Matcha – Die 7 wichtigsten Fakten über Matcha

Matcha – Die 7 wichtigsten Fakten über Matcha

Matcha Latte, Matcha Smoothie, Matcha-Tee.

Um das grüne Teepulver kommt man nicht vorbei, wenn man sich für Lifestyle- und Ernährungsthemen interessiert.

Auch in Paleo-Rezepten findet man die grüne Zutat immer häufiger! Und das nicht ohne Grund:

Matcha gilt als echter Gesundheits-Booster und passt  als ursprüngliches Naturprodukt super zur Paleo-Diät.

In diesem Artikel will ich dir den Tee etwas genauer vorstellen und dich mit allen wesentlichen Fakten zum grünen Teepulver versorgen!

#1 Kurz und knapp – Was ist Matcha?

Matcha ist ein zu feinstem Pulver verarbeiteter Grüntee, der speziell angebaut und verarbeitet wird.

Er wird entweder auf bestimmte Weise mit heißem Wasser aufgegossen und als Tee genossen oder in Kombination mit anderen Lebensmitteln, wie z.B. Eis, Kuchen, Obst, Milch oder ähnlichem gemischt.

Der Matcha wird nicht nur auf eine besondere Art hergestellt, er besitzt auch eine außergewöhnlich hohe gesundheitliche Wirkung!

Das Wort Matcha stammt übrigens aus Japan, und bedeutet „gemahlener Tee“. „Mat“ steht dabei für „gemahlen“ und „Cha“ für „Tee“.

#2 Ursprung und Herkunft

Obwohl Matcha derzeit im Trend liegt, ist er keine Modeerscheinung, sondern blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück.

Ursprünglich ist dieser Tee nämlich in der Epoche der Tang Dynastie (618-907) in China entstanden und wurde von dort aus quasi zu einem Exportprodukt.

Denn zwischen 630 und 838 n. Christus schickte der japanische Kaiser mehrfach Abgesandte nach China, um die Tang-Kultur gründlich zu studieren. Die chinesische Kultur verzauberte die Japaner so sehr, dass sie einige Elemente für sich übernahmen, so zum Beispiel auch den Matcha und die damit verbundene Tee-Zeremonie.

Während diese in China nach und nach aus der Mode und später in Vergessenheit geriet, wurde die eingeführte Sitte des Matcha-Trinkens in Japan weiterhin beibehalten und perfektioniert.

Heute verbindet man Matcha eigentlich nur noch mit Japan, was wirklich schade ist, da die Ursprünge eben in China liegen…

Doch seit einiger Zeit besinnt man sich auch in China wieder auf die Ursprünge des Matcha Tees zurück. So bemühen sich immer mehr chinesische Teeproduzenten, den Anbau dieser traditionellen Tee-Sorte wieder zu beleben.

Matcha erfreut sich zunehmender internationaler Beliebtheit, obwohl die verkauften Mengen im Ausland immer noch relativ klein sind. So exportiert Japan beispielsweise nur etwa 4% seiner Matcha-Produktion.

#3 Anbau und Herstellung

Im Prinzip handelt es sich bei Matcha um einen hochwertigen Grüntee, für dessen Herstellung  ausschließlich die Blätter der Tencha-Pflanze verwendet werden.

Aber Tee ist nicht gleich Tee bzw. in diesem Falle eben Pulver.

Sowohl beim Anbau als auch bei der Verarbeitung durchläuft der Matcha andere Prozesse, als dies bei normalem grünen Tee üblich ist.

Zum einen wachsen bei der Matcha-Produktion die Teeblätter meist 2 Monate länger, als bei herkömmlichen Teesorten. Außerdem sollen die Teeblätter möglichst viel Chlorophyll und Polyphenole bilden, beides Stoffe, die sowohl die Wirkung als auch den Matcha-Geschmack positiv beeinflussen.

Dies erreicht man, indem man die Blätter quasi vor Sonnenlicht abschottet. Daher werden die Teeplantagen mehr als vier Wochen vor der Ernte mit Stoffnetzen oder Bambusmatten abgedeckt. So werden bis zu 90 Prozent der Sonneneinstrahlung abgefangen und die Teeblätter wachsen über vier Wochen lang im Schatten weiter.

