nur schwer aufnehmen und verwerten kann [5-8].

Dies führt längerfristig zu einer klassischen Mangelernährung, da gewisse Nährstoffe, die für den Körper überlebenswichtig sind, fehlen [9][10].

Werden Sojaprodukte wie Tofu zusammen mit Fleisch gegessen, so wird der Effekt von Phytinsäure auf die Aufnahme von Nährstoffen durch das Fleisch vermindert [11][12].

Vegetarier oder Veganer, die Tofu als Ersatz für Fisch oder Fleisch konsumieren, laufen daher Gefahr, dass sie einen Mangel an Mineralstoffen erleiden. Insbesondere an Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink..

Diese Mangelerscheinungen können dann indirekt zu Anämie (Blutarmut), Unfruchtbarkeit, Osteoporose und Immunschwäche führen.

Nicht umsonst essen Japaner traditionell eine kleine Menge an Tofu oder Miso (fermentiertes Soja) als Teil einer mineralstoffhaltigen Fischbrühe, gefolgt von einem Gang mit Fleisch oder Fisch.

 

Lektine hingegen können die Darmwände angreifen und somit in den Blutkreislauf gelangen und zu vielfältigen Entzündungen führen [13].

Lektine können zudem zu einer Resistenz gegenüber Leptin, einem Sättigungshormon, führen. Dies führt längerfristig zu Überessen und zu Übergewicht.

Warum? Dein Gehirn signalisiert Deinem Körper damit, dass Du immer noch hungrig bist, obwohl Du bereits genügend Kalorien zu Dir genommen hast [14].

Wenn Du Dich nun fragst, warum denn Asiaten keine Probleme mit Soja haben, so sei Dir gesagt, dass in Asien weniger Soja gegessen wird, als man meinen mag. Und wie schon gesagt, ist das meiste Soja fermentiert, sodass der Großteil der Lektine und Phytate entfernt wurde.

 

#2 Soja fördert Entzündungen

Soja ist eine gute Quelle der so heiß gelobten „mehrfach ungesättigten Fettsäuren“. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Die Realität ist, dass es entzündungsfördernde Omega-6-Fettsäuren und entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren gibt [15], die in einem sensiblen Gleichgewicht stehen. Prinzipiell essen wir „westlichen“ Menschen viel zu viele Omega-6-Fette.

Fette in Soja bestehen zu 95% aus Omega-6-Fetten. In einer Menge (>10g/100g Tofu), die nicht mehr als geringe Menge gelten kann. Auf diesem Wege ist Soja allein schon durch seine Fettsäure-Zusammensetzung direkt entzündungsfördernd. Dazu kommt, dass die meisten Soja-Produkte in irgendeiner Form hitzebehandelt wurden. Durch die große Hitze und den geringen Antioxidantien-Gehalt (z.B. Vitamin E) oxidieren diese Fette, es entstehen freie Radikale (ROS) sowie Transfette [16]. Und die Abwärts-Spirale nimmt ihren Lauf …

In einer Tierstudie wurde Mäusen entweder eine Diät reich an Kokosöl, reich an Sojaöl oder reich an Fruktose (Kontrollgruppe, die durch die Fruktose fettleibig wird) verfüttert. Man wollte den Effekt von Sojaöl auf die Entwicklung von Fettleibigkeit untersuchen. Das Ergebnis verschlug selbst mir die Sprache: Die Sojaöl-gefütterte Gruppe war am Ende fetter und kränker als die Kontrollgruppe! [17]. Die Leber dieser Gruppe war regelrecht zerfressen durch die Entzündungen …

 

#3 Schwere Verdaubarkeit und Allergierisiko

Nun enthalten Sojabohnen aber auch noch Proteasehemmer.

Wie der Name schon verrät, blockieren diese Stoffe Proteasen, Enzyme, welche für die Verdauung von Proteinen zuständig sind.

Nicht nur ist das Protein in Soja auch so schon schwer verdaulich [36][37]: Durch die Hemmung der Eiweiß verdauenden Enzyme kann der Soja-Konsum zu chronischem Eiweißmangel führen. Denn wenn Eiweiß nicht gut verdaut wird, fehlen wichtige Aminosäuren im Körper. Von Aminosäuremangel kann das Gehirn betroffen sein und der gesamte Stoffwechsel.

Außerdem entstehen durch schlecht oder nur teilweise verdaute Proteine Nahrungsmittelallergien (siehe Gluten), was sowohl das Immunsystem als auch die Darmflora auf Dauer überfordert. Geschätzte 40 % der westlichen Bevölkerung reagieren in größerem oder kleinerem Ausmaß allergisch auf Soja [18].

Ob als Sojaflocken, Sojamehl, Soja-Lecithin, Soja-Öl oder isoliertes Soja-Protein – Soja findet man in zahlreichen Lebensmitteln wieder.

Mehr oder weniger unbewusst ist die Sojabohne damit zum „Grundnahrungsmittel“ geworden.

Und ist damit laut dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) ein Anwärter auf einen Hitlistenplatz der Allergieauslöser.

Proteasehemmer können weiterhin zu Fäulnis- und Giftbildung im Darm, Leaky Gut und einem schwachen Immunsystem führen [19].

 

#4 Schilddrüsen mögen kein Soja

Außerdem enthält Soja Goitrogene, die zu Problemen mit der Schilddrüse führen können [20].

Goitrogene sind Stoffe, die eine Vergrößerung der Schilddrüse hervorrufen, da die im Soja enthaltenen Goitrogene die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmen.

Die Folge ist, dass die Schilddrüse nicht ausreichend Hormone produzieren kann.

Auch im Blumenkohl, Brokkoli oder Kohl sind Goitrogene enthalten. Im Gegensatz zum Soja werden diese jedoch beim Kochen entfernt oder sind nur in geringer Menge enthalten.

Es bleibt zu erwähnen, dass die negativen Effekte von Soja auf die Schilddrüse nur in Zusammenhang mit einem Iod-Mangel auftreten, welcher leider sehr häufig vorkommt in unseren Breitengraden. Solltest Du Dich trotzdem für den Verzehr von Soja entscheiden, so achte um jeden Preis auf eine ausreichende Iod-Versorgung (die vegane Alternative zu Fisch wären Algenprodukte), um einer Erkrankung der Schilddrüse vorzubeugen!

 

#5 Hormonwirkungen und Krebsrisiko

Häufig fällt in Verbindung mit Soja der Begriff Phytoöstrogene oder Hormone.

Soja enthält Phytoöstrogene („pflanzliche Östrogene“), die eine Störung des Gleichgewichts von Sexualhormonen bei Frauen und Männern hervorrufen können [21]. Diese Stoffe heißen im Soja Isoflavone und imitieren im Körper dabei das Östrogen, binden also an die Östrogen-Rezeptoren und lösen Reaktionen aus, die sonst nur von diesem streng regulierten Hormon ausgelöst werden [22].

Dies wirkt sich zunächst nicht negativ auf den Hormonhaushalt aus, da Testosteron- und Östrogenspiegel unverändert bleiben [23]. Außerdem wird auch nicht, wie oft behauptet, die Fruchtbarkeit von Männern beeinträchtigt, obwohl die Männer, die am meisten Soja verzehren, die wenigsten Spermien haben [24].

