Anna: Meine Erfahrungen mit Paleo

Manche Menschen lassen sich durch Wissenschaft überzeugen und manche durch echte Erfahrungen. So kam mir die Idee, Menschen auf meinem Paleo Blog zu Wort kommen zu lassen, denen Paleo bereits geholfen hat. Hier teilt Anna ihre Erfahrungen mit uns.

Liebe Iris,

gerne beschreibe ich dir meine Erfahrungen mit Paleo. Damit du sie korrekt einordnen kannst, muss ich dir aber vorab sagen, dass ich nicht alles 1:1 umsetze.
Ich verzichte z.B. weitestgehend auf Brot und Getreideprodukte, wenn ich aber bei Freunden zum Essen eingeladen bin und es gibt Pizza, esse ich sie trotzdem 🙂 Die „Ganz oder gar nicht“-Mentalität vieler Leute teile ich nicht, deshalb halte ich Paleo auch noch für ein lohnens- und befolgenswertes Ernährungprinzip, wenn ich mal eine Ausnahme mache.
Außerdem habe ich Milchprodukte zum Paleostyle hinzugefügt und glaube, dass es für mich persönlich nicht nachteilig ist, denn das Argument der Unverträglichkeit gibt es bei mir nicht. Das zeigte mir ein Laktoseintoleranztest, der negativ ausfiel.
Auch Kartoffeln gehören bei mir in gekochter Form zum Speiseplan. Bei der Auswahl der von mir verwendeten Fette spare ich sehr an gesättigten, festen Fetten und bevorzuge flüssige Öle wie Olivenöl und Rapsöl.
Ja, ich esse Butter (Weidebutter) und nehme Butterreinfett zum sehr heißen Braten, dennoch schenke ich auch anderen nachvollziehbaren Ernährungstheorien Glauben, die feste Fette als Belastung für das menschliche Herz-Kreislauf-System und für die Gefäße betrachten. 
 
Nun zu meinen Beobachtungen: 
 
Durch den Verzicht auf saccharosehaltige Lebensmittel habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich während meiner Büroarbeit ausgeglichener und länger konzentriert bin. Überhaupt habe ich die Befreiung von Zucker als größte und schnellste Verbesserung von allen Veränderung erfahren. Ich habe auch vorher schon darauf geachtet, wenig bis keine Süßigkeiten zu essen, nun aber bewusst Lebensmittel vom Speiseplan gestrichen, die versteckten Zucker hatten, z.B. Müsli zum Frühstück und Fruchtjoghurts am Nachmittag.
Mittags habe ich außerdem immer weniger Brot gegessen. Toast und Weizenmehlbrötchen kommen gar nicht mehr auf den Tisch, dafür aber ab und zu eine Scheibe Roggensauerteigbrot. Das Ergebnis: Das mittägliche Suppenkoma, das einen nach dem Essen meist befällt, ist nicht mehr da bzw. wenn dann in erheblich geringer Intensität.
Ein weiterer Pluspunkt ist eine regelmäßigere Verdauung. Ich plage mich seit meiner Kindheit mit unregelmäßiger, zum Teil schmerzhafter Verdauung herum, bei einer weißmehlfreien Diät gibt es das Problem für mich nicht mehr. Das wird mir auch immer wieder bestätigt, wenn ich mich dazu hinreißen lasse, Pizza oder Pasta zu essen. Dann kommt die alte Problematik nämlich direkt wieder zurück 🙂 Das unangenehme Gefühl der Aufgedunsenheit und Völlegefühl gibt es ohne Getreideprodukte auch nicht mehr.
 
Der erhöhte Eiweißkonsum trägt bei mir dazu bei, mich länger satt zu fühlen und auch zufriedener. Oft hat man nach einer unbefriedigenden Mahlzeit (Pasta, Toastbrot, Kekse) das Gefühl, zwar den Hunger verdrängt zu haben, fühlt sich aber trotzdem irgendwie unzufrieden. Das ist jetzt nicht mehr so. Meine sportliche Leistung ist mit bewusstem Eiweißkonsum vor und nach dem Training ebenfalls besser geworden. 
 
Nüsse und Trockenobst als Zwischenmahlzeit sind ein echter Energiespender.
 
Eine sichtbare Verbesserung meines Hautzustandes kann ich leider nicht berichten. Hier ist letztlich alle so geblieben, wie es auch schon vorher war. Ich hab keine großen Probleme, würde meine Haut aber auch nicht als rein bezeichnen.
 
Zum Thema Schlaf: Koffeinverzicht hilft wirklich und Alkoholkonsum schadet wirklich. Der Morgenkaffee direkt nach dem Aufstehen wird bei mir immer noch getrunken (LECKER), dabei bleibt es dann aber auch. Seitdem ich Saccharose meide, brauche ich allerdings auch keinen mehr nach dem Frühstück. Und auch die Lichtweckerlampe tut ihren Dienst (man merkt es, finde ich, aber erst beim Negativvergleich. Wenn man ihn mal nicht hat.)
 
Insgesamt habe ich den Eindruck, dass das körperliche Wohlbefinden, geistige Leistungsfähigkeit eingeschlossen, gesteigert ist. Ich kann Paleo empfehlen und möchte selbst nicht mehr darauf verzichten, würde Freunden aber auch den Rat geben, den Speiseplan Schritt für Schritt zu verändern, um sich selbst nicht zu überfordern.
Die meisten sind eben doch Gewohnheitstiere und haben wenig Muße, sich für alles spontan eine Alternative zu suchen. Und es soll ja auch Spaß machen und nicht in Organisationsstress ausarten. Zugegebenermaßen fehlen mir manchmal auch die Möglichkeiten, Paleo 100% zu beherzigen und deshalb gibt es ab und zu einfach eine Scheibe Roggenbrot mit Avocado und Salami. Das ist meistens mittags im Büro der Fall, wenn ich kein vorgekochtes Gericht vom Vorabend mitnehmen konnte und die Cafeteria im Industriepark sollte man wirklich vergessen (belegte helle Brötchen, Currywurst für die Mikrowelle, Industriepizza…). 
 
Das Feedback meines Freundes, der sich auch auf intensives Einwirken meinerseits nicht von seinen geliebten Brötchen und Schokolade trennen kann, auf deine Rezepte lautet immer wieder: es schmeckt lecker und man hat nicht das Gefühl, auf etwas zu verzichten. Vielleicht gibt es für ihn auch noch Hoffnung 😉
 
Hoffentlich kannst du diese Informationen für deine Arbeit gebrauchen und der Paleoblog wird weiter mit köstlichen Rezepten und interessanten Beiträgen gefüllt! Besonders spannend fände ich auch einen kurzen Absatz zum Feedback der anderen Leser.
 
Ich wünsche dir einen guten Wochenstart morgen.
 
Liebe Grüße,
Anna

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Über den Autor
Iris ist im beruflichen Leben IT-Prüferin in der Wirtschaftsprüfung. Sie liebt das Kochen und Sport. Beides ist für sie der ideale Ausgleich zu ihrem oft stressigen Berufsleben. Ganz besonders als Mutter einer kleinen Tochter ist ihr gesunde Ernährung und natürliche Bewegung wichtig. Mit Paleolifestyle.de möchte sie auch dir zu einem gesünderen, fitteren und noch erfüllenderen Leben verhelfen - ganz nach dem Motto: "Paleo is not a diet, it's a lifestyle."
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