Nach der Ernte werden die Blätter gedämpft, getrocknet, von den Stielen und Blattrippen getrennt und in Granit- oder Steinmühlen schonend und langsam zermahlen, bis das feine jadegrüne Pulver entsteht.

Dieser Schritt nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und erklärt, unter anderem auch einen Teil der hohen Herstellungskosten des Matcha.

#4 Verpackung und Lagerung

Da es sich bei Matcha-Pulver um ein hochwertiges und frisches Produkt handelt, solltest du es auch dementsprechend lagern.

Im Handel findest du den Tee meist in relativ kleinen luft- und lichtgeschützten Verpackungen, mit einem Volumen von ca. 20-50 Gramm.

Zuhause solltest du den Matcha auch geschützt vor Luft und Licht aufbewahren, sonst verliert er leicht Geschmack und Wirkung.

Außerdem wird empfohlen, das Pulver im Kühlschrank aufzubewahren, dabei musst du aber besonders darauf achten, dass die Verpackung wirklich gut verschlossen ist. Der Matcha nimmt sonst Feuchtigkeit und fremde Gerüche auf.

Am besten lässt du ihn nach der ersten Öffnung einfach in der Original-Verpackung, falls diese luftdicht schließt und vollkommen lichtgeschützt ist. Diese können auch gut im Kühlschrank aufbewahrt werden.

In der Regel kann man bei einem ungeöffneten Produkt von einer Haltbarkeit von etwas mehr als 12 Monaten ausgehen. So lange bleibt ein guter Matcha garantiert frisch. Bei Haltbarkeitsangaben von bis zu zwei Jahren solltest du hingegen kritischer sein.

Nach der Öffnung hält er bei guter Lagerung mindestens etwa 3 bis 4 Wochen seine Frische.

#5 Qualitätsunterschiede

Geruch, Farbe und Geschmack: Beim Matcha lohnt es sich definitiv nach dessen Qualitätsmerkmalen zu schauen.

Denn Herkunft, Verarbeitung, Lagerung und Geruch erkennt man schon beim Öffnen einer Matcha-Verpackung.

Am besten verlässt du Dich dabei auf deine eigenen Sinne.

Was riechst du, wenn du daran schnupperst?

Im besten Falle einen herben und doch angenehmen Grüntee-Geruch. Riecht der Matcha hingegen unangenehm heftig oder im schlimmsten Falle sogar penetrant nach Ölfarbe, solltest du lieber auf ein anderes Produkt setzen.

Hat das Matcha-Pulver eine schöne, kräftige grüne Farbe?

Sollte es, denn je stärker das Grün, desto mehr Chlorophyll enthält das Teepulver. Dies wiederum ist wichtig für das spezielle Aroma des Matcha, das sich durch eine leichte Bitterkeit und herbe Süße auszeichnet.

Es gibt unterschiedliche Geschmäcker, allerdings darf ein guter Matcha niemals zu bitter sein.

#6 Zubereitung von Matcha

Du kannst Matcha auf unterschiedlichstem Wege zubereiten.

Traditionell bereitet man den Matcha Tee mit ca. 80 Grad heißem Wasser zu.

Für die Zubereitung von Matcha werden außerdem eine Teeschale und ein aus Bambus gefertigter Besen benötigt.

Am besten wärmt man die Teeschale vor dem Gebrauch ein wenig auf. Dann ca. 1 Gramm Pulver in die Teeschale geben und mit etwa 10 ml heißem Wasser übergießen. Danach verrührst du das Matcha-Pulver mit dem Bambusbesen, bis es sich im Wasser aufgelöst hat und eine Art Teebrei entstanden ist.

Diesen Brei wird dann mit ca. 80 ml heißem Wasser (80°C) aufgefüllt. Im Anschluss wird der Tee mit dem Bambusbesen ca. 15 Sekunden aufgeschäumt, so entfaltet sich das typische Matcha Aroma am besten.