 

Jedoch reagieren die Zellen so, als wäre massenhaft Östrogen da. Und jetzt wird’s haarig:

Östrogen ist bei weiblichen Brustepithelzellen der wichtigste Wachstumsfaktor.

  • Isoflavone führen zu übermäßigem Wachstum dieser Zellen, auf Deutsch: Zysten [25]. Diese können sich, da gutartige Tumoren, jedoch zu bösartigen Tumoren entwickeln. Mir persönlich bereitet das Sorgen.
  • Auf der anderen Seite schneidet Soja in zahlreichen Beobachtungsstudien gut ab: Frauen, die Soja essen, haben ein minimal geringeres Brustkrebsrisiko [26]. Fairerweise muss hier gesagt werden, dass in diesen Beobachtungsstudien sehr oft ein Bias vorliegt: Das geringere Brustkrebsrisiko kann am Soja liegen, es kann jedoch auch sein, dass Frauen, die einen gesunden Lebensstil pflegen (geringeres Brustkrebsrisiko), mehr Soja essen.
  • Sobald Brustkrebs auftritt, tritt das Gegenteil auf: durch die Isoflavone (Wachstumsfaktoren) wächst der Tumor nur noch schneller [27].
  • In Männern steigt das Risiko für Prostatakrebs bei hohem Sojakonsum [37]. Ob das an der Unterdrückung der Spermabildung liegt, wird nicht erläutert.
  • Das Leberkrebs und Dickdarmkrebs-Risiko ist durch Soja reduziert [38]. Das sollte fairerweise auch erwähnt werden.

 

Die in der Sojabohne enthaltenen Phytoöstrogene sind außerdem so zahlreich vorhanden, dass Babys, die eine Soja-basierte Säuglingsnahrung bekommen, eine um ca. 20.000-fache Erhöhung von Isoflavonen in ihren kleinen Körpern haben [28]. Das grenzt einer Hormonbehandlung für Baby‘s. Doch dazu mehr im Kapitel „Soja in Säuglingsnahrung“.

Oft wird argumentiert, dass die in Soja enthaltenen Phytoöstrogene das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Hier findet man Studien, die das entweder unterstützen [39] oder widerlegen [40]. Da dieser Widerspruch in Bezug auf Soja sich wie ein roter Faden durch die Literatur zieht, ist ein Bias sehr viel wahrscheinlicher als ein klarer Trend. Eher würde ich diesen Punkt aus jeder Argumentation lassen, als eine klare Aussage zu treffen.

 

Frauen in den Wechseljahren scheinen von Soja-Isoflavonen zu profitieren, da typische Wechseljahres-Symptome reduziert werden. Allerdings ist das auch so ziemlich die einzige Bevölkerungsgruppe, denen ich Soja in moderaten Mengen empfehlen würde.

 

#6 Soja unterdrückt das Immunsystem

Die Sojabohne enthält Saponine. Saponine sind eine Gruppe von in Pflanzen enthaltenen Glykosiden. Der Begriff Saponine leitet sich aus dem lateinischen Wort „sapo“ ab und bedeutet „Seife“. Denn beim Schütteln mit Wasser ergibt dies oft einen seifenartigen Schaum.

Saponine gehören zu den Abwehrstoffen, mit denen sich Pflanzen wie Soja gegen Fressfeinde wie uns Menschen schützen wollen. Diese Stoffe gehen beim Kochen leider nicht verloren.

 

Was Saponine bei uns anrichten können?

  • Sie verbinden sich mit Gallensalzen und können so die Fettverdauung stören [29]
  • Sie haben zwar einen wachstumshemmenden Effekt auf Krebszellen [29], …
  • Jedoch führt derselbe Effekt auch zu einer aktiven Unterdrückung des Immunsystems [30], was ich persönlich nicht von meiner Nahrung möchte.
  • Diese Unterdrückung des Immunsystems wird oft als anti-inflammatorisch bezeichnet, besonders im Kontext von Autoimmunerkrankungen, jedoch ist dieser Effekt nur marginal [31].

Hemmung der Fettverdauung und Unterdrückung des Immunsystems? Nein danke!

 

#7 Soja verklumpt das Blut

Soja enthält Hämagglutinin. Das ist ein gerinnungsfördernder Stoff, der bewirkt, dass rote Blutkörperchen verklumpen. Damit kann er Blutgerinnsel sowie Thrombose und Embolien fördern. Besonders problematisch ist dies im Zusammenhang mit einem kaputten Darm, also dann, wenn Stoffe wie Hämagglutinin, die sonst nichts im Körper verloren haben, in den Körper gelangen [19].

Besonders vielsagend finde ich, dass Hämagglutinine von Viren wie dem Eppstein-Barr-Virus im Körper freigesetzt werden. Aber Pflanzen können das auch. Weizen und Soja sind die prominentesten Vertreter dieser Saboteure.

Beim Fermentieren von Soja werden wenigstens diese wachstumshindernden Komponenten unschädlich gemacht.

 

#8 Weitere Probleme mit Soja

  1. Wird Soja als Haupteiweißquelle hergenommen, und Wissen über gewisse Nährstoffe, die in tierischen Produkten, aber nicht in Pflanzen vorkommen, etwa B-Vitamine, kommt es besonders bei Kindern zu nachhaltigen Problemen: Wachstumsstörungen der Muskeln und des Gehirns sowie Stoffwechselentgleisungen wie Diabetes und Übergewicht. Besonders Vitamin B12, welches in Soja nicht vorhanden ist, muss dann zusätzlich supplementiert werden [32][33].
  2. Industriell verarbeitete Soja-Produkte enthalten durch die Herstellungsverfahren produktionsbedingte krebserzeugende Stoffe (z. B. Hexan, Nitrosamine und Lysinoalanin) und andere gefährliche, schädliche Substanzen als Reaktionsprodukte bzw. Rückstände mehrerer Verarbeitungsschritte. Solltest Du also trotzdem Soja essen, so achte bitte auf biologische Herkunft und schonende Verarbeitung der Produkte!
  3. Studien zeigen eine mehr als dreifach erhöhte Rate von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen bei regelmäßigem Sojaverzehr [34]. In einer indonesischen Studie wurde hoher Tofu-Verzehr mit einer höheren Demenz-Rate in Verbindung gebracht. Zufall? Oder ist das der Vitamin B-Mangel, welcher sich im Alter bemerkbar macht [35]?

 

#9 Soja in Säuglingsnahrung

Einige weitere Fakten, die mir besonders als Mutter wichtig sind zur Soja-Thematik hinzuzufügen, beziehen sich auf Soja in Babynahrung.

Sojaproteinisolat ist der Hauptbestandteil von Soja-basierender Säuglingsnahrung.

Zusammen mit Trypsinhemmern und Isoflavonen hat diese Art der Säuglingsnahrung einen hohen Phytinsäuregehalt.

So verursacht die Verwendung von Soja-Babynahrung vor allem einen Zinkmangel bei Säuglingen [41].

Zudem enthält Soja-Flaschenmilch einen erhöhten Aluminiumgehalt [42].

Aluminium ist so gesundheitsschädlich, weil es einen toxischen Effekt auf die Nieren von Säuglingen besitzt und als eine Ursache von Alzheimer bei Erwachsenen in Verbindung gebracht wird.

