5 Wege wie du Schadstoffe in deinem Leben reduzierst

5 Wege wie du Schadstoffe in deinem Leben reduzierst

Paleo ist für mich ein Lebensstil ohne Schadstoffe.

Zu ihm gehören neben einer gesunden Ernährung noch viele weitere Komponenten die eine gesunde Lebensweise ausmachen. Hierzu zählt beispielsweise Stressmanagement, ausreichend Schlaf und Bewegung.

Aber gerade in letzter Zeit beschäftige ich mich auch mit den toxischen Belastungen, die beispielsweise in Reinigungsmitteln und Kosmetika stecken.

Denn schädliche Stoffe zu vermeiden, hört nicht bei der Ernährung auf!

Ganz im Gegenteil.

Heutzutage lauern überall Schadstoffe…

Ich möchte dich gerne mit einigen Informationen zu Schadstoffen in deinem Alltag versorgen und dir ein paar Tipps geben, wie du die Belastung von Giftstoffen reduzieren kannst.

Insbesondere wenn du unter eine Autoimmunerkrankung leidest, solltest du dir über dieses Thema Gedanken machen.

Gefahr durch Schadstoffe

Wie schon gesagt, nicht alle Giftstoffe nimmst du über die Nahrung auf und du kannst diese daher mit einer entsprechenden Ernährungsweise meiden. In unserer heutigen Welt lauern überall toxische Belastungen.

Für mich bedeutet der Paleo Lifestyle nicht nur das genaue Studieren von Etiketten bei Lebensmitteln, sondern auch von Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetikprodukten. Denn vor allem hier lauern viele Chemikalien.

Hast du schon einmal genau das Etikett deines Shampoos studiert?

Kannst du mit allen Inhaltsstoffen etwas anfangen?

Ich auch nicht.

Du meinst vielleicht, dass es keine Rolle spielt, welche Art von Shampoo du verwendest. Aber die Tatsache ist, dass sich all diese giftigen Inhaltsstoffe in deinem Leben summieren.

Wenn es für dich so wichtig ist, was du über deine Nahrung deinem Körper zuführst, dann solltest du dir im nächsten Schritt auch ein paar Gedanken machen, was du auf deinen Körper cremst.

Sei dir bewusst, was du deiner Haut zuführst. Sie ist schließlich dein größtes Organ.

Stoffe, die deine allgemeine Gesundheit und dein Wohlbefinden beeinflussen, nimmst du eben nicht nur über deinen Darm auf.

Die Haut als transdermale Route ist ein oft übersehenes Organ, wenn es um Stoffe geht, die in die Blutbahn eindringen und dann im ganzen Körper zirkulieren können.

Ich gehe mal davon aus, dass du Körperpflegeprodukte benutzt.

So putzt du deine Zähne mit Zahnpasta, bei der du vermutlich noch nie die Inhaltsstoffe studiert hast, du duscht mit Seife oder Duschgel, wäscht dein Gesicht mit einem Peelingwaschgel, seifst deinen Kopf mit Shampoo und Conditioner ein, rasiert dich mit Rasierschaum und verwendest Aftershave, cremst deinen Haut mit einer Körperlotion ein, nutzt ein Deodorant, Parfüm und frischst deinen Teint mit Makeup auf.

Hast du dir mal darüber Gedanken gemacht wie viele Pflegeprodukte du verwendest und welchen Einfluss sie auf deine Gesundheit haben?

Im Durchschnitt nutzt jeder von uns 10 bis 15 Körperpflegeprodukte mit 126 Inhaltsstoffen und zwar TÄGLICH!

Jedoch ist die Anzahl von Produkten, die du verwendest nicht entscheidend, sondern vielmehr die einzelnen Bestandteile deiner Pflegeprodukte und was passiert, wenn diese in deinen Blutkreislauf gelangen.

Um dich vor schädlichen Bestandteilen in Kosmetika zu schützen, solltest du vor allem die folgenden Inhaltsstoffe meiden und bei deinem nächsten Einkauf genau die Etiketten lesen.

  • Parabene
  • Phthalate
  • Natriumsulfat
  • PEG-Verbindungen wie Polyethylenglykol
  • Diethanolamine (DEA)
  • Formaldehyd-freisetzende Konservierungsstoffe
  • Triclosan
  • Butylhydroxytoluol (BHT)
  • Siloxane
  • Teerfarbstoffe
  • Petrolatum
  • Duftstoffe oder Parfüm
  • Aluminium (z.B. als Aluminumchlorid im Deo enthalten)

Erinnere dich an deine Ernährungsumstellung.

Hast du da nicht auch deinen Vorrats- und Kühlschrank aufgeräumt und alle nicht-Paleo-konformen Lebensmittel aussortiert?

Ich empfehle dir das Gleiche mit deinen Pflegeprodukten und Reinigungs- sowie Waschmitteln zu tun. Durchstöbere dein Badezimmer, deine Küche etc. nach Produkten mit den obigen Bestandteilen und ersetze sie (spätestens, wenn du sie aufgebraucht hast!) durch schadstofffreie Alternativen.