Der Bambusbesen sollte dabei dem Buchstaben „W“ bzw. „M“ folgen. Das Aufschäumen ist reine Übungssache und erfordert  zu Beginn ein wenig Fingerspitzengefühl.

Übung macht auch hier den Meister, also nur Geduld!

Übrigens: Die Mengenangaben bei der Zubereitung können je nach Geschmack variieren. Der „Usucha“ wird dünnflüssig getrunken, hier empfiehlt es sich, 1g Pulver mit ca. 80 ml Wasser aufzugießen. Wenn du es stärker magst, kannst du Dir einen sogenannten „Koicha“, die dickflüssigere Variante des Matcha Tees, mit etwa doppelter Menge, also 2g, zubereiten.

Klassisch wird der Matcha also mit heißem Wasser aufgegossen und verrührt, er eignet sich aber auch wunderbar als Zutat in Smoothies, Kuchen oder Eis.

Der Phantasie sind hier so gut wie keine Grenzen gesetzt.

#7 Positive Eigenschaften des Matcha

Dem Matcha werden zig positive Eigenschaften nachgesagt.

Wer Matcha kennt und mag, weiß aus Erfahrung: Er macht auf gesunde Weise wach, konzentrations- und leistungsfähig und übt eine wohltuende Wirkung auf den kompletten Stoffwechsel aus.

Diese positiven Wirkungen sind das Resultat aus dem Vitamin- und Mineralstoff-Mix, der den Matcha so besonders macht. Enthalten sind unter anderem:

  • Koffein
  • Aminosäuren
  • Catechine
  • Antioxidantien
  • Chlorophyll
  • Kalzium
  • Proteine
  • Eisen
  • Kalium
  • Diverse Vitamine (A, B1, B2, B3, C, E, K)

Insbesondere die große Menge an Vitamin A (Beta-Karotin), welches besonders wichtig für die Augen aber auch für die Haut, Schleimhäute und den Stoffwechsel ist, sollte hier erwähnt werden.

Außerdem zählt Matcha mit etwa 10-17 mg Eisen / 100g – natürlich abhängig von der jeweiligen Qualität – zu den eisenhaltigsten Lebensmitteln überhaupt.

Eine der besten Eigenschaften des Matcha ist wohl die Tatsache, dass die in ihm enthaltenden Antioxidantien, freie Radikale abwehren.

Die Bildung freier Radikale wird durch die modernen Umwelteinflüsse, wie beispielsweise ungeschützte Sonneneinstrahlung, Ultraschall, Nikotin, Chemikalien und durch den Verzehr einiger Lebensmitteln, heutzutage begünstigt.

Wie aus wissenschaftlichen Studien hervorgeht, können freie Radikale einen Einfluss auf den Alterungsprozess, Krebs1)Yuan, JM. et al.: „Green tea intake, ACE gene polymorphism and breast cancer risk among Chinese women in Singapore“, Carcinogenesis, August 2005, Volume 26 Nr. 8, S. 1389-1394, Kreislaufkrankheiten und deren Folgeerkrankungen haben, weil sie Proteine und die menschliche DNA beschädigen können.

Die Folge des Angriffs auf Proteine und die DNA sind beschleunigte Alterungsprozesse bis hin zu Mutationen der Zellen, die aus diesem Grund nicht mehr ungehindert ihre Funktion erfüllen können.

Dadurch kann es beispielsweise zu der Bildung von Tumoren kommen.2)Devasagayam, TPS et al.: „Free Radicals and Antioxidants in Human Health: Current Status and Future Prospects“, Journal of the Association of Physicians of India, Oktober 2004, Volume 52, S. 794-804

Besonders wichtig für Körperbewusste und Sportler:

Die im Matcha enthaltenen Katechine sollen den Muskelauf- und den Fettabbau unterstützen, das Immunsystem stärken, den Stoffwechsel anregen und fiesem Muskelkater vorbeugen.3)Dulloo, AG et al.: „Efficacy of a green tea extract rich in catechin polyphenols and caffeine in increasing 24-h energy expenditure and fat oxidation in humans“, The American Journal of Medical Nutrition, Dezember 1999, Volume 70 Nr. 6, S. 1040-1045

Die vielseitigen Wirkungen des Matcha werden derzeit weiterhin wissenschaftlich erforscht.