Die in dieser „Säuglingsnahrung“ enthaltenen Antinährstoffe scheinen sich zwar nicht auf die generelle Fruchtbarkeit der damit ernährten Kinder auszuwirken, jedoch kommt es durch den Isoflavon-Gehalt, der einer Hormonbehandlung gleich kommt, zu Störungen in Wachstum der Geschlechtsorgane [43][44] bis hin zu Menstruations-Störungen bei Mädchen.

Der Soja-Flaschenmilch fehlt zudem das gerade für die Entwicklung des Gehirns und des Nervensystems von Babys wichtige Cholesterin sowie Lactose und Galactose, die ebenfalls in der Entwicklung des Nervensystems eine wichtige Rolle spielen.

Hormone, Aluminium, fehlende Wachstumsfaktoren wie Zink und Protein, Allergie-Risiko … würde ich meinem Kind so etwas geben? Nein. Im Leben nicht. Baby’s brauchen Milch [48]. Punkt.

 

Fazit – Soja ist nichts für die menschliche Ernährung

Soja ist in erschreckend vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten.

Doch auch die typischen Nachteile von Hülsenfrüchten mit den Giftstoffen Lektine und Phytate sind bei der Sojabohne vorzufinden und lassen sich nicht durch das Kochen entfernen.

Die meisten pro-Soja-Studien wirken auf den ersten Blick eingängig und überzeugend, wer sich jedoch tiefer mit der Materie beschäftigt, besonders mit den zugrundeliegenden Mechanismen im Körper, wird erschrecken. Und hoffentlich einsehen, dass Soja absolut nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Weder für Kinder noch für ältere Menschen oder Otto-Normalverbraucher.

Aber auch die Dosis macht das Gift. Unter Abwägung der Vor- und Nachteile von Soja empfehle ich Dir jedoch, nur maximal 1x pro Woche eine kleine Portion Soja, etwa ein Glas Sojamilch oder ein kleines Stück Tofu, oder das Vitamin K-reiche Natto, zu essen. Öfters nicht. Wer Soja täglich konsumiert, trägt das Risiko selbst.

 

Also wie kannst Du sicherstellen, dass Du keine Lebensmittel isst, die die aus der Sojabohne hergestellten Zutaten und Zusatzstoffe enthalten?

Mit der Paleo-Diät bereitest Du Deine Gerichte aus frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln zu und kannst so dafür sorgen, dass kein Soja in Deinen Körper gelangt.

Getreu dem Motto:

Real food doesn’t have labels!

Isst Du viel Soja? Was hältst Du von Soja? Sag uns Deine Meinung jetzt unten in den Kommentaren!

PS: Wenn Du Dich intensiver mit den gesundheitlichen Auswirkungen des Soja-Verzehrs auseinandersetzen möchtest, hat die Weston A. Price Foundation einige gute Quellen parat: eine Sammlung von Studien hierzu empfehlen: [45].

Außerdem fasst das Video [46] der Weston A. Price Foundation die negativen Folgen des Soja-Konsums noch einmal in Kürze zusammen.

Und auch die Märchen und Wahrheiten über Soja [47] kann ich Dir zum Nachlesen empfehlen.

 

 

Einzelnachweise:

[1] Ward, H. et al.: „Breast, colorectal, and prostate cancer risk in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition-Norfolk in relation to phytoestrogen intake derived from an improved database”, American Journal of Clinical Nutrition, February 2010, Vol. 91 Nr. 2, S. 440-448

[2] El Tiney, A.H.: „Proximate Composition and Mineral and Phytate Contents of Legumes Grown in Sudan“, Journal of Food Composition and Analysis, März 1989, S. 69-78

[3] Ologhobo, A.D. et al.: „Distribution of phosphorus and phytate in some Nigerian varieties of legumes and some effects of processing“, Journal of Food Science, Vol. 49 (1), Januar 1984, S. 199-201

[4] el-Adawy, T. A.; Rahma, E. H.; el-Bedawy, A. A.; Sobihah, T. Y. (2000): Effect of soaking process on nutritional quality and protein solubility of some legume seeds. In: Die Nahrung 44 (5), S. 339–343. DOI: 10.1002/1521-3803(20001001)44:5<339::AID-FOOD339>3.0.CO;2-T.

[5] R. S. Gibson et al.: “A review of phytate, iron, zinc, and calcium concentrations in plant-based complementary foods used in low-income countries and implications for bioavailability”, Food and Nutrition Bulletin, Juni 2010, S. 134-146))

[6] Van Rensburg, S. J. et al.: „Nutritional status of African populations predisposed to esophageal cancer“, Nutrition and Cancer, Vol. 4, 1983, S. 206-216))

[7] Harland, B. F. et al.: „Nutritional status and phytate. Zinc and phytate X calcium. Zinc dietary molar ratios of lacto-ovovegetarian Trappist monks. 10 years later“, Journal of the American Dietetic Association, Dezember 1988, S. 1562-1566)).

[8] Galan, Maria Gimena; Drago, Silvina Rosa (2014): Effects of soy protein and calcium levels on mineral bioaccessibility and protein digestibility from enteral formulas. In: Plant foods for human nutrition (Dordrecht, Netherlands) 69 (3), S. 283–289. DOI: 10.1007/s11130-014-0432-y.))

[9] https://www.researchgate.net/publication/45693634_A_Review_of_Phytate_Iron_Zinc_and_Calcium_Concentrations_in_Plant-Based_Complementary_Foods_Used_in_Low-Income_Countries_and_Implications_for_Bioavailability

[10] http://jn.nutrition.org/content/138/12/2363.long

[11] Sandstrom, B. et al.: „Effect of protein level and protein source on zinc absorption in humans“, Journal of Nutrition, 119(1), Januar 1989, S. 48-53

[12] Lonnerdal, B.; Cederblad, A.; Davidsson, L.; Sandstrom, B. (1984): The effect of individual components of soy formula and cows‘ milk formula on zinc bioavailability. In: The American journal of clinical nutrition 40 (5), S. 1064–1070.

[13] Dr. Feil: „Bringt Weizen uns ins Grab“, http://www.dr-feil.com/allgemein/weizen.html

[14] Shapiro, Alexandra; Mu, Wei; Roncal, Carlos; Cheng, Kit-Yan; Johnson, Richard J.; Scarpace, Philip J. (2008): Fructose-induced leptin resistance exacerbates weight gain in response to subsequent high-fat feeding. In: American Journal of Physiology -Regulatory, Integrative and Comparative Physiology 295 (5), R1370-R1375. DOI: 10.1152/ajpregu.00195.2008.

[15] A.P. Simopoulos (2006): „Evolutionary aspects of diet, the omega-6/omega-3 ratio and genetic variation: nutritional implications for chronic diseases“

[16] Lopez-Garcia, Esther; Schulze, Matthias B.; Meigs, James B.; Manson, JoAnn E.; Rifai, Nader; Stampfer, Meir J. et al. (2005): Consumption of trans fatty acids is related to plasma biomarkers of inflammation and endothelial dysfunction. In: The Journal of nutrition 135 (3), S. 562–566.