Gefahr durch Mikroplastik

Neben den genannten Schadstoffen enthalten viele Körperpflegemittel winzig kleine Plastikteilchen.

Diese sind nicht nur eine Gefahr für die Umwelt, sondern vor allem auch für deine Gesundheit.

Ob in deiner Gesichtscreme, deinem Duschgel, deiner Waschlotion, Peelings oder Zahnpasta. Diese mikroskopisch kleinen Plastikpartikel werden vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten beigemischt.

Bis zu 10 % der winzigen Plastikperlen stecken in diesen Produkten.

Mit ihnen fühlen sich die Produkte cremiger an oder erzielen eine bessere Reinigungswirkung.

Doch was hat es für Auswirkungen, wenn diese für den Hersteller preisgünstige und vielseitig einsetzbare Mikroplastik in die Umwelt und in den menschlichen Körper gelangt?

Materialforscher unterscheiden bei Mikroplastik nach dessen Herkunft:

  • Große Mengen, die beim Zermahlen und Zersetzen von Plastikmüll in den Ozeanen entstehen.
  • Andere Mikrofasern, die aus Kunstfaserkleidung wie Fleece und Polyester beim Waschen ins Wasser geraten.
  • Eigens hergestellte Mikroplastik aus Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) für das Beimischen in Pflegeprodukte.

Genau vor dieser „neuen“ Form der kleinen Kunststoffpartikel warnen Umweltschützer.

Die als Füllstoffe und Bindemittel in Kosmetika oder auch als Schleifmittel in Zahnpasten und Peelings verwendeten Kügelchen sind so mikroskopisch klein, dass sie nicht vollständig aus dem Abwasser gefiltert werden können. So gelangen sie in Flüsse, Seen, Meere und ins Grundwasser.

Ihre Oberflächeneigenschaften wirken wie kleine Magnete für Umweltgifte.

So sind die Mini-Plastikteilchen in der Lage, krebsauslösende und erbgutverändernde Substanzen wie etwa Insektizide, Brandschutzmittel, Weichmacher und organische Chlorverbindungen aufzunehmen.

Wenn diese Schadstoffe dann von Pflanzen und Tieren aufgenommen werden, kommt es zur Anreicherung der Nahrungskette und so gelangen die Schadstoffe wieder zurück zum Menschen bzw. in dein Essen.

Die durch die Mikroplastik an dessen Oberfläche angereicherten Schadstoffe können bei der Aufnahme im Magen-Darm-Trakt wieder freigesetzt werden.

Viele dieser Schadstoffe besitzen hormonähnliche Wirkungen, die schwerwiegende Folgen für den Organismus haben können.

Für dich als Verbraucher ist es schwierig, Mikroplastik in Kosmetika zu erkennen. Schließlich gibt es keine Kennzeichnungspflicht.

Findest du als Inhaltsstoffe die Zutaten PE und PP, so könnte dies ein Hinweis auf Plastikzusätze im Produkt sein.

Auf der Internetseite der Umweltschutzorganisation BUND gibt es eine umfangreiche Liste von Kosmetika mit Mikroplastik als Pdf-Datei zum Download.

Auch die Zeitschrift Ökotest hat eine Reihe von Produkten getestet und empfiehlt Naturkosmetik von Lavera, Logona, Martina Gebhardt und Neobio, die ohne Plastik und ohne umstrittene Inhaltsstoffe auskommen.

Mittlerweile sind Hersteller wie dm, REWE und Rossmann auf der Suche nach natürlichen Alternativen wie beispielsweise Sand, Salze, Wachs oder Nussschalen.

5 Tipps für ein schadstoffärmeres Zuhause

Zum Schluss möchte ich dir noch ein paar weitere Tipps geben, wie du Chemikalien und Giftstoffe in deinem Haushalt reduzieren kannst.

#1 Herkömmliche Teppiche

Konventioneller Teppich besteht aus synthetischen, auf Erdölbasis-bestehenden Fasern, die zu Asthma, Allergien, neurologische Probleme und sogar Krebs führen können.

Bis zu 120 gefährlicher Chemikalien können im Teppichboden enthalten sein. Viele der Chemikalien stecken vor allem in der Gummipolsterung und dem Klebstoff.

Verwende am besten Teppiche aus (Baum-)Wolle oder recycelten Teppichfließen, die keine Klebstoffe erfordern.

Am schönsten sehen, finde ich, sowieso Holzböden aus. Aber auch Kork oder Bambus ist eine tolle Alternative.

#2 Polstermöbel

Polstermöbel mit Polyurethanschäumen, die auf Erdölbasis produziert werden und voller Chemikalien und Flammschutzmittel stecken, solltest du durch Möbel mit natürlichem Latex-Schaum, Kissen aus Baumwolle oder anderen organischen Stoffen ersetzen.

Auch Massivholz ist Spanholzplatten vorzuziehen, da diese Formaldehyd enthalten.