Die vielen überzeugenden Studien zur gesundheitsfördernden Wirkung von Grüntee, lassen sich auch auf den Matcha Tee übertragen. Tatsächlich ist der Anteil der wohltuenden Inhaltsstoffe beim Matcha sogar um ein Vielfaches höher als bei gewöhnlichem grünen Tee.

Matcha ist eben kein Tee-Aufguss, sondern ein Extrakt aus dem frischen Teeblatt und dies trägt erheblich zur leichteren Aufnahme dieser guten Inhaltsstoffe im menschlichen Körper bei.

FAZIT

Wie du siehst, ist Matcha in vielerlei Hinsicht ein spannendes Produkt: Universell einsetzbar und voll guter Eigenschaften für dich und deinen Körper.

Matcha kann also in jedem Falle zu deinem gesundheitlichen Wohlbefinden beitragen.

Hier habe ich noch einmal eine kleine Zusammenfassung der positiven Matcha-Eigenschaften für dich aufgelistet:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Reduktion des Blutfetts und des Cholesterins4)Maron DJ et al.: „Cholesterol-lowering effect of a theaflavin-enriched green tea extract: a randomized controlled Trial“, Archives of Internal Medicine, Juni 2003, Volume 163 Nr. 12, S. 1448-1453
  • Senkung des Blutdrucks
  • Reduzierung der Erschöpfungssyndrome
  • Verbesserung der Darmfunktion
  • Vorbeugung von Verstopfung
  • Förderung der Gewichtsreduktion
  • Verbesserung der Konzentration

Wenn du mehr über Matcha erfahren oder ihn direkt testen willst, empfehle ich dir beispielsweise die Seite von Matcha 108. Das Hamburger Start-Up vertreibt ökologischen korrekten Bio Matcha aus China, setzt mit seinen Produkten komplett auf hochwertige Qualität und verzichtet auf lange Vertriebs- und Händlerketten!

Magst du auch gerne Matcha? Wie und wofür verwendest du neben der traditionellen Zubereitungsweise das Pulver? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Fußnoten   [ + ]

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Paleo Reset 30 Tage Challenge
Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
2 bemerkungen  |   Kommentare zu oder Hallo sagen Iris

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  1. Sehr interessanter Artikel. Ich denke Matcha wird hier immer mehr im Kommen sein.
    Nur nicht ganz günstig, aber eben Qualität. Qualität hat nunmal seinen Preis. Wenn ich mir zum Beispiel andere „Genussmittel“ anschaue dann kostet mich ja ne Flasche Vodka auch 20-40 Euro und davon habe ich nur 2 Abende was. Oder EIweiss fürn Fitness liegt auch bei 30-50 Euro und hält auch nur knapp einen Monat.
    Was mich natürlich interessieren würde worin sich die Hersteller wie Kissa, Power Matcha, 1st Matcha oder Matcha 108 unterscheiden. Dürfte beim Matcha ja schwer sein.

    • Lieber Johannes, vielen Dank für deinen Kommentar.

      Unterschiede gibt es viele. Es fast so wie beim Wein. Da wären Land, Anbauregion, Körnung und Geschmack zum Beispiel. Grundsätzlich würde ich nur Matcha kaufen der Bio-zertifiziert ist, um wenigstens die Pestizidbelastung niedrig zu halten. Der meiste Matcha kommt mittlerweile aus China (Auch Japan importiert aus China!) und sonst traditionell aus dem Süden Japans. Am besten kauft man sich unterschiedliche Matches und probiert auch einfach mal. Ich habe das gleiche mit gewöhnlichem Gunpowder gemacht, bis ich den gefunden habe, den ich jetzt täglich statt meines Kaffees trinke. Ich kann den Matcha 108 empfehlen, da ich selbst in Japan gewohnt habe und Qualität kenne. Durch das ungewöhnliche Gewicht (108g) ist übrigens garantiert, dass die Tüten alle handgefüllt und gepackt sind. Bio ist er sowieso.

      Grüße