[17] Deol, Poonamjot; Evans, Jane R.; Dhahbi, Joseph; Chellappa, Karthikeyani; Han, Diana S.; Spindler, Stephen; Sladek, Frances M. (2015): Soybean Oil Is More Obesogenic and Diabetogenic than Coconut Oil and Fructose in Mouse: Potential Role for the Liver. In: PloS one 10 (7), e0132672. DOI: 10.1371/journal.pone.0132672.

[18] Nowak-Węgrzyn, Anna; Katz, Yitzhak; Mehr, Sam Soheil; Koletzko, Sibylle: Non–IgE-mediated gastrointestinal food allergy. In: Journal of Allergy and Clinical Immunology 135 (5), S. 1114–1124. DOI: 10.1016/j.jaci.2015.03.025.

[19] Sotelo-Lopez, A.; Hernandez-Infante, M.; Artegaga-Cruz, M. E. (1978): Trypsin inhibitors and hemagglutinins in certain edible leguminosae. In: Archivos de investigacion medica 9 (1), S. 1–14.

[20] Doerge D. R., Sheehan, D. M.: “Goitrogenic and estrogenic activity of soy isoflavones”. Environ Health Perspect, Juni 2002; Vol. 110 (3), S. 349-53

[21] Cederroth, C. R. et al.: “Soy, phytoestrogens and their impact on reproductive health”, Molecular and Cellular Endocrinology, Mai 2012, Vol. 355 (2), S. 192-200

[22] Morito, K.; Hirose, T.; Kinjo, J.; Hirakawa, T.; Okawa, M.; Nohara, T. et al. (2001): Interaction of phytoestrogens with estrogen receptors alpha and beta. In: Biological & pharmaceutical bulletin 24 (4), S. 351–356.

[23] Hamilton-Reeves, Jill M.; Vazquez, Gabriela; Duval, Sue J.; Phipps, William R.; Kurzer, Mindy S.; Messina, Mark J. (2010): Clinical studies show no effects of soy protein or isoflavones on reproductive hormones in men: results of a meta-analysis. In: Fertility and sterility 94 (3), S. 997–1007. DOI: 10.1016/j.fertnstert.2009.04.038.

[24] Chavarro, Jorge E.; Toth, Thomas L.; Sadio, Sonita M.; Hauser, Russ (2008): Soy food and isoflavone intake in relation to semen quality parameters among men from an infertility clinic. In: Human Reproduction 23 (11), S. 2584–2590. DOI: 10.1093/humrep/den243.

[25] Effects of soy-protein supplementation on epithelial proliferation in the histologically normal human breast. Am J Clin Nutr 1998 68: 6 1431S-1435S

[26] Trock, Bruce J.; Hilakivi-Clarke, Leena; Clarke, Robert (2006): Meta-Analysis of Soy Intake and Breast Cancer Risk. In: Journal of the National Cancer Institute 98 (7), S. 459–471. DOI: 10.1093/jnci/djj102.

[27] Helferich, W. G.; Andrade, J. E.; Hoagland, M. S. (2008): Phytoestrogens and breast cancer: a complex story. In: Inflammopharmacology 16 (5), S. 219–226. DOI: 10.1007/s10787-008-8020-0.

[28] Setchell, K. D.; Zimmer-Nechemias, L.; Cai, J.; Heubi, J. E. (1998): Isoflavone content of infant formulas and the metabolic fate of these phytoestrogens in early life. In: The American journal of clinical nutrition 68 (6 Suppl), 1453S-1461S.)

[29] Rao, A V; Sung, M-K. : „Saponins as anticarcinogens“ The Journal of Nutrition; Bethesda125.3 (Mar 1995): 717S-724S.

[30] Kang, Ji-Hye; Sung, Mi-Kyung; Kawada, Teruo; Yoo, Hoon; Kim, Young-Kyoon; Kim, Jeong-Sang; Yu, Rina (2005): Soybean saponins suppress the release of proinflammatory mediators by LPS-stimulated peritoneal macrophages. In: Cancer letters 230 (2), S. 219–227. DOI: 10.1016/j.canlet.2004.12.041.

[31] Lee, Ji Hye; Jeon, Ji Kyeong; Kim, Seong Gyu; Kim, Sae Hun; Chun, Taehoon; Imm, Jee-Young (2011): Comparative analyses of total phenols, flavonoids, saponins and antioxidant activity in yellow soy beans and mung beans. In: International Journal of Food Science & Technology 46 (12), S. 2513–2519. DOI: 10.1111/j.1365-2621.2011.02775.x.

[32] Black, Maureen M. (2008): Effects of vitamin B12 and folate deficiency on brain development in children. In: Food and nutrition bulletin 29 (2 Suppl), S126-31.

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[34] D. Roccisano „A possible cause of Alzheimer’s dementia – industrial soy foods“, Med Hypotheses, März 2014, 82 (3), S. 250-254.

[35] Hogervorst, E. A. et al.: “High Tofu Intake Is Associated with Worse Memory in Elderly Indonesian Men and Women”, Dementia and Geriatric Cognitive Disorders, Juli 2008, Vol. 26 (1), S. 50-57

[36] Gilani, G. Sarwar; Cockell, Kevin A.; Sepehr, Estatira (2005): Effects of antinutritional factors on protein digestibility and amino acid availability in foods. In: Journal of AOAC International 88 (3), S. 967–987.

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[39] van der Schouw, Yvonne T.; Kreijkamp-Kaspers, Sanne; Peeters, Petra H.M.; Keinan-Boker, Lital; Rimm, Eric B.; Grobbee, Diederick E. (2005): Prospective Study on Usual Dietary Phytoestrogen Intake and Cardiovascular Disease Risk in Western Women. In: Circulation 111 (4), S. 465–471. DOI: 10.1161/01.CIR.0000153814.87631.B0.

[40] Zhang, Xianglan; Shu, Xiao Ou; Gao, Yu-Tang; Yang, Gong; Li, Qi; Li, Honglan et al. (2003): Soy food consumption is associated with lower risk of coronary heart disease in Chinese women. In: The Journal of nutrition 133 (9), S. 2874–2878.

[41] Lönnerdal, B. et. al.: „The effect of individual components of soy formula and cows‘ milk formula on zinc bioavailability”, American Journal of Clinical Nutrition, 1984, Vol. 40 (5), S. 1064-1070

[42] Vandenplas, Yvan; Castrellon, Pedro Gutierrez; Rivas, Rodolfo; Gutierrez, Carlos Jimenez; Garcia, Luisa Diaz; Jimenez, Juliana Estevez et al. (2014): Safety of soya-based infant formulas in children. In: The British journal of nutrition 111 (8), S. 1340–1360. DOI: 10.1017/S0007114513003942.