#3 Vorhänge und Fenster

Die meisten Vorhänge enthalten Flammschutzmittel, Bleichmittel und Farbstoffe.

Achte daher darauf, organische, unbehandelte Baumwolle oder Leinen zu verwenden oder entscheide dich für Bambusvorhänge.

#4 Handelsübliche Bettwäsche

Auch in kommerziellen Materialien von Bettwäsche sind Flammschutz- und Bleichmittel sowie Farbstoffe enthalten.

Wähle aus diesem Grund am besten organische, unbehandelte Bettwäsche, Decken und Kissen.

#5 Herkömmliche Matratzen

Du weißt sicher, wie wichtig Schlaf ist. Nicht ohne Grund bekommt der Schlaf einen hohen Stellenwert im Paleo Lifestyle.

Doch hast du dir schon einmal Gedanken über die Schadstoffe in deiner Matratze gemacht?

Herkömmliche Matratzen enthalten Chemikalien und Flammschutzmittel die noch über Jahre freigesetzt werden können. Am besten bist du beraten, eine Matratze aus 100% Naturlatex und eine Matratzenauflage aus Bio-Wolle zu wählen.

FAZIT

Es reicht nicht aus, giftige Inhaltsstoffe nur aus deiner Ernährung zu verbannen!

Auch bei deinen Wasch- und Reinigungsmitteln sowie beim Kauf deiner Kosmetikprodukte solltest du genau die Etiketten lesen.

Neben den hier lauernden Schadstoffen, die sich negativ auf deine Gesundheit auswirken können, steckt in vielen Kosmetikprodukten auch Mikroplastik.

Dessen Folgen für die Umwelt und den Menschen sind noch nicht ausreichend erforscht. Es gibt jedoch Hinweise, dass diese deine Gesundheit erheblich beeinträchtigen können.

Darum rate ich dir zukünftig sorgfältig die Etiketten deiner Reinigungs- und Pflegeprodukte zu lesen und damit giftige Inhaltsstoffe in deinem Alltag zu reduzieren.

Welche Tipps kennst du noch, um die Schadstoffbelastung im Alltag zu reduzieren und Giftstoffe aus deinem Leben zu verbannen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
6 bemerkungen  |   Kommentare zu oder Hallo sagen Iris

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  1. Hey ho,

    ich würde in die Liste noch Aluminium mit aufnehmen, was in vielen Deos enthalten ist und mit ihrer kleinen Partikelgröße anscheinend die Haut durchdringen kann und für Brustkrebs verantwortlich sein soll.

    LG Svea

    • Liebe Svea,

      danke für den Hinweis. Ja, Aluminium ist gerade auch ein Riesenproblem in der Branche (habe da einige Kontakte, die ordentlich am Schwitzen sind …). Aber es ist nur die Spitze des Eisbergs.
      Ich werde es hinzufügen!

  2. Hallo Iris.

    Als Reinigungsmittel lässen sich Backpulver und Efeublätter sehr gut verwenden.
    Backpulver löst etwas hartnäckigeren Schmutz (auch Fett) und kann sehr gut zum Backofenreinigen, Herdplatten reinigen verwendet werden.
    .
    Wenn man angerissene Efeublätter mit kochendem Wasser überbrüht, den Sud dann ein paar Tage in einem verschlossenen Glas stehen lässt und zwischendurch ein wenig schüttelt, bildet sich eine schäumende Flüssigkeit. Dann die Blätter rausnehmen bzw. abseihen. Mit dieser Flüssigkeit kann man seinen Abwasch bestreiten, Fenster, Böden und alles andere sehr gut reinigen, ohne dass es zu schmieren beginnt.
    Auch das Wäschewaschen (keine weiße Wäsche) soll damit funktionieren – das habe ich bisher noch nicht ausprobiert.

    Efeu kann man an überall sammeln und ist somit eine preiswerte, umweltfreundliche Alternative für einen konventionellen Haushaltsreiniger.

    • Hallo Reina Christina,

      vielen Dank für diese tollen Tipps. Die vielfältige Einsetzbarkeit von Backpulver kenne ich noch von meiner Mama. Das mit dem Efeublättern kannte ich hingegen noch nicht. Super!

      Liebe Grüße
      Iris

  3. Hi Iris! Toller Artikel, habe ich größtenteils auch schon umgesetzt. Besonders die Matratze hatte ich noch nicht auf dem Schirm. Ich selbst biete plastikfreie Produkte an und setze mich für den Umweltschutz und gegen den Plastik-Müll ein. Coole Kombi. Vielleicht ergibt sich ja eine Zusammenarbeit. Beste Grüße, Christoph

  4. Detox für deine Haut – mit Iris Benedens - Mandelmilch & Cashewmus - Januar 29, 2015

    […] hormonaktive, erbgutverändernde und sogar krebserregende Stoffe. In meinem Artikel „Wie du Schadstoffe in deinem Alltag reduzieren kannst“ führe ich einige der in Kosmetika zu meidenden Toxine auf. Darüber hinaus gilt genauso wie […]