[43] Margaret Adrian Adgent (2013): „Early life soy exposure and child development : an assessment of language acquisition, play behavior and time-to-menarche“

[44] Zung, Amnon; Glaser, Tamar; Kerem, Zohar; Zadik, Zvi (2008): Breast development in the first 2 years of life: an association with soy-based infant formulas. In: Journal of pediatric gastroenterology and nutrition 46 (2), S. 191–195. DOI: 10.1097/MPG.0b013e318159e6ae

[45] The Weston A. Price Foundation: „Adverse Effects of Dietary Soy“, http://www.westonaprice.org/health-topics/studies-showing-adverse-effects-of-dietary-soy-1939-2008

[46] The Weston A. Price Foundation: „Toxic Food Ingredient“,  https://www.youtube.com/watch?v=DJ93AdNLgWc&feature=youtu.be

[47] The Weston A. Price Foundation: „Märchen und Wahrheiten über Soja „, http://www.westonaprice.org/translations/myths-truths-about-soy-german-translation

[48] Mangani, Charles; Maleta, Kenneth; Phuka, John; Cheung, Yin Bun; Thakwalakwa, Chrissie; Dewey, Kathryn et al. (2015): Effect of complementary feeding with lipid-based nutrient supplements and corn-soy blend on the incidence of stunting and linear growth among 6- to 18-month-old infants and children in rural Malawi. In: Maternal & child nutrition 11 Suppl 4, S. 132–143. DOI: 10.1111/mcn.12068.

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Paleo Reset 30 Tage Challenge
Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
35 bemerkungen  |   Kommentare zu oder Hallo sagen Iris

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  1. Interressanter Artikel über Soja. Vieles war mir bisweilen unbekannt.
    Nun geht es mit dem Soja nicht nur Veganern an den Kragen, da es ja wie du beschreibst in vielen Lebensmitteln vertreten ist.
    Auch ist es nicht so, dass alle Veganer zwangsläufig ohne Ende Tofu essen. Von mir kann ich das jedefalls nicht behaupten 😉
    Verhält es sich mit dem veganen Lifestyle nicht genauso wie mit allen anderen Ernährungskonzepten? Dass man im Blick haben sollte, was man zu sich nimmt, und in welchem Ausmaß.
    Von daher finde ich den provokanten Titel dieses Artikels etwas frech; den Text selbst jedoch nicht minder interessant!

    Mit veganem Gruße, Jule

    • Hi Jule,

      vielen Dank für dein Kommentar!

      Ich hoffe doch, dass Veganer nicht ausschließlich Tofu essen. Aber aus meiner Erfahrung nehmen viele Veganer mehr Produkte auf Soja-Basis zu sich als wir „Fleischfresser“. Manche weil sie das Geschmackserlebnis von Fleisch oder Wurst nicht missen wollen, andere weil die Produkte proteinhaltig sind.

      Und du hast. Auch nicht-Veganer nehmen oft unbewusst Soja zu sich. Ziel meines Beitrags ist es daher, darauf aufmerksam zu machen, dass entgegen der Versprechen der Soja-Marketing-Maschine dies keine Wunderbohne ist.

      Ich erlebe leider immer wieder in Gesprächen im Freundes- und Familienkreis, dass eben viele wirklich nicht wissen, was alles in den Lebensmitteln, die regelmäßig in ihren Einkaufswagen landen, tatsächlich steckt und wie sie verarbeitet werden. Es freut mich somit, wenn unabhängig von der Paleo- oder veganen Bewegung immer mehr Menschen sich dessen bewusst machen.

      Liebe Grüße
      Iris

    • Auch ich war einige Jahre vegan- und mich hat es gesundheitlich leider „voll erwischt“. Ich habe grösstenteils nach Attila Hiltmann`s veganen Kochbüchern gelebt, die extrem Soja- und Agavendicksaftlastig sind. Meine Gesundheit habe ich mir mit meiner damaligen Lebensweise leider so zerlegt, dass ich mehr als ein Jahr gebraucht habe, um wieder auf den Weg der Besserung zu gelangen. Damals wusste ich nichts über die möglichen Nebenwirkungen und dachte, ich ernähre mich total super- davon waren übrigens auch die Ärzte (Stoffwechselspezialisten bis Gynäkologen) überzeugt, die ich konsultierte (und die mir nicht helfen konnten, und/oder mich mit meiner Latte an Symptomen von extremer Gewichtszunahme bis Herzrasen nicht ernst nahmen).
      Heute lebe ich Keto und habe mich weitestgehend selbst geheilt…..allerdings waren die letzten Jahre nicht gerade lebenswert……

      • Hallo Sabrina,

        vielen Dank für dein Kommentar und deinen Erfahrungen mit Soja.

        Mir hat heute erst jemand erzählt, dass er seit über 10 Jahren regelmäßig Soja konsumiert und gar keine gesundheitlichen Probleme hat. Aber jeder Mensch reagiert dann eben doch unterschiedlich. Die Dosis, der Lebensstil und sonstige Essgewohnheiten spielen sicherlich da mit rein. Deine Erfahrungen zeigen mir, dass gerade bei einer veganen Ernährung es besonders schwierig ist, gesund vegan zu leben. Insbesondere, wenn man sich nicht intensiv und kritisch mit dieser Ernährungsform beschäftigt und den veganen „Stars“ und ihren Büchern blind folgt.

        Liebe Grüße
        Iris

  2. Ich finde es auch immer wieder erschreckend, was da so in den Regalen mit der Überschrift „vegan“ oder „vegetarisch“ landet. Ellenlange Zutatenlisten sind heute aber scheinbar so normal, dass niemand mehr darauf achtet. Ich selber habe das vor meinem Paleo-Start auch nicht getan. Und die Soja-Problematik war mir damals schon gar nicht bewusst. Kein Wunder: Die großen Lebensmittelkonzerne haben so riesige Werbebudgets, dass sie alle anderen einfach niederbrüllen können.

    • Hi Guido,

      ein weiteres Problem besteht vor allem darin, dass es als Verbraucher auch immer schwieriger wird, nachzuvollziehen, was so alles in den Lebensmitteln steckt, selbst wenn man darauf achtet. So wird mittlerweile bei der Zutatenliste bewusst „geschummelt“. Ein Beispiel hierfür ist Honig, der mit Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen verunreinigt ist. Dieser muss nicht gekennzeichnet werden, weil Pollen nach Ansicht des EU-Parlaments keine Zutat des Honigs seien, sondern natürlicher Bestandteil von Honig sind. Absurd, aber leider wahr.

      Liebe Grüße
      Iris

  3. Ich denke, dass ist ein ganz wichtiger Punkt, denn Iris hier anspricht.
    Wenn ich, als Nicht-Veganer, zu Veganz gehe oder mir zum Teil die veganen Produkte in (Bio-) Supermärkten anschaue, dann sträuben sich mir die Haare.
    Das hat nichts mehr mit gesunder Ernährung zu tun.
    Geschweige denn mit gesundem Menschenverstand, wenn ich z.B. vegane Truthähne aus den USA importiere oder Kokosjoghurt aus Großbritannien.

    Das ist doch zynisch, sich auf die Fahne zu schreiben, man schützt die Tiere aus ethischen und moralischen Gründen aber macht sich keine Gedanken über die krankmachenden Inhaltsstoffe der Produkte und über die enormen Transportwege. Und die vegane Crowd, um beim Beispiel von Veganz zu bleiben, nimmt dann auf Plastikstühlen von IKEA
    platz, ihren Kaffee trinkend und glaubt, alles richtig gemacht zu haben. Absurd!

    Vegan, Vegetarisch, Paleo alles sehr gerne aber bitte auch alles kritisch hinterfragen und abwägen
    Denn jede Ernährungsweise hat ihre Tücken und per se ist somit der Veganer (oder andere) kein Gutmensch.

    • Ich kann mich voll mit Deinen Argumenten identifizieren. Die primäre Darstellung über die Giftstoffe Phytat und Lektine sind sehr verallgemeinert, denn diese kommen in verschiedenen Pflanzenarten vor. Lektine sind nicht immer giftig http://www.urgeschmack.de/lektine/. Deshalb sollte man genau schauen, was man will oder nicht. Egal ob Vegan oder nicht. Ich kann von mir behaupten, dass ich mich gesund ernähre aber weder Vegan noch nach Paleo. Soja ist dabei allerdings noch nie vorgekommen, aber dafür sehr viel Leinöl, Leinsamen und natürlich Rindfleisch und ein gutes Bier ist auch nicht zu verachten.

      • Nur sind Leinsamen auch voll mit Antinährstoffen und stehen der Sojabohne was Phytate angeht in nichts nach. Wenn du mit Leinöl dein Omega3 pushen willst kannst es gleich lassen, die Umwandlungsrate liegt unter 10% in DHA- EPA.

        Lg

  4. Mein Arzt hat mir schon vor Jahren abgeraten, Soja zu konsumieren, weil die Pflanze die ganzen Giftstoffe die in den Böden sind, aufnimmt.
    Super Artikel, danke.

  5. Klar Soja ist nicht soo gesund, ausser mann nimmt ihn in fermentierter Form zu sich. Nur damit Fleischkonsum zu rechtfertigen und eine Paleo Ernährung zu befürworten ist reine Augenwischerei.
    Denn wo landet denn der Löwenanteil des genveränderten Soya und Mais aus Nord – und Südamerika. In den Mägen aller Zuchttiere weltweit. Egal ob Schwein, Rind oder Huhn. Und zu denken, dass sich dass nicht auch auf den Menschen überträgt ist völlig unverantwortlich. Denn auch wenn Genprodukte bei uns verboten sind, über die Tiere finden sie doch ihren Weg in unseren Körper.

    • Hallo Emin,

      ich spreche mich auch ganz klar gegen Mais- und Sojakraftfutter aus – genetisch manipuliert oder nicht. Der Hauptbestandteil der Paleo-Ernährung ist Gemüse und nicht Fleisch, wie es immer wieder gerne in den Medien propagiert wird. Wenn es dann aber Fleisch auf dem Teller des Paleoaners gibt, dann ist dessen Herkunft aus artgerechter Haltung und damit auch die artgerechte Ernährung des Tieres wichtig. Daher kommt bei Paleo nur Fleisch von Tieren aus Weidehaltung in Frage. Und hier geht man am besten direkt zum Erzeuger bzw. Bauern und nicht in den Supermarkt.

      Mehr über die Grundlagen von Paleo erfährst du hier: http://www.paleolifestyle.de/paleo-diaet

      Liebe Grüße
      Iris

      • Ich finde es auch sehr seltsam das der Artikel so tut als wäre Soja schädlich und die Tatsache das mehr als 80% des weltweit angebauten Sojas als Tierfutter verwendet wird schlichtweg ignoriert. Bislang ist nur ein verschwindend geringer Anteil des Fleisches, das gekauft wird aus ökologischer und artgerechter Tierhaltung. Bei Rindfleisch sind dies 4%, bei Schweinefleisch 0,5% und bei Geflügelfleisch 0,8%.

        Ach so wenn ich Paleo esse, esse ich ja nur das gute Fleisch! Von dem glücklichen Weiderind! Und nur einmal die Woche.

        Soja ist reich an B-Vitaminen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Kalzium, Zellschutzmikronährstoffen wie Folsäure und Selen. Hinzu kommen wichtige Mineralstoffe wie Magnesium und Mangan, Eisen, Zink, jede Menge biologisch hochwertiges Eiweiß und dabei kein Gramm Cholesterin.

        Bei Soja ist es wie bei Vielen Dingen auch: “ „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.“

  6. Dass in vielen verarbeiteten Lebensmitteln Zusatzstoffe aus genverändertem Soja enthalten sind, ist erschreckend. Das spricht dafür sich möglichst naturbelassen zu ernähren.
    Dass Tofu aber überwiegend genverändert ist, stimmt global gesehen, aber nicht auf Deutschland bezogen. Ein Großteil der Sojaprodukte in Deutschland sind aus europäischem Bio-Anbau. Von daher ist der Artikel irreführend.
    Mal davon abgesehen, ist es schlicht unwahr, dass Veganer generell viel Soja konsumieren muss. Aber eine provokante Überschrift zieht ja Leser.. 😉

  7. ch muss sagen eigentlich gefällt mir das Paleoprinzip sehr gut. Ich glaube, dass Paleo und die Veganer die Gleichen Interessen haben. Ich kenn beispielsweise keinen einzigen Veganer, der aus gesundheitlichen Gründen so lebt, aber sehr viele die aus Überzeugung gegen Maßentierhaltung vorgehen. Was Paleo ja auch mit Ihrem Wunsch nach Weidetieren unterstützt. Skeptisch bin ich allerdings, wenn ich glauben soll, dass alle Paleoteilnehmer ihre Produkte auch beim Bauern aus Weidetierhsltung kaufen… Vielmehr glaube ich, dass da die sowieso sehr aufmerksamen zutatenlistenlesenden Veganer auf die Frementierung ihres Sojas schauen. Naja diese Einschätzung ist allerdings subjektiv.
    Zu den Vorwürfen gegen Soja werde ich mich jetztal nicht Äußern. Lediglich das sei gesagt:
    In diesem Artikel sind weder genaue Zahlen, noch Quellenangaben zu finden, dafür unzählige Pauschalisierungen. Mit meiner Recherge komme ich auf andere Aussagen!
    Alles in Allem nehmen wir die positive Unterstützung der Weidetierhaltung mit. (Ich kennen Veganer die sogar bereit sind, solch ein Fleisch von einem ungequälten Tier zu essen)

  8. Hallo,

    ich finde den Artikel interessant (auch wenn mir der Inhalt eigentlich schon bekannt war).
    Mir gefällt nur der Titel nicht. Klar, was reißerisches wird generell eher gelesen und kommentiert.

    Allerdings sind es in meinem Bekanntenkreis, die „Normal“-Esser die Soja als Fleischersatz nehmen und sich dann gleich umweltbewusster und gesünder fühlen.
    Auch wenn mein Mann und ich wo eingeladen werden, muss ich immer gleich dazusagen, dass wir kein Soja essen. Das wird allerdings gerne überhört (genauso wie Butter und Hühnerbrühe von Nicht-Veganern gerne als vegan eingestuft werden). Offensichtlich können sich die meisten nicht vorstellen, dass man wirklich auf tierische Produkte und auch auf deren Ersatzprodukte verzichten will.
    Deshalb habe ich auch einen Blog gestartet, in dem ich Rezepte veröffentliche, die mein Mann und ich gerne essen. So können uns auch Freunde einladen, die beleidgt wären, wenn ich unser Essen selbst mitbringen würde, und ich kann nochmal klarstellen, dass wir WIRKLICH kein Soja wollen.

    „Ich erlebe leider immer wieder in Gesprächen im Freundes- und Familienkreis, dass eben viele wirklich nicht wissen, was alles in den Lebensmitteln, die regelmäßig in ihren Einkaufswagen landen, tatsächlich steckt und wie sie verarbeitet werden.“ Ich finde es super, dass du dich damit beschäftigst und darauf aufmerksam machst!
    Nur wäre es schön, wenn man als Veganer nicht immer gleich mit Vorurteilen und Verallgemeinerungen konfrontiert würde. Zumal Menschen, die ihre Lebensweise umstellen, generell schon eher dazu bereit sind sich zu informieren. Der Titel dieses Beitrags impliziert ja interessanterweise, dass erwartet wird, dass der Beitrag von Freunden von Veganern gelesen wird und nicht von Veganern selbst. 😉

    Mit freundlichen Grüßen,
    Dietlind

    • Hallo Dietlind,

      ich finde es klasse, dass ihr euch bewusst gegen Soja- und Ersatzprodukte entschieden habt.

      Tatsächlich kenne ich immer mehr Veganer, denen nicht nur das Wohl des Tieres, sondern vor allem auch wieder ihre eigene Gesundheit wichtiger wird und in den Vordergrund rückt.

      So findet meiner Erfahrung nach unabgängig von irgendeiner Betitelung von Ernährungsweise allgemein in der Bevölkerung ein Umdenken statt, sich mit der Herkunft, Verarbeitung, Qualität und den Inhaltsstoffen von Lebensmitteln wieder mehr zu beschäftigen.

      Liebe Grüße
      Iris

  9. Hallo , alles ist ungesund , denn die Dosis macht das Gift . Ich bin seit Jahren Vegetarier und habe keine Problem ( noch ??)
    Allerdings esse ich sehr abwechslungsreich . Kartoffeln enthalten in der Schale auch giftige Stoffe und sind roh ungesund . Rohes Fleisch von Tieren soll auch nicht besonders gesund sein . Ich denke es kommt darauf an BEWUSST und vernünftig die Nahrungsmittel aus zu wählen ( ob veggie oder nicht ist zweitrangig) nur hochwertige Produkte sollten es sein .
    Danke

  10. Wirklich super interessanter Artikel. Wenn man als Veganer/Vegetarier diese Gefahren wirklich ernst nimmt, dann schränkt sich damit der Kreis der „erlaubten“ Lebensmittel nochmal um einiges weiter ein. Gerade als Proteinquelle ist Tofu ja doch sehr beliebt.

    Ich persönlich habe sojabasierte Lebensmittel bis auf ein paar wenige Ausnahmen aus meinem Ernährungsplan verbannt. Wobei ich kein Veganer/Vegetarier bin und daher noch reichlich Proteinquellen zur Verfügung habe.
    Die Ausnahmen sind ein paar asiatische Gerichte (z.B. Mabotofu), wo Tofu einfach dazu gehört. Wenn ich 1 Mal im Monat Tofu auf meinem Teller habe, ist das jedoch schon viel und außergewöhnlich.
    Die obige Liste macht nicht unbedingt Apetitt darauf, diese Schlagzahl zu erhöhen.

    Viele Grüße,

    Sebastian Roth

  11. Hi, bin grundsätzlich mit dir auf einer Seite, aber warum essen dann die Asiaten Soja seit jahrtausenden und das nciht in unerheblichen Mengen und werden nicht krank??

    • Hallo Sonja,

      ich habe eine längere Zeit in China gelebt. Dort wird hauptsächlich fermentiertes Soja gegessen und durch diesen Prozess zumindest die negativen Eigenschaften von Hüslenfrüchten wie Lektine und Phytinsäure weitestgehend beseitigt. Auf der anderen Seite ist Soja zumindest in China kein „Grundnahrungsmittel“ und wird daher wesentlich seltener gegessen, als wir in Europa meinen.

      Liebe Grüße
      Iris

  12. Ich zitiere einen Kommentar aus einem anderen Blog:

    „Der Kommentar scheint eine impressive Literaturliste anzuführen, überzeugt aber in Wirklichkeit in keiner Weise:

    1. ALLE Studien, die bezüglich unfermentierten und insgesamt berechneten MENSCHLICHEM Sojakonsumes gemacht wurden und die Auswirkungen auf Krebserkrankungen und Herzerkrankungen untersuchen, finden entweder einen Schutzeffekt von Soja oder keine Effekte. In der Gesamtauswertugn lassen sich klare Schutzeffekte aufzeigen und diese gelten mittlerweile als belegt. Lediglich beim fermentierten Soja ist die Befundlage unklarer, was möglicherweise am Salzgehalt liest, der nämlich ggg. Magenkrebs fördern kann. Nicht eine einzige Studie zeigt einen Befund, wo hoher Sojakonum im allgemeinen zu erhöhter Krankheitsanfälligkeit bezüglich Krebs oder des Herzen führen würde, sondern die Befundlage weist auf das Gegenteil hin. Dies sind die beiden häufigsten Todesarten beim Menschen. Ebenfalls zeigen Studien mit Menschen positive Auswirkungen auf die Nierenfunktion etc.

    2. Ein Teil der hier durch den Kommentar angegebenen Studien bezieht sich auf artifizielle Tierversuche, bei denen einzelnen Tierarten, wie Mäusen, enorme Substanzmengen auf meistens artifiziellen Wegen verabreicht wurden. Diese Versuche sind nicht nur grausam, sondern aussagelos. Dennoch führen selbst diese Tierversuche in der Mehrheit zu positiven Auswirkungen und nur in einer Minderheit zu negativen Auswirkungen, was der Kommentar verschweigt. Allerdings gibt es nunmehr auch Belege, dass das Mausmodell gerade für Soja ungeeignet ist, weil die Konzentration bioverfügbare Isoflavone bis zu 150 mal höher als beim Menschen ist.

    3. Andere Studien sind komplett theoretisch, untersuchen überhaupt nicht die Fragestellungen, ob Soja die Gesundheit fördert oder nicht.

    4.Fast schon dreist ist die Angabe zu einer histologischen Brustkrebsstudie. Warum werden denn die vielen Studien weggelassen, die am Menschen genau die Auswirkungen auf Erkrankungsrisiko und Verlauf bei Brustkrebs untersucht haben? Diese sind ausnahmslos positiv. Soja hat einen klar protektiven Effekt, gerade bei Brustkrebs, wobei hier die Befundlage zeigt, dass der Sojakonsum früh beginnen sollte.

    5. Das Märchen des fermentierten Soja macht es durch seine Wiederholung nicht zur Wahrheit. Studien zeigen, dass wenn überhaupt unfermentierter Soja einen stärkeren krebsprotektiven Effekt hat bzw. bei fermentierten Soja die Befundlage uneindeutig ist. Oft wird auch gesagt, in Asien würde vorwiegend fermentierter Soja gegessen. Völliger Quatsch. Nicht alle Asiatensind Japaner, wobei auch dort natürlich unfermentierter Soja ebenfalls gegessen wird. Mehrheitlich wird ansonsten unfermentiertes Soja gegessen.

    6. Der Kommentar hat sich die Mühe gemacht, sozusagen mit der Lupe die wenigen Studien herauszusuchen, die tatsächlich oder potentiell kritische Apsekte thematisieren. Ein Großteil dieses Forschungsstandes ist veraltet und längst überholt. Die überwältigende Mehrheit der Studien zeigt dezidiert günstige Aspekte. Es ist aber schon bemerkenswert, wenn mehrere neue Studien vorliegen, dass der Kommentar dann teilweise Sachen aus den 80ern ausgräbt, die sich zwischenzeitlich als nicht tragfähig erwiesen haben. Es gibt aber Internetseiten, die immer wieder den Mythos der Schädlichkeit von Soja verbreiten wollen und immer wieder die gleichen alten Kamellen rausholen.

    7. In dem Übersichtsartikel, den wir hier besprechen, sind übrigens alle die hier genannten Aspekte umfassend diskutiert worden, wobei eine große Anzahlan Studien berücksichtigt wurde. Was aber wirklich unseriös ist, ist, dass der Kommentar in keiner Weise die ungeheure große Anzahl an Studien erwähnt, die zu dezidiert günstigen Auswirkungen kommen. E

    8. Soja ist ein seit Jahrtausenden verwandtes Lebensmittel, dessen gesundheitsförderliche Auswirkungen bereits lange bekannt waren bevor sie nunmehr wissenschaftlich umfassend belegt und dokumentiert worden sind. Es ist sehr schade, dass es einige Kreise gibt, die mit komplett theoretíschen, veralteten, zwischenzeitlich widerlegten oder nicht übertragbaren Befunden dieses gesunde traditioneller pflanzliche Lebensmittel schlecht reden wollen und damit in Wirklichkeit u.a. die MIlchindustrie fördern. Ganz im Gegensatz zu den Behauptungen haben sich nämlich bei den insgesamt Millionen mit Sojaersatzprodukten ernährten Säuglingen (wenn keine Muttermilch zur Verfügung stand) ein komplett normales Wachstum und keinerlei sonstige Auffälligkeiten ergeben.

    9. Wir haben ja einen Übersichtsartikel angegeben, haben aber in Facebook zusätzlich noch viele Einzelstudien in Kommentaren gepostet. Wir machen uns am WE noch einmal die Mühe, diese und weitere Studien auch hier als Kommentar zu posten, damit nicht der Eindruck entsteht, wir würden hier nur behaupten.“

    • Hallo Marie,

      vielen Dank für deinen Beitrag, die Soja-Thematik allumfassend darzustellen und auch andere Standpunkte hier wiederzugeben.

      Liebe Grüße
      Iris

    • Danke für Deinen Beitrag !

      Meine Hauptproteinquelle seit über 30 Jahre sind Bio – Tofu – Lebensmittel ,
      nun bin über 80 und nochimmer fit und gesund.

      LG. Peter

      • Lieber Peter,

        herzlichen Glückwunsch. Und toll, dass du mit über 80 offensichtlich noch Blogs liest.
        Dass du so gesund bist, wird wohl nicht „Dank“ Tofu sein, sondern eher „trotz“ Tofu. Und wie gesund du wirklich bist, zeigt sich dann auch nur bei einer Untersuchung deines Darms.
        Die anderen positiven Faktoren in deinem Leben können wir leider nicht einschätzen, aber vermuten, dass du wohl auch sehr aktiv bist!

        Weiter so, ob mit oder ohne Tofu.

        Grüße, Leon

  13. Welche Aminosäure ist den „Zystin“? … wenn die Aminosäure L-Cystein bzw. deren „Komponenten“ L-Cystin gemeint ist, diese ist NICHT essentiell.

    L-Cystein und L-Methionin sind allerdings die einzigen Aminosäuren, die Schwefel beinhalten…

  14. Hi

    Ich finde es toll, dass du dich mit dieser wichtigen Frage auseinandersetzt. Leider erscheint mir aber die vorgelegte Recherche etwas unredlich bis unwissenschaftlich. Ein paar wirklich nett-gemeinte Inputs dazu:

    1. In einem rational/wissenschaftlichen Diskurs zur Gesundheitsfrage X sollte unvoreingenommen etwaige Pros und Contras evaluiert werden. Das ist ein Zeichen dafür, dass man ein aufrichtiger „Wahrheitssucher“ ist, und nicht bloss eine vorgefertigte Meinung durch weithergeholte Quellen aufpolieren lässt.

    Das ist hier leider nicht der Fall. Es werden bloss negative Studien erwähnt. Da aber alle wissen, dass es zu Sojaprodukten abertausende Studien gibt, und es nicht zu viel einer Annahme ist, dass mindestens eine davon positiv ausgefallen ist, spricht das hier stark für einen Selection-Bias. Sprich, sobald man weiss, dass jemand nur auf negative Resultate verweist, dann kann ein solcher Verweis für den Leser nicht zwischen Welten unterscheiden, in welchen 1000 positive und 1000 negative Artikel versus 1000 positive und 40 negative Artikel versus 40 positive und 1000 negative Artikel erschienen sind.

    2. Einige dieser Studien sind deutlich über 20-30 Jahre alt. Ein aktuelleres Bild der Forschungslage wäre glaubwürdiger, da in aktuellen Studien mit massiv besseren technischen Methoden gearbeitet wird als in Studien vom letzten Jahrhundert. Vor wenigen Dekaden haben Forscher zT Integrale bestimmt in dem sie eine Verlaufskurve auf Papier ausgeschnitten und dann gewogen hatten! (Heute macht das alles der Computer) Auch lehrt man selbst dazu, wenn man sich auf aktuellem Stand hält.

    3. Wenn man „grosse“ Aussagen machen möchte, lohnt es sich dazu die quantitativ und qualitativ „grossartigen“ Studien in Betracht zu ziehen. Kleine Fall-Kontroll-Studien tragen relativ wenig Gewicht. Zb kann man bei Pub-Med Meta-Analysen von hochwertigen prospektiven Studien (RCTs) zur Soja-Frage suchen. Dort finden sich interessanterweise auch einige sehr positive Schlussfolgerungen.

    • Hallo Michael,

      ich danke dir sehr für dein konstruktives Feedback zu meinem Artikel.
      Zu den einzelnen Punkten kann ich dir nur zustimmen und werde deine Anmerkungen gerne bei meinen kommenden Artikeln berücksichtigen.

      Liebe Grüße
      Iris

  15. Ich würde gerne meine Erfahrung mit Sojamilch mit euch teilen. Ich habe ein halbes Jahr aus Kaloriengründen in meinem Latte und auch in meinem porridge Sojamilch verwendet. Wir sprechen von zwei bis drei Kaffees am Tag und zwei bis drei porridge die Woche. Ein halbes Jahr litt ich ab permanenter Lymphknotenschwellung und allgemeiner Immunschwäche. Durch diesen Artikel bin ich erst auf die Idee gekommen, dass die Milch daran schuld sein könnte. Ich habe sie abgesetzt und nach vier verschiedenen Antibiotika und einem halben Jahr ärger waren die Beschwerden nach einem Tag weg! Echt heftig. Soja kommt bei mir nie wieder auf den Tisch!!

  16. Hallo, ich war am WE auf einer Geburtstagsparty und habe mir gedacht probier mal das Vegetarische Angebot, nun muss ich sagen es schmeckte sehr lecker, habe auch gut gegessen, also nachgeholt, aber seit dem (jetzt 2. Tag) war ich noch icht wieder auf der Toilette für länger ;), also für meine Verdauung nicht so gut, denn vorher war alles in Ordnung

  17. Fastenbrechen (Break-fast): Die wichtigste Mahlzeit des Tages zur Produktivität! – EliteStatus - November 27, 2